Zu Fefe und Netzneutralität

Wenngleich ich da mal ausnahmsweise in der Kritik an der Pro Netzneutralität-Initiative Fefe zustimme:

… so finde ich es doch  falsch zu schreiben:

Netzneutralität sichert, dass ICH mich im Internet frei äußern kann und die Leute das auch lesen können

da verwechselt jemand Meinungsfreiheit und Netzneutralität.

Zum einen sind Zugangsbeschränkungen alltäglich. Angefangen davon, dass sich nicht jeder leisten kann eine Zeitung zu abonnieren, bis hin zu kostenpflichtigen Inhalten im Internet. Die gab es immer und die wird es auch immer geben.

Ich würde das Problem eher so beschreiben, dass bei fehlender Netzneutralität die Netzlandschaft dergestalt verändert wird, dass die Ungleichheiten im Abruf, die sich bisher eher auf Schranken des direkten Zugriffs (Passwortschutz) beziehen, in die Struktur des Internets selbst eingewoben werden. Also in der Form eines transparenten Proxies. Wobei hier Transparenz gleichzeitig bedeutet, dass es eine Intransparenz auf anderer Eben darstellt.

Es gibt so viele User, die irgendwo an einem Billig-DSL-Provider hängen und nicht merken, dass ihr Internet nur 5% der versprochenen Leistung entspricht. Da wird man  viele Leute downgraden können ohne dass sie es merken.

Zu behaupten uns gehöre das Netz ist schon etwas naiv, wenn man sich anschaut, wie und wer das Internet aufgebaut hat. „Sollte uns gehören“ oder „sollte allen gehören“ als Appell oder Forderung wäre da schon eher angebracht. Denn das Internet ist durchkommerzialisiert bis in den hintersten Winkel.

Trotzdem ist es richtig, dass man nicht jeden Mist unterschreibt von Leuten, die meinen das was sie denken in eine Proklamation verfassen zu müssen. Bereits die 10 Netzthesen der Piraten waren grottenschlecht.

Hört endlich auf zu proklamieren!

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Zu Fefe und Netzneutralität

Wikileaks-Video zu US-Attacke auf Reuters-Journalisten

Einige werde es schon gehört haben. Ich möchte dieses Video auch hier verbreiten. Es gab 2007 eine Angriff von Apache-Helikoptern auf die beiden Reuters-Journalisten Cmagh und Noor-Eldeen. Bitte lest mehr zu der Sache bei der englischspr. Wikipedia. Naja, jedenfalls hat wikileaks das Video freigegeben, dass sie über milit. Whistleblower erhalten haben (Also Leute in der US-Armee, denen die Sache auch stinkt). Hätten Tagesschau und mehr Medien dies bereits berichtet hätte ich mir diesen Post so vielleicht gespart, aber diese Art Zensur wird immer unerträglicher. Da ist mir Fefe gerade mal sympathisch wie er sich aufregt. Hier das Video

Ja, es ist bedrohlich wie sich hier massenweise Journalisten selber zensieren. Erleben wir hier schon die Schere im Kopf VOR der Wieder-Einführung der staatlichen Zensur seitens der EU?

Das dies immer stattfindet, ist uns ja allen klar. Natürlich berichten die Medien nicht über große, antifaschistische Demonstrationen mit mehreren tausend Demonstranten – aber wenn in irgendeinem Wald ein paar hundert Menschen gegen einen Starkstrommasten demonstrieren bekommt das im Prinzip den gleichen Raum wie die Freiheit statt Angst Demo. Wozu also noch hunderttausende mobilisieren, wenn 100 schon ausreichen? Aber nein,  manche Themen sind eben gleicher als andere Themen.

Sowas wie die Tagesschau ist ein Witz. Das hat mit Journalismus nur noch wenig gemein. Man kann sie nur dazu nutzen um zu sehen, wie sehr ein Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Wikileaks-Video zu US-Attacke auf Reuters-Journalisten