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Posts Tagged ‘Einbahnstraßensozialismus’

Irland: Na gut, wir nehmen Euer Geld….

November 22, 2010 1 Kommentar

Jetzt wollen Sie es endlich, die Iren. Das Geld der EU. Man hat sie ja wirklich auf Knien gebeten es zu nehmen!

Das ZDF sagte, dass der Ministerpräsident sich dem UNVERMEIDLICHEN fügt.

Schäuble sagte “Ich glaube es ist jedenfalls eine richtige Entscheidung, dass Irland [...] sich dieser Situation stellt”.

Diese Umkehr der Argumentation ist schon lustig. Den Empfängern am unteren Rand wird immer gesagt, man habe einfach kein Geld für sie. Das könne man sich nicht leisten. Niemand sagt da: “Ach komm bitte, nimm Hartz IV – du schadest sonst der Wirtschaft” Im Gegenteil. Aber hier – da wird geklotzt und nicht gekleckert!

Da werden sich die Hände gerieben. denn Irland hat bisher eine sehr niedrige Körperschaftssteuer. Der Rest der EU erhofft sich von abwandernden Unternehmen zu profitieren.

Da steigt auch der deutsche Börsen-DAX vor Freude auf Jahreshoch. Es ist also keine Entscheidung, die die Finanzmärkte zittern lässt, weil eventuell Staatshaushalte leerer werden aufgrund der Hilfe an Irland.

Yeah, Finanzkrise – weiter gehts. die Wirtschaft hofft, dass es noch mehr Finanzspritzen an dümpelte Finanzmärkte geben wird. Was den Abschaum angeht, die oft nicht wissen, wie sie ihr Leben finanzieren sollen? Irrelevant! Nach der Logik der Finanzmarktspolitiker könnten die Leute auch auf den Straßen verrecken – solange der Rubel rollt interessiert das doch keinen. Und wenn wir ehrlich sind: So läufts doch seit Jahrzehnten bereits global! Arme Länder werden zu ähnlichen Reformen gezwungen wie jetzt Irland. Die Wirtschaft, die Wirtschaft – kürzt die Haushalte und gebt der Wirtschaft Milliarden – das ist das einzige, um was es noch geht.

Früher konnten die EU-Staaten selber Bedingungen diktieren. Nun sind sie selbst nur noch ausführende Organe eines Weltwirtschaftssytems, dass sich Kapitalismus nennt. Und in dessen Logik die Krise bereits eingebaut ist. Denn in der Krise werden oftmals die besten Gewinne gemacht. Verluste können sozialisiert werden. Einbahnstraßensozialismus sozusagen. Geld ja, Kontrolle nein. Saubere Geschäfte!

Wunderbar diese Gehirnwäsche!

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