Apple-Fans und Mission Control

Da schaue ich mir gerade die Keynote von Apple WWDC an:

und so ab Minute 15 wird über das neue „Mission Control“ berichtet und wie toll es ist, dass man da Applikationsfenster von einer Arbeitsfläche auf die andere ziehen kann.

Dazu fällt mir nur ein: Das mache ich bei GNOME seit 10 Jahren via den Arbeitsflächenumschalter – aber die Apple-Crowd der 5200 Apple-Fans ist total aus dem Häuschen. Das ist so ein typisches Beispiel.

Arbeitsflächen als solches gibt es unter Linux seit Ewigkeiten. Der Unterschied zwischen Unix/Linux und MacOS ist oftmals, dass man bei Unix nicht über Features redet. Ich arbeite seit 1997 mit Linux – und damals waren Workspaces schon lange Standard. CTWM, das 1992 als Erweiterung für TWM veröffentlicht wurde, hatte das Feature auch bereits mit Version 1.0. MacOS X hat Workspaces aber erst seit Leopard 10.5 (2006).

Soviel zur Technologieführerschaft. Workspaces waren einer der Gründe, warum ich 1997 meinen Mac gegen einen Unixoiden eintauschte. Ich sage nicht, dass Apple nicht auch innovativ ist hier und da. Aber wie bei diesem Feature ging es mir in der Vergangenheit oft. Nicht zuletzt die Unix-Basis von MacOS. Früher hat Apple und seine Jünger es als besonders progressiv verkauft, dass man eben gerade KEIN Terminal braucht. Das sowas wie Unix total out of date sei. Dann kam MacOS mit einer Unixbasis und Terminal. Und plötzlich war gerade DAS ein Argument FÜR den Mac. Auch Terminals waren ein Grund für mich, weg vom Mac zu gehen. Hat mal jemand versucht UUCP mit dem Mac zu machen? Die ganze sehr mausbetonte Arbeitsweise am Mac ist sehr zeitaufwendig. Jedenfalls entsprach sie weder damals noch heute meinen Anforderungen.

Eine andere Sache waren die Chips. Die Motorola PowerPC-Chips der neuen  Macs waren nicht unbedingt billig. Als ein entscheidender Unterschied der Macs galt lange, dass Macs Motorola benutzen würden und nicht die technologisch unterlegenen Intel-Chips. 2005 allerdings, wechselte Apple ebenfalls zu Intel.

Aus meiner Sicht vollzog Apple dann also eine Reihe von Schritten, teilweise 7-8 Jahre nach meinem Wechsel zu Linux, die mich bewogen hatten auf Linux zu wechseln (billige PCs, standardisierte Architektur, Unixbasis, Workspaces,…). Nur eins blieb bis heute: Nachwievor ist MacOS X keine Freie Software (nur zu geringen Teilen). Apples Politik ist oft stärker auf einen Customer-Lockin  ausgerichtet, als die von Microsoft. Es geht da oftmals nicht um Fakten, sondern um einen Religionsersatz – oder wie es die Marketingleute sagen: „Mit Emotionen aufgeladene Produkte“.

Daher macht es oft gar keinen Sinn mit Mac-Usern zu reden. Die  behaupten meist:

  • Beim Mac ginge es drum, dass die Dinge „einfach nur funktionieren„. Vordergründiger Pragmatismus (Mein Kommentar: Ich habe selber Mac genutzt und auch Suppot dafür gemacht. Oft machen Macs den meisten Ärger/Arbeit, wenn auch nicht bei Viren. Mac-User haben eine besondere Gabe alles, was nicht funktioniert hinzunehmen, wo sich so mancher Linux-User bis zum Umfallen aufregen würde. Fazit: So allgemein stimmt das nicht!)

Bei Linux ist es z.B. so, dass man bei vielen Geräten, insbesonderen Druckern weder Treiber installieren noch konfigurieren muss. Nichts tun zu müssen ist ja wohl immer einfacher als ETWAS tun zu müssen. Nun kommt das große ABER:

Viele Hersteller arbeiten am Linux-Markt vorbei und machen somit eine Unterstützung per Plug&Play unmöglich und liefern dazu nicht einmal Treiber für Linux.

Der professionelle Grafikdesigner greift eben eher mehrheitlich zu Windows oder Mac. Daher sind die dafür mitgelieferten Treiber oftmals höherwertig (mehr Optionen für einen Drucker z.B.). Dazu kommt, dass die Treiberinstallation unter Linux oft einiges an Know-How verlangt.

Die Wahrheit ist also nicht eindeutig: Wer gut unterstützte Hardware kauft mit einem Linuxsystem, der hat praktisch keine Arbeit. Je spezifischer die Hardware und je höher die Ansprüche, desto mehr Arbeit wird er/sie aber unter Linux haben. Wobei das nicht an Linux als solches liegt, sondern an der Produktpolitik der Hersteller.

Unter dem Strich: Alle Betriebssysteme haben ihre Stärken und Schwächen. Dazu kommt aber auch die Ebene der Softwarefreiheit. Hier muss man starke Abstriche beim Mac und Windows machen. Und vieles, was  beim Mac als brandneu verkauft wird, ist in Wirklichkeit ein alter Hut.

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Apple-Fans und Mission Control

Oh diese iPad-Fans (Werbesendung auf Dradio Wissen)

Neulich auf Dradio haben sich, so mein Dafürhalten, eine Reihe iPad-Fans getroffen unter dem Titel „Der PC ist tot – es lebe das Tablet“ „moderiert“ von Phillip Banse, als Gäste  diskutierten Jürgen Kuri, stellvertretender Chefredakteur der c’t, Christof Dernbach, Chefredakteur dpa Infocom und Macher von  Mr. Gadget, sowie der Blogger Don Dahlmann.

Mein Problem mit dem Talk fängt schon mit dem Titel an. Da steht kein Fragezeichen. Es ist eine Aussage. Der PC ist tot. In der Einleitung sagt Banse dann auch, dass das iPad einen „Marktanteil von 80%“ habe. 80% von was fragt man sich? Sicher nicht von PCs und auch nicht bei mobilen Endgeräten.

Interessant auch die erneute Geschichtsklitterung: „1 ½ Jahre nach Tablets auf dem Markt“. Wieder wird Bill Gates vergessen, ein zwar viel gehasster Mann, aber dennoch die wichtigste Figur im PC-Geschäft bei der Einführung von Table-PCs. Man darf sagen, dass Microsoft die Tablet-PCs nciht zum Erfolg geführt hat, aber wer Gates und Microsoft ausblendet verfälscht entweder bewusst die Geschichte oder hat absolut keine Ahnung. Man sollte auch das Dynabook-Konzept von 1968 nicht vergessen.

Oder schaut mal die Präsentation des Penpoint OS von GO Corporation von 1991:

Das erste moderne Tablet PC war wohl das PaceBlade (2002).

Apple schafft es immer wieder Gehirne zu schaffen, aber wir halten fest: 1½ Jahre Tablet PCs ist eine glatte Lüge – und die selbsternannten Computerexperten wissen das.

Ich gebe Apple gerne den Erfolg den ersten Tablet PC geschaffen zu haben, der vom Massenmarkt akzeptiert wurde – und das das ein großer und innovativer Schritt war und den Markt der Tablet PCs revolutionierte. Nicht weniger, aber auch nicht mehr!

Erstaunlich an dem Talk, dass zwar einige Nachteile des iPad genannt werden – darunter eigentlich die Feststellung, dass es zum Arbeiten mit (längeren) Texten. Es wird dort behauptet, dass man damit besser im Internet unterwegs sein kann. Da frage ich mich aber z.B. wie man das machen kann ohne Flash? Flash ist Voraussetzung bei vielen Websites. Ohne Flash bleiben einem viele Inhalte völlig verborgen. Aus meiner Sicht fehlt daher dem iPad eine Grundvoraussetzung für die Nutzung des Internets.

7,5 Millionen Stück sollen bisher verkauft worden sein. Das ist schon beeindruckend. Die Zahlen in der deutschen Wikipedia zu Netbooks lassen mit 2,2 Millionen  allerdings fälschlicher weise vermuten, dass diese unbedeutend wären: Denn neuere Zahlen belegen, dass mit 30 Millionen immer noch doppelt so viele Netbooks wie iPads verkauft werden. Auf das kommt nicht rüber in dem Talk.

Zu guter letzt wird zwar rumgesponnen, dass Flugzeiugingenieure mobile Devices wie ein iPad bräuchten um im Flugzeug mit Computer rumzukriechen. Allerdngs behauptet man auch, dass die Firma Nokia vollkommen unbedeutend wäre.

Nokia? Nokia ist Marktführer bei Handys mit rund 441 Millionen verkaufter Handys. Da mobile Endgeräte heute fast vollwertige Computer sind und Größe immer weniger bedeutet, dass man Leistungseinbußen hinnehmen muss, insbesondere bei vernetzen Rechnern, ist Größe oftmals schon entscheidend. Den Weltmarktführer für Handys, der weit vor Apple ist (die sind erst auf dem siebten Platz!) als unbedeutend darzustellen und dabei einen Nischenmarkt als allein maßgebend zu bezeichnen ist unseriös und spricht für eine typische Apple-Blindheit. Mir fehlte bei dem Talk auf jeden Fall das Wort einen entschiedenen Gegner des iPad oder zumindest eine deutliche Kritik zu hören.

Und wie ihr oben sieht entbehrt die dort vertretene Sichtweise jeglicher Realität, sowohl bei den Verkaufszahlen, bei der das iPad nicht einmal die Netbooks verdrängen konnte als auch was die Geschichte angeht.  Denn der moderne Tablet PC ist 10 Jahre alt – und nicht 1½ Jahre.

Ich kann diese Apple-Fanboys nicht mehr hören!!

Oh diese iPad-Fans (Werbesendung auf Dradio Wissen)

Wieder mal Apple fail

Angeblich sind die Macs ja immer unschlagbar einfach. Ich kann nur folgendes erzählen – und das ist eine Erfahrung die ich wiederholt gemacht habe. Der aktuelle Fall ist ein kleiner Mac Laptop als Besucher in einem WEP-Netzwerk:

  1. Erste Verbindung ging soweit ganz ok. Netzwerk wurde angezeigt und nach Eingabe des Schlüssels stand die Verbindung. (so weit so gut!)
  2. Der Versuch auf dem Netzwerkdrucker (IPP/CUPS) zu drucken scheiterte. Der Netzwerkdrucker wurde nicht auf dem Mac angezeigt. Auch die Eingabe von Hand führte zu keinem Ergebnis. Er sagte zwar der Drucker wäre betriebsbereit, aber jeder Druckversuch scheiterte. Am entfernten Drucker kam auch nie etwas an.
  3. Dann einen Tag später nach einem Neustart vergisst Laptop Wireless-Verbindung und auch nach Stunden der Versuche scheint es nicht einfach möglich zu sein, die Verbindung erneut zu konfigurieren.

So weit also zum angeblich einfachen Funktionieren der Macs. Ich hatte vor ein paar Jahren im Haus auch einen Nachbarn, der als einziger einen Mac hatte – und keiner hatte so viele Probleme wie er. Das lustige ist – diese Mac-User können noch so viele Probleme haben als einzige. Schuld ist irgendwie immer alles andere – oder „das ist eben so“. Da sind Windows-User oft eher technikkritisch. Sagen oft sie würden gerne was anderes nutzen, z.B. Linux oder Mac. Von Mac rate ich natürlich auch oft ab.

Sicher hat Linux auch seine Schwächen. Aber ich finde so ein teures Betriebssystem mit dem Ruf das einfachste zu sein, sollte nicht an so vielen Punkten versagen, wie es das Mac OS derzeit oft tut. Wenn Mac OS einfacher ist, warum fällt es mir dann mit Windows und Linux leichter?

Wieder mal Apple fail

von wegen tablet pc wäre neu

Da hat Apple den Journalisten mal wieder kräftig das Gehirn gewaschen:

Samsung Tab: Eine Android-Galaxie in der Jackentasche | Digital | ZEIT ONLINE.

Zitat:

Bis vor Kurzem gab es die Kategorie der sogenannten Touchpads oder Tabletcomputer gar nicht.

War ist, dass das Dynabook-Konzept aus dem jahre 1968 das dem heutigen Table-PC entspricht älter als der Homecomputer und der PC ist.

Und dann hat Microsoft den Begriff Tablet-PC 2001 etabliert. Das war immer Bill Gates Lieblingsidee. Und alle haben gesagt er wäre ein Spinner. Wahrscheinlich sind Tablet-PCs immer noch eine blöde Idee. Aber nur weil Apple die gerade pusht haben sie die nicht erfunden!

Wer es nicht glaubt kann sich die Keynote zur Comdex von Bill Gates von 2001 ansehen:

Ich weiss der Typ ist kein Sympath, aber was die Zeit hier macht ist Geschichtsverdrehung. Tablet-PC ist eher die Kategorie, die es seit Ewigkeiten gibt, aber nie Erfolg hatte – trotz vielfacher Ankündigungen, dass der Durchbruch kurz bevorsteht.

von wegen tablet pc wäre neu

Zum Hype um das iPad

Nachdem ich dann diese seltsame Sendung auf dradio wissen nachgehört habe, war ich etwas enttäuscht wie wenig kritischer Geist da übriggeblieben ist. Über große Strecken klang das ganze wie eine Werbeveranstaltung von Apple.

Es wird aber mal Zeit klar zu kommunizieren, dass viele der verkündeten Einfachheiten die vorbildlich sein sollen nicht eingelöst wurden. Bzw. so nicht einlösbar sind:

  1. Out-of-the-box-Funktionieren. Klingt ja toll . will jetzt auch alles sein. Wenn man genauer hinschaut ist es nicht so. Immerhin wurde in der Sendung darauf hingewiesen, dass man die Gesten zur Bedienung wohl doch erst erlernen müsste.
  2. Intuitivität, die Oberfläche erfahren. Da denke ich auch inzwischen das da jemand zu viel geraucht hat. Es ist ein plausibles Verkaufsargument – aber ich konnte das im MacOS nicht nachvollziehen. Dort ist es so, dass viele Funktionen entweder gar nicht oder nur durch kryptische Tatstaturverrenkungen erreichbar sind.

Entscheidend bei der Problematik des Softwaredesigns finde ich, die Tendenz alles bis zur Unkenntlichkeit zu reduzieren und zu versimpeln. Früher hatten die Macs sogar ganz auf Kommandozeilen verzichtet. Ich war selber lange Jahre Mac-User und habe mich dann davon angewandt, weil ich damit nicht produktiv arbeiten konnte. Macs und nun im Besonderen das iPad setzen einen spezifischen Workflow voraus. Alternativen werden entweder ganz ausgeschlossen oder erschwert.

Ich bin durchaus der Meinung, dass Touchscreens in Zukunft mehr und mehr Verbreitung finden werden. Allerdings sind diese so neu auch nicht. Denn diese wurden bereits in den 40er(!) Jahren erfunden und seit Mitte der 70er verwendet. (Quelle: Wikipedia). Auch Tablet-Computer sind nicht neu. Seit Jahren werden sie von Bill Gates beworben, ihnen war aber bisher der Erfolg nicht beschieden.

Was ist das besondere am iPad? Zunächst ist es von Apple, das bei vielen Produkten erfolgsverwöhnt ist. Dann hat Apple einige Technologien weitergetrieben und neu zusammengefasst – es sieht erst mal schick aus – aber viel revolutionäres ist da nicht zu sehen. Im Wesentlichen scheint es mir doch ein aufgeblähtes iPhone zu sein. Was ja auch aus Sicht von Apple nicht falsch ist: Sie konnten sowohl Teile der Technologien als auch ihre Appstore nun auch für das iPad nutzen. Gutes Marketing.

Und ich glaube auch, dass Tablet-PCs einen begrenzten Anwenderkreis finden. Problematisch finde ich dabei aber beim Beispiel iPad:

  • Wenn man das iPad mit beiden Händen festhält, hat man naturgemäß keine Hand frei
  • Zum Filmeschauen will ich nicht 2-3 Stunden ein iPad in den Händen halten, zudem ist das Display dafür etwas zu klein. Es gibt da zwar Zubehör zum Aufstellen, aber das ist ja doch irgendwie was anderes, wenn das nicht Teil des Gerätes ist (im Kontrast zu Notebooks)
  • keine echte Tatstatur. Ja gibts auch als Zubehör. Aber das ist nicht wie man es idealerweise verwenden soll und auch das bieten Notebooks. Eine echte Tastatur fühlt sich anders an. Und beim Tippen auf dem Bildschirm muss ich das freihändig machen, wenn ich es nicht nur einhändig versuche.
  • weder USB noch DVD.  Da fehlts dann auch irgendwie.

Eine Bemerkung noch dazu, dass Steve Jobs Netbooks für überflüssig hält: In den letzten Jahren hat hier das größte Wachstum im PC-Markt stattgefunden und ich denke viele nutzen Netbooks als Zweit- oder Drittrechner. Sie sind ungemein praktisch und vielseitig, trotz ihrer geringen Größe. Apple hat das verschlafen und meckert jetzt – oder sie wollten schon lange ein iPad und sich keine Konkurrenz im eigenen Haus machen.

Fazit: Sicher ist das iPad ein guter Tablet-PC. Allerdings mit den gängigen Lock-Ins, die man bei Apple gewohnt ist. Ich bezweifle, dass es dafür einen nachhaltigen Erfolg über einen kurzfristigen Hype hinaus geben wird.

Zum Hype um das iPad

Meine Meinung zum iPad

Ich habe mir die Keynote auch angeschaut. Abgesehen davon, dass ich die Apple-Keynotes immer sehr lächerlich finde (Präsentatoren wie auf Droge und ein Publikum das bei jedem Sch… klatscht) fehlt dem iPad das, was alle Präsentationen der letzten Jahre hatten: Entweder hatte Apple ein revolutionär neues Produkt oder zumindest Verbesserungen zu bieten.

Man neigt dazu zu sagen, dass es seinen Grund hat, das bisher Table PCs gescheitert sind. Ich denke nicht, dass das iPad floppen muss – denn die Apple-Jünger kaufen alles was Apple rausbringt. Und das hilft schon beim Verkauf. ich bezweifle aber ähnliche Erfolge wie bei anderen Produkten.

Der Standard hat da auch einen schönen Artikel geschrieben. Ich fasse mal meine Kritik in diesen punkten zusammen:

  • Tastatur nicht eingebaut – ok – es hat aber seinen Grund, warum Leute gerne Tastaturen haben und dafür manchmal auch viel Geld ausgeben. Als Extra ist es nur einen Bruchteil wert, denn es ist nicht mobil.
  • Filme schauen auf dem iPad? Soll ich stundenlang in der hand halten? und dann 4:3 ? Wer Wert auf Filme legt, kauft sich einen HD-Ready Beamer mit 16:9 und legt das iPad weg. und für Filmschnippsel zwischendurch ist das iPhone wohl mobiler.
  • Die richtige Haltung ist wohl tatsächlich es auf dem Schoß zu haben? Ich glaube das Tablet-PCs durchaus ihren weg machen werden – insbesondere beim Arbeiten mit Plänen, Dokumenten,… im Geschäftsbereich – und dann wenn sie in der Lage sind drahtlose Kollaboration zu ermöglichen. Das alles kann da iPad – z.B. Bilder zum Nachbarn rüberschuppsen. Oder mit einer Bewegung an alle in einer Runde verteilen. Aber gezeigt wurde davon nichts.

Auf mich wirkte Jobs dieses mal seltsam uninspiriert. So, als wenn er selber unzufrieden wäre mit dem Ergebnis. Ich denke auch das Problem ist, dass sie versucht haben einen Tablet-PC besser zu machen als bisher. Sie haben in den Grenzen dessen gedacht, was existiert und sich darauf konzentriert die Idee zu verbessern.

Und Jobs abfällige Bemerkung zu Netbooks die keiner braucht : Immerhin sin 1/3 aller mobilen Computer Netbooks und sie haben einen Sigeszug angetreten – und Apple hat da nicht mitgemacht. Und jetzt maulen sie rum, weil SIE die Innovation nicht gehabt haben.

Apple und Jobs mochten nie gerne Tastaturen. Schon beim Newton hat man sich geziert – und eine Kommandozeile suchte man beim Mac lange Zeit vergebens.

Man wird sehen. Aber ich möchte vorsichtig prognostizieren, dass das iPad kein Renner wird. Die Präsentationen waren auch eher enttäuschend und zeigten nichts wirklich Neues. Das iPad oder Tablet-PCs sind interessante Nischenprodukte, nichts weiter. Für Apple macht es Sinn die Technologien weiterzuentwickeln und sie hoffen natürlich dass die gemachten Investitionen auch beim iPad dazu führen, dass sie Geld verdienen. Noch aber steht das in den Sternen.

Meine Meinung zum iPad