„Verbohrt“ im Piratenforum

Aufgrund des ganzen Skandals um die Sperrung meines Users ist mir die idee gekommen mal danach zu suchen, ob denn die Nutzung von „verbohrt“ immer zu einer Sperrung geführt hat. Also mal im Piratenforum GESUCHT.

Interessantes Ergebnis dabei:

  • User arvid zu Isi am 30.10.09: „Du hast ein offenbar verbohrt männerfeindliches Wahrnehmungsmuster und tust mir, ehrlich gesagt, reichlich Leid.“ // Verwarnung: KEINE

Womit der Beweis geführt ist, dass in dem Forum mit zweierlei Maß gemessen wird. Ein Arvid darf ohne Verwarnung fast alles sagen, was er will – wenn man ihm aber etwas vorwirft mit einem sehr ähnlichen Wortlaut (zum Vergleich):

  • da die Verbohrten Männerrechtler wie Arvid sich eh von keinem Argument überzeugen lassen“  // Verwarnung: JA, inklusive Sperrung

…dann wird sofort gehandelt. Wie heisst es so schön: Alle sind gleich, aber manche sind gleicher.

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„Verbohrt“ im Piratenforum

Antworten zur Frauenquote (aus Zensurgründen hier)

Da ich bei den Piraten nicht auf die Vorwürfe  und Fragen des Artikels bezüglich darf, werde ich es hier tun. Leider kann ich die Leute dort nicht auf meine Antworten hier hinweisen.

Urs schreibt:

ich beschränke mich hier, wie von Dir gewünscht, auf das Thema Frauenquote.

Wäre die Quote berechtigt, müssten an Grundschulen Quoten für Lehrer, in Kindergärten Quoten für Kindergärtner eingeführt werden. An Quoten für Maurer oder Müllwerker denkt auch niemand. Für Soldaten erst recht nicht.

Schade, dass der Ankündigung sich auf die Frauenquote zu beschränken genau das Gegenteil kommt: Kein Verständnis für die Geschichte. Ich empfehle dazu zumindest den Abschnitt zum 20. Jahrhundert des Wikipedia-Artikels zu Frauenrechten zu lesen. Dort wird auch noch mal zu Anfang darauf eingegangen, dass Frauen bis 1977 Männer fragen mussten, wenn sie einem Beruf nachgehen wollten. D.h. das galt z.B. noch für meine Mutter. 32 Jahre ist das nur her – und betraf viele Eltern, deren Kinder heute bei den Piraten aktiv sind.

Es kann keinen Konsens über die Diskriminierung der Frauen geben, weil es diese nicht gibt.

Ja, das ist der eigentlich Dissenz. Soll die Piratenpartei es doch selber in einer Arbeitsgruppe nachprüfen nach wissenschaftlichen Kriterien – lest Sekundärliteratur, Untersuchungen, etc. – hört auf damit aus dem Bauch heraus Positionen abzulehnen, sondern stellt eine offene Frage, geht in die Wissenschaft (Soziologie) und versucht herauszufinden, wie der wissenschaftliche Stand ist. ich bin gespannt, ob ihr danach noch diese Meinung aufrecht erhalten könnt.

Eine Frauenquote ist geeignet, die statistischen Zahlen bei beschäftigten Menschen zu verändern. Daraus ergibt sich aber nicht, dass hier „Verhältnisse“ verändert werden.

Es ist schon lustig wenn mit dem Verweis auf den Erfolg der Frauenbewegung versucht wird zu beweisen, dass ihre Werkzeuge stumpf sind und sich nichts ändert. Also es hat sich was geändert – durch den Feminismus – aber das ist heute alles falsch, weil es ja nichts zu ändern gibt. Womit wir wieder bei der Kernfrage sind: Gibt es Diskriminierung von Frauen in unserer Gesellschaft? Nach allem was ich gelesen und erfahren habe ist das unzweifelhaft mit JA zu beantworten. Ich bin gespannt welchen wissenschaftlichen Konsens ihr findet, der das Gegenteil besagt.

Dein Vergleich zwischen Farbigen und Frauen trifft nicht zu.

Da „Farbiger“ ein rassistischer Begriff ist, würde ich den auch nie verwenden. Der User hat den Vergleich nicht verstanden.

Ob Arvid ein „verbohrter Männerrechtler“ ist, kann ich nicht beurteilen. Ich habe bisher keinen Hinweis darauf entdeckt. Dass Du ihn aber in dieser Weise beschimpfst, stellt Deine Bereitschaft in Frage, Dich sachlich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Hör mal: Wenn ich einen User monatelang beobachte und ich sehe, dass er ein verbohrter Männerrechtler ist, dann darf ich das ja wohl noch ausdrücken was meine Erfahrung und Wahrnehmung ist ohne das das gleich eine Beschimpfung ist? Hier wird am laufenden Band gehetzt, manipuliert,… ohne das jemand nur zuckt. Aber wenn man jemanden als das bezeichnet was er ist, jedenfalls habe ich keinen Anlaß an meinem Urteil zu zweifeln, weil er sich bisher konsequent nur einseitig engagiert hat, dann wird man sofort gesperrt, bzw. man „DARF“ sein eigene Posting zensieren – und wenn man es nicht tut darf man keine priavten Nachrichten mehr lesen/schreiben oder auf andere Forumsbereiche zugreifen – man muss wehrlos zusehen wie irgendwelche User unwahre Dinge behaupten und man hat nicht einmal die Möglichkeit der Beschwerde. Es ist eine Verleumdung bzu behaupten ich hätte Arvid beleidigt. Ich habe ihn nur klassifiziert. „Verbohrt“ ist für keine klassische Beleidigung – allenfalls eine gefühlte Beleidigung. Arvid denkt bestimmt er sei nicht verbohrt – wieso muss ich seine Sichtweise teilen? Was für eine totalitäre Auffassung von Meinung habt ihr eigentlich? Ihr habt ein Problem mit dem Wörtchen „verbohrt“, aber vor Verlemdung, Zensur und der Beschneidung der Meinungsfreiheit schreckt ihr nicht zurück? Kann es sein, das eure Werte gehörig durcheinander geraten sind?

Ich kritisiere jede Benachteiligung und Bevorzugung von Menschen auf Grund bestimmter Eigenschaften, zum Beispiel wegen des Geschlechts.

Im wesentlichen setzt Du Dich für den Status Quo ein. Und das bedeutet meiner Meinung nach und soviel ich weiss auch nach dem wissenschaftlichen Konsens, dass Untätigkeit ausschließlich den Männern in die Hände spielen würde und den Rechten der Frauen schadet. Insofern bist Du in Deiner Haltung nicht neutral, sondern Männerrechtler. Die Männer in der Schweiz waren auch der Meinung sie müssten Frauen kein Wahlrecht zugestehen.

Siehst Du die Tatsache, dass nur wenige Rentner in der Piratenpartei aktiv sind, als Diskriminierung aller Rentner?

Es deutet darauf hin, dass die PP für Rentner nicht attraktiv ist. Aber keine Angst, ihr werdet alle irgendwann zu Rentnern! 🙂

Der Maskulist VeVi schreibt:

@Arvid als „verbohrten Männerrechtler“ zu bezeichnen bzw. die seinerzeit von dir gestartete Kampagnen gegen den User @Arne Hoffmann bzw. @Stueck, lassen mich daran zweifeln, dass du mit deinem Meinungsbildungsprozess schon abgeschlossen hast.

Ich könnte es auch anders formulieren – aber verbohrt ist nicht mein Vokabular im Diskurs über gesellschaftliche und politisch relevante Themen …

Wenn ich meinen Meinungsbildungsprozess nicht abgeschlossen hätte würde ich wohl kaum klar Stellung gegen User beziehen, die das Forum missbrauchen. Das Du niemanden als verbohrt bezeichnest ist Dein Problem. ich tue das eben. Du kannst Dir auch eines der Synonyme aussuchen. Das ist doch eine Geisterdiskussion.

Der radikale Männerrechtler Arne Hoffmann schrieb:

(Arbeitswelt)…Das hat sich heute geändert. Die feministische Ideologie zuckelt der veränderten Gesellschaft doch nur hinterher.

In der Stadt Kiel sind 100% der Amtsleiter Männer. Willst Du mir erzählen dass das Zufall ist? Nein, ist es nicht. Es ist Ergebnis der Diskriminierung die Du negierst. Es nützt doch nichts, wenn ihr Männerechtler stets die Augen vor der Wirtklichkeit verschließt und darauf hofft, das irgendwelche Männer, die sich nach den Verhältnissen im Mittelalter zurücksehen eure Bücher lesen und eurem Urteil folgen. Das hat keine Perspektive. Das sind nur Rückzugsgefechte.

Und ie Zensur von Kritikern wie mich wird euch auch nicht auf Dauer helfen. Es zeigt nur, wie unsicher ihr seid. und das ihr es nicht vertragt, wenn jemand mal die Wahrheit ausspricht.

Antworten zur Frauenquote (aus Zensurgründen hier)

Klimagipfelreaktionen

Es ist also das passiert, was man vorher schon wusste. Eine selbsternannte „Spitzengruppe“ hat einen Kompromiss ausgehandelt und erwartet das der rest der Welt folgt. Dabei durften die Länder, die am stärksten vom Klimawandel betroffen wären nicht einmal am Tisch sitzen.

Kopenhagen war nicht das Problem – Kyoto war eine Katastrophe – insbesondere die Einführung des Klimahandels.

Das Scheitern ist keine Katastrophe, es war von Anfang an gewollt. Eine Frau Merkel wusste das auch schon Monate vorher. Man kann sich hinterher hinstellen und behaupten es hätte geklappt wenn alle dem Kompromiss zugestimmt hätten. Fein – aber dass das nicht passiert wäre war klar und hatten viele Beobachter auch schon Monate vorher prognostiziert. Und ich finde ehrlich gesagt keine Einigung ehrlicher als etwas halbgares. Letztlich entbindet keine Lösung keinen Staat vor der Selbstverantwortung  und der Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.

Klimagipfelreaktionen

Zur riskanten Halse der SPD (Netzsperren)

Auf Gulli wird die Halse der SPD sehr gut beschrieben – inhaltlich möchte ich dem nichts hinzufügen. Hier ein kurzes Zitat aus dem Artikel:

Alle sachlichen Argumente gegen das „Zugangserschwerungsgesetz“ stießen bei den SPD-Parlamentariern auf taube Ohren. Jetzt, wo die SPD in der Opposition sitzt, sagt Scholz ganz plötzlich: „Netzsperren helfen nicht und lenken von den eigentlichen Problemen ab.“ Ja, die Politik von Familienministerin von der Leyen sei „populistisch“ gewesen – und die Sperrverträge, die die Internet-Provider mit dem Bundeskriminalamt abschließen sollten, nach seiner heutigen Überzeugung sogar „offensichtlich rechtswidrig“.

Ich sehe das als genau so problematisch an. Natürlich gilt für die radikalen Zensur-Gegner weiterhin: Nie wieder SPD! Eine solche Partei ist nicht wählbar, unter gar keinen Umständen. Die SPD hat uns mit eine Zensurinfrakstruktur eingebrockt. Das man nun in der Opposition langsam seine Meinung ändert interessiert uns nicht. Wird die SPD bei der nächsten Wahl gewählt, wird sie natürlich wieder diese Infrastruktur mit ausbauen. Die SPD darf dort, wo sie noch regiert gerne beweisen, dass sie wirklich eine andere Politik macht – dann könnte es sein, dass man in 10-20 Jahren noch einmal über den Boykott der SPD nachdenken kann. Die SPD hat hier sehenden Auges eine falsche Entscheidung durchgeprügelt und ist voll mitverantwortlich für alles was nun weiter mit der Zensur passiert.

Sie ist auch mit schuld, das die Zensurkultur im Beispiel Brender einen Koch ermutigt hat die Zensurhaltung weiter voranzutreiben. Genau das ist es, was wir befürchtet haben: Das der Anfang der Zensur ohne Widerstand dazu führt, dass Zensur immer weiter Raum greift als Mittel der politischen Auseinandersetzung. Der Verzicht auf Zensur bedeutet auch Verzicht auf Macht. Aber es ist das Einzige, was Demokraten denken sollten! Es geht hier um die Grundfesten der Demokratie, die sicher nicht zum ersten mal attackiert wurden.

Zur riskanten Halse der SPD (Netzsperren)

Direkte Demokratie

Direkte Demokratie wird verschieden definiert. Im wesentlichen auf zwei Arten: Zum einen durch so etwas wie Volksabstimmungen – sprich politisch relevante Fragen können vom Wahlvolk mitbestimmt werden. Zum anderen als eine Form von Basisdemokratie, einer direkten Partizipation an politischen Entscheidungen. Letzteres bedeutet eher eine Abkehr vom Gedanken der Repräsentation.

Dieser Artikel ist angeregt durch die neuesten Äußerungen der Piratenpartei zu Liquid Democracy. Wer aber den Artikel in der engl. Wikipedia zu Liquid Democracy (Proxy Voting) liest sieht schnell, dass dies ein Delegationsprinzip enthält und somit das Gegenteil von Basisdemokratie darstellt.

Ein konsisenter Eindruck, der sich immer mehr verdichtet bezüglich der Piratenpartei ist, dass hier zwar oft Basisdemokratie in den Mund genommen wird, aber selten danach gehandelt. Basisdemokratie bedeutet im Wesentlichen, dass jede Stimme gleich viel zählt und das diese nicht delegiert wird. Zentralist auch die Frage von Macht und Herrschaft. Bei den Piraten hingegen scheinen eher die Fragen der „kompetetesten Entscheidung“ oder nach einem „besseren“ System zu Entscheidungen zu gelangen die Motivation zu sein. Macht und Herrschaft werden hier nicht problematisiert.

Direkte Demokratie

Readers Edition und Bürgerjournalismus

Die Idee des Bürgerjournalismus als solches ist interessant.

„Partizipativer Journalismus ist die Tätigkeit eines Bürgers oder einer Gruppe von Bürgern, die eine aktive Rolle im Prozess der Recherche, des Berichtens, des Analysierens sowie des Verbreitens von Nachrichten und Informationen einnehmen. Ziel dieser Partizipation ist die Bereitstellung von unabhängigen, verlässlichen, genauen, ausführlichen und relevanten Informationen, die eine Demokratie benötigt.“

Die “Readers Edition” definiert sich als:

“ eine Plattform, die eine völlig neue Art von Journalismus möglich macht. Werden Sie selbst Redakteur. Wir geben Ihnen die Möglichkeit, eigene Geschichten, Berichte und Fotos zu veröffentlichen. […] Jeder kann zum Journalisten werden, der Platz ist unbegrenzt. […] Schreiben Sie über das, was Sie bewegt. Schreiben Sie eine Kurzmeldung oder einen langen Bericht, eine eigene Einschätzung oder eine Nachricht. Geben Sie “Readers Edition” Ihre eigene Sichtweise.

Alle Berichte müssen journalistischen Grundsätzen des Pressekodex folgen: Die Fakten müssen stimmen, unbestätigte Gerüchte oder Vermutungen werden nicht veröffentlicht. Zudem darf sich durch Berichte niemand beleidigt oder zu Unrecht beschuldigt fühlen. „

Das ist die Theorie. Inzwischen hat aber ein massiver Verfall der Inhalte Einzug gehalten. Bezahle Journalistinnen werden von der Blogform GmbH beauftragt Inhalte aus dem StudiVZ herauszukratzen. Nicole Oppelt veröffentlich offenbar täglich vier solcher zusammengekratzten Meinungen aus dem StudiVZ. Man bezahlt also professionelle Journalistinnen, um Meinungen von Usern anderer Portale in kurzen Beiträgen wie diesem unter studiVZ-Watch zusammenzufassen.

Die Blogform GmbH versucht auch anderweitig auf den Mainstream-Zug aufzuspringen mit dem neuen Portal Bürgerinfo09.de. Nach eigenem Bekunden eine „eine völlig neue Nachrichten-Website“. Bei genauem Hinschauen erscheint es aber als nur ein weiteres Metaportal. Es gibt viele Nachahmer von Youtube, Twitter & Co. Während erstgenannte Portale zwar bekannt sind, aber nicht unbedingt kommerziell erfolgreich, sieht es für viele der Klone nich schlechter aus. Am allerschlechtesten aber für die Portale, die nichts tun, als einen mix verschiedener Portale neu zusammenzumixen. Ein ähnliches Konzept versucht man wohl gerade auch der Readers Edition aufzudrücken. Zuvor hat man schon die Nutzung von Amazon-Rezensionen aufgenommen. Auch diese professionell zusammengefasst.

Mit der ursprünglichen Definition von Bürgerjournalismus hat das nichts mehr zutun. Es wird aber als solches verkauft. Ein Etikettenschwindel. Dazu kommt, das eine zentrale Redaktion und nicht etwa die Kontrolle über ihre Beiträge haben. Bereits 2007 haben viele Autoren und Moderatoren das Projekt verlassen (müssen). Offenbar ist man nun dabei aktiv den Gedanken des Bürgerjournalismus weiter zurückzudrängen zugunsten einer aufgewärmten Brühe an Meinungen, die man irgendwo im Netz findet. Statt Bürger die recherchieren, fassen Journalisten zusammen, was irgendwer irgendwo mal im Netz von sich lässt. Leider verbreitet sich diese Art des Journalismus immer mehr. Nur weil irgendein zufälliger Paul2456 irgendetwas sagt, hat dies doch noch keine Bedeutung. Wo sind wir nur gelandet. Hat man vor Jahren noch skeptisch auf kritischen Bürgerjournalismus geschaut, so bezahlt man nun Journalisten dafür zufällige Meinungsbilder einzufangen. Und damit ist jeglicher Manipulation und Subjektivität Tür und Tor geöffnet. Was ist mit dem selbstgewählten Grundsatz „Die Fakten müssen stimmen, unbestätigte Gerüchte oder Vermutungen werden nicht veröffentlicht.

Die Readers Edition ist schon seit längerem ein Pool für die wirrsten Gerüchte und Verschwörungstheorien. Vom Autor, der sich über den Angrif auf Mannichl lustig macht bis zu diversen Klimaskeptikern, die z.B.  den Umweltsünder ExxonMobil  hochleben lassen oder der Weigerung die Schädlichkeit von Sonnenstudios anzuerkennen findet man jeden Schwachsinn und jede Hetze, die man sich nur denken kann. Vielleicht hat man deswegen am 19. Juni zum letzten mal ein Best-Of von Artikeln erstellt? Sinkende Qualität – vermutlich auch sinkende Leserzahlen. Da möchte man gerne viel Content generieren und möglichst wenig dafür ausgeben. Man hat es verabsäumt die Autoren frühzeitig an der Weiterentwicklung des Projektes zu beteiligen. Das verwendete WordPress hat seit Jahren seine Macken, die nicht beseitigt werden. Man hat es versäumt ein Autorenkollektiv an sich zu binden, dass gewissen Mindeststandards einhält und eben nicht das Portal mit Gerüchten und Vermutungen zu überschwemmen.

Alles zusammengenommen scheint das Projekt keine große Zukunft mehr zu haben, denn es steuert etwas führerlos umher – immer hinter den großen Megatrends hinterher. Vielleicht war der Geburtsfehler auch, dass dieses Projekt nicht von Autoren gegründet wurde, sondern von einer Firma, die von vorneherein nur daran dachte, Autoren, die unbezahlte Schreibarbeiten leisten auszunutzen, ohne ihnen auch ausreichende Rechte an den eigenen Werken einzuräumen. Immerhin setzte man früh auf eine freie Lizenz. Doch wenn die Qualität nicht stimmt, hilft dies auch nicht. Für ein Back-To-The-Roots ist es offenbar zu spät, denn der Ruf des Projektes ist bereits ruiniert.

Readers Edition und Bürgerjournalismus