Kommentar Zu #NSUFilm #HeuteIstNichtAlleTage und Reaktionen

Die ARD zeigte den ersten Film zum NSU-Komplex. Im Netz gab es teilweise Kritik, dass der Film romantisch wäre oder zu wenig Antworten oder Kritik liefern würde. Oder das die Sicht der Opfer nicht durchkam.

Aus meiner Sicht ist das Brutalste an Fakten zu Verbrechen nicht unbedingt das Unmenschliche und Fremde und Böse, sondern immer eher die Erkenntnis, dass da auch Menschen unterwegs sind/waren, die nicht in jeder Sekunde böse sind, sondern wo  Schatten ist, ist auch wenigstens ein bisschen Licht. Was das bedeutet ist nämlich auch, dass jeder etwas mit Tätern gemein hat. Also eben diese Anteile mit Hass und Dummheit und Verblendung. Die Mischung entscheidet dann darüber, wie sich der Charakter entwickelt und wie sich Erziehung und Erfahrungen niederschlagen.

Der Film hat u.a. auch ein wenig Atmosphäre der Jugend und Erfahrungswelten der NSU zu zeigen. Im Vorfeld gab es die Kritik, dass der Film zu früh kommen würde. Also noch bevor die NSU vollständig aufgeklärt und der Prozess abgeschlossen ist.

Allerdings können wir heute schon sagen, dass der Prozess wahrscheinlich keine letztendliche Wahrheit bringen wird. Der Film arbeitet auch mit viel Fiktion. Damit werden Lücken geschlossen. Denn es gibt Vieles von dem man nichts weiß.

Es ist zum einen gut, wenn die NSU auch filmisch aufgearbeitet wird, bei all dem Risiko etwas falsch darzustellen, So sehr wie der Staat bei Vertuschungen mitgeholfen hat – und es sieht nach allem anderen aus, als nach einer Vielzahl unglücklicher Entscheidungen – werden wir wohl nie erfahren, was tatsächlich passiert ist.

Filme bieten immer eine Angriffsfläche und sie sind niemals die Wahrheit selbst. Kritik an einem Film kann berechtigt sein, wenn wirklich fundamentale Fehler darin enthalten sind oder er einfach nur schlecht gemacht ist.

Schauspielerisch fand ich den Film am Mittwoch sehr gelungen. Und als Theorie und Inszenierung bietet er die Möglichkeit sich daran zu reiben. Vielleicht war Vieles oder das Meiste auch ganz anders. Aber dann kann man das gerade auch anhand des Films in Zukunft herausarbeiten. Immer nur von Ereignissen zu lesen ist sehr abstrakt und macht Taten wenig greifbar.

Meine Kritik wäre eher: Wenn es drei Filme  gibt mit jeweils der Perspektiven Täter, Opfer, Ermittler, dann fehlt definitiv die Perspektive der Täter im späteren Verlauf.

Der Tag an dem zwei der drei vom NSU-Trio zu Tode kommen scheint für mich der entscheidende Tag, der auch ein Licht auf die Behörden liefert. Was ist da tatsächlich passiert. Es gab da viele Seltsamkeiten rund um das Auffinden des Wohnwagens und den angeblichen Selbstmorden der beiden Uwes. Dort eine Fiktion zu entwickeln über das, was wirklich passiert ist, wäre sehr spannend.

Das ist eben das was Fiktion kann: Wo Fakten zerstört wurden oder es eine Mauer des Schweigens gehen etwas in den Raum zu werfen, das als Theorie konkret hinterfragt werden kann. Und wenn es bildhaft ist, wird es eindringlicher und konkreter.

Vielleicht gibt es doch noch einiges an Überraschungen beim Prozess und vielleicht genug Stoff dafür auch ein Gesamtbild dessen zu liefern, was wahrscheinlich passiert ist.

 

Kommentar Zu #NSUFilm #HeuteIstNichtAlleTage und Reaktionen

Ralph Boes: Rufmord oder Interpretationsfreiheit?

Zur Zeit ruft der Anthroposoph und Kämpfer fürs Bedingungslose Grundeinkommen Ralph Boes zur Denunziation der Identität eines Bloggers auf, der ihn öffentlich kritisiert hat.

Auch in Facebook ist er aktiv. Er möchte die Aussage im Reflexion-Blog strafrechtlich verfolgen lassen, weil Zitat: „eine Nazidebatte auf politische Felde verheerend wirkt“.

Er führt an andere Stelle aus:

Wer diesbezüglich über mich urteilen will, schaue sich am besten den Film „Ziviler Widerstand“ an. Dann frage er sich, welche Feinde ich durch solches Wirken naturgemäß habe. Und dann frage er sich, ob die anonyme, mit Server im Nirgendwo platzierte „Recherche“ nicht eine Tat von solchen Feinden ist. – Mich jedenfalls wundert`s nicht, dass der „so genau recherchierende“ Autor mein in der Öffentlichkeit stärkst beachtetes Hauptwirken, welches ihn in jedem Punkt der Lüge überführt, so geflissentlich verschweigt.

Von welchen Feinden er da redet, läßt er offen. Und dieses Offenlassen und Raum für Spekulationen lassen klingt doch wieder sehr nach Verschwörungstheorie.

Ob die juristische Keule dazu geeignet ist, Interpretationen seiner Äußerungen zu unterbinden ist mehr als fraglich. Bedeutet dies doch auch den Staat dafür einzusetzen, Menschen zu verfolgen und zu bestrafen.

Auf Nachfrage konnte Herr Boes mir keinen Punkt nennen, der denn nun aber auch tatsächlich strafrechtlich relevant wäre. Ich sehe in dem Artikel im Reflexion Blog von Martin Wassermann eine Interpretation dessen, was Herr Boes so erzählt. Es kann sein, dass Herr Boes es alles ganz anders meint – aber er läßt gerne bewußt Raum für Interpretation und betont auch gerne einmal wie wichtig Hitler für die Weiterentwicklung der USA war. Niemand zwingt ihn dazu solche Sachen zu sagen – und ich habe mich da auch unweigerlich gefragt, warum man sowas behauptet oder betont? Man könnte ja auch viele andere Menschen und Ereignisse nennen. Warum gerade einen Hitler? Und warum so formulieren, dass doch ein Respekt mitschwingt zwischen den Zeilen?

Ich hatte den Artikel von Herrn Wassermann in meinem Blog KielKontrovers aufgegriffen aufgrund des zweiten Vortrages von Herrn Boes im Kieler Occupy-Camp.

 

 

Ralph Boes: Rufmord oder Interpretationsfreiheit?

Unwissende Ermittlungsbehörden? 2+2=3?

Bei dem, was da alles im Zusammenhang mit der NSU passiert ist, wundert es doch sehr, welche Verteidigung man da so hört. Bei jedem kleinen Verbrechen wären die Indizien so erdrückend, dass es sofort zu einer Verurteilung – in dem Fall z.B. gegen den Verfassungsschutz kommen müsste.

Was aber muss man lesen? Es wären nur Stumpfe Routine, Inkompetenz und Ignoranz, die dazu geführt hätten. Auf deutsch also: „2+2=3“ ?

Dabei liegt z.B. der Verfassungsschutz/Verfassungsrecht  historisch gesehen schon immer rechtsradikalem Gedankengut sehr nahe, wie bei Theodor Maunz oder Wolfgang Schäuble.

Solange die Öffentlichkeit bestimmte Antworten nicht sehen und hören will, bleibt ihr die Wahrheit verborgen. Aber genau dies ist der Grund, warum die NSU so lange ungehemmt morden konnte. Und eben nicht nur die NSU. Von den insgesamt 149 Todesopfern spricht man lieber nachwievor nicht. So kann man auch die NSU weiter als Ausnahme sehen, die ja nun beendet ist. Aber wenn man so ab und zu in die Rubrik „Deutsches Haus“ in der Jungle World reinschaut – die ganzen Sachen, die nicht hochgekocht werden,  dann sieht der Zusammenhang ganz anders aus. Dann ist rechtsradikaler Terror in Deutschland die Normalität, der nur durch Patriotismus ein Mäntelchen umgehängt bekommt.  Es macht es schwerer rechtes Gedankengut  klar abzugrenzen, denn viel rechtes wird in der Öffentlichkeit, als das eigentlich normale dargestellt – und derjenige, der dem nicht folgt, ist derjenige mit einem Problem. Und die ganzen rechtsradikalen Übergriffe sollen wir so sehen, wie Naturkatastrophen, die aus heiterem Himmel passieren. Komischerweise ja immer gerade zu sportlichen Großereignissen im nationalen Taumel stärker als zu anderen Zeiten.

Der wahre Grund ist,  dass man mit „vaterlandslosen Gesellen“, wie es Linksradikale nun mal sind keinen verlässlichen Staat auf bauen und in den Krieg ziehen kann. Daher ist dem Staat der Rechtsradikale aus so lieb und wird von ihm finanziert und aufgepäppelt. Flippt der aus und mordet mal wieder, wird mal auf die Finger gehauen, mehr aber auch nicht. Und solange  das so gesehen wird, wird auch das Morden und der tägliche Terror weitergehen.

Als Lehre aus dem Dritten Reich zog der moderne deutsche Staat, das Wegschauen eine Tugend ist. Nichts könnte eine falschere Lehre aus der Vergangenheit  sein. Ein solches Denken ruft gerade zu eine Wiederholung der Geschichte herbei. Insbesondere unter der kommenden Wirtschaftskrise, wenn die Autoabsätze in den Keller gehen.

Unwissende Ermittlungsbehörden? 2+2=3?

Piraten: Nazis versalzen Suppe

Seit vielen Jahren kritisierten Kritiker wie ich und andere die Piratenpartei wegen eben der Probleme, die ihr jetzt in Wahlkampfzeiten auf den Fuß fallen: Mangelnde Abgrenzung gegen Rechts (bzw. Toleranz gegenüber rechtsradikalen Positionen und Antifeminismus).

Ich betrachte mir das Schauspiel und denke mir nur so: Das hättet ihr euch alles ersparen können, wenn ihr auf eure KritikerInnen gehört hättet. Aber stattdessen hat man nach innen die Reihen geschlossen und die KritikerInnen zum Problem erklärt, statt Kritik ernst zu nehmen.

Adriaan Brouwer Der bittere Trank (Quelle: Wikipedia)

Damit hat sich nun die Problematik verfestigt – und ist auf der Vorstandsebene genau so etabliert wie in der Basis. Damit ist die Piratenpartei im wesentlichen zu einer rechtsradikalen Partei geworden. Denn eine Partei, die rechtsradikale Meinungen als vollwertig ansieht und zulässt muss zwangsläufig diese Meinungen auch nach außen hin repräsentieren. Wie innen so außen!

Die Idee, dass man ein Konglomerat an vielfältigen Meinungen in einen großen Parteientopf wirft und dabei nicht zwischendurch abschmeckt,muss sich nicht wundern, wenn die Suppe hinterher versalzen ist!

Piraten: Nazis versalzen Suppe

Magdeburg: Nazis auf die Pelle rücken! Deutsche Zustände angreifen!

Sachsen-Anhalt als Hochburg rechter Gewalt

In Spiegel-Online vom 05.08.2011 wird Sachsen-Anhalt als Hochburg des Rechtsextremismus beschrieben. Im neuesten Verfassungsschutzbericht heißt es, dass Sachsen-Anhalt bei „politisch rechts motivierten Gewalttaten mit extremistischem Hintergrund“ bezogen auf die Einwohnerzahl an erster Stelle liegt. Seit die rechtsextreme NPD bei den Landtagswahlen im März an der Fünfprozenthürde scheiterte, dominieren militante Neonazi-Kameradschaften die Szene. „Sie sind jetzt der aktivistische Kern“, sagt der Magdeburger David Begrich von Miteinander e.V., dem Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit. Im Bericht des Landesverfassungsschutzes Sachsen-Anhalt heißt es, dass den Kameradschaften „ein vom historischen Nationalsozialismus geprägtes Weltbild eigen“ sei. „Wenn es ein Beispiel dafür gibt, wie Rechtspopulisten in die Mitte der Gesellschaft drängen, dann ist es Lutz Battke“, sagte Rüdiger Erben, Staatssekretär im Magdeburger Innenministerium im Februar. Jahrelang trainierte Battke in dem kleinen Ort Laucha an der Unstrut den Fußballnachwuchs des Vereins BSC 99. Viele Eltern hatten offenbar kein Problem damit, dass Battke den Jugendlichen seine rechtsextremen Überzeugungen vorlebte. Bei der Wahl zum Bürgermeister erhielt er als Kandidat der NPD 24,2 Prozent der Stimmen. Der BSC 99 hat Battke inzwischen suspendiert. Einer seiner Jugendfußballer hatte im April 2010 einen 17-jährigen Israeli zusammengeschlagen und als „Judensau“ beschimpft. Rechte Politik liefert Feindbilder und bietet die vermeintliche Legitimation zur Gewalt gegen Migranten und linksalternative Jugendliche und zeigt darin sein besonders hässliches Gesicht.

Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ist zudem die unsicherste Stadt in den ostdeutschen Bundesländern. Der Magdeburger Stadtteil Reform ist bekannt für rassistisch motivierte Gewalt und Überfälle von Neonazis auf Linke und Migranten. Das Kinder- und Jugendhaus (KJH) „Banane“ im Quittenweg wird von einer Gruppe als ihr Club bezeichnet, die sich „Reformer Jungs“ nennen. Die Reformer Clique dominiert ihr Viertel und den ansässigen Jugendclub „Banane“. Das KJH „Banane“ ist eine kommunale Einrichtung und wird vom Jugendamt Magdeburg finanziert. Eine Anfrage beim Jugendamt Magdeburg zur politischen Ausrichtung der Besucher der „Banane“ ergab, dass es im Stadtgebiet ca. 40 „Reformer Jungs“ im Alter von 11-28 Jahren geben soll. Eine Organisierung der „Reformer Jungs“ ist den Mitarbeitern der „Banane“ nicht bekannt, zudem wären die Jungs und jungen Männer „nicht politisch interessiert“.

Das Kinder- und Jugendhaus „Banane“ und die „Reformer Jungs“

Bei Überfällen auf Linke und Migranten tragen „Reformer Jungs“ provokant den Namen der Clique auf T-Shirts und Jacken. Hausbesuche bei linksalternativen Jugendlichen in Reform gehören zu den Tätigkeitsfeldern der „Reformer Jungs“. Auch sonst sind sie immer für eine „gelungene“ Aktion zu haben. So sind Mitglieder der „Reformer Jungs“ zusammen mit den rechten FCM-Fans, die sich selbst als Sportgruppe bezeichnen und „Adrenalin“ nennen, verantwortlich für den Übergriff auf eine Gruppe Linker am 12.09.10 an der Reformer Endhaltestelle. Auch ein weiterer Übergriff an diesem Tag auf eine andere Gruppe Linker scheint ihr Werk gewesen zu sein. Im Frühjahr 2011 wurde eine Antifademo angegriffen und aus dem Stadtviertel gejagt. Das ist allerdings nicht alles, denn auch der „Funpark“ in Reform wird von „Reformer Jungs“ als ihr Revier markiert.

Der „Funpark“ in Magdeburg erlangt 2007 bundesweite Bekanntheit durch den Mord an Rick Langenstein. Der bereits vorbestrafte Reformer Bastian O. schlug den 21- jährigen Kunststudenten nach einem Funparkbesuch tot. Als Grund gab der bekennende Faschist O. an, Rick hätte ihn als Nazi beschimpft und eine Zigarette verweigert. Bekennende Nazis der „Reformer Jungs“ und „Adrenaliner“ sind im Funpark wie auch in Reform regelmäßig anzutreffen.

Reform als Spielwiese der Magdeburger Naziszene

Im „Döner Royal“ am Reformer Marktplatz sind in zwei Jahren siebenmal die Scheiben zu Bruch gegangen. Der Dönerimbiss an der Endhaltestelle der Straßenbahn ist nach einem Brandanschlag komplett zerstört. Auf Grund der Schmiereien an beiden Objekten sind rassistische Motive wahrscheinlich. Schülerinnen des Geschwister-Scholl-Gymnasium in der Apollostraße werden auf dem Nachhauseweg rassistisch und sexistisch beleidigt und misshandelt. Auch der Verein Child abuse fight ist im Quittenweg in Reform ansässig. Der Verein schreibt sich den ‚Kampf gegen Kinderschänder‘ auf die Fahnen. Die politische Forderung des Vereins ist eindeutig: Todesstrafe für ‚Kinderschänder‘. Die Forderung zur Wiedereinführung der Todesstrafe für Sexualstraftaten und Missbrauchsvergehen an Kindern bietet beste Anschlussfähigkeit für neonazistische Ideologie, findet sie sich doch ebenso im NPD-Parteiprogramm und auf etlichen Transparenten bei Naziaufmärschen. Child Abuse Fight ist keine reine neonazistische Initiative, überschneidet sich aber sowohl inhaltlich als auch personell mit der Magdeburger Naziszene.

Die „Reformer Jungs“ setzen sich aus „nicht politisch interessierten“ Jungs und jungen Männern, organisierten Nazis und FCM-Hooligans /“Adrenalin“ zusammen und pflegen sehr gute Kontakte zur organisierten Nazi- und rechten Hooliganszene. Ca. 15 „Reformer Jungs“ der auf 40 Mann geschätzten Gruppe besuchen unregelmäßig das KJH „Banane“. Weitere Treffpunkte sind der Park am Reformer Marktplatz und der Parkplatz am „Netto“. Für Aktionen bieten die „Reformer Jungs“ Unterstützung auch in andere nahe gelegene Stadtteile an, wie zBsp. Sudenburg, Ottersleben, Buckau und Salbke und greifen ebenfalls auf Kameraden der dortigen Szene zurück. Auch die Nazisprüherei am Libertären Zentrum in Salbke sind diesem Personenkreis zuzuordnen. Die „Reformer Jungs“ sind formal keine Organisation, aber sie sind sich einig, wenn es heißt, „Linke zu klatschen“. Um fündig zu werden, fahren sie mit Autos durch Reform, machen Kiez-Spaziergänge und verteilen Propaganda in Massen. Sie ziehen klebend in Gruppen durch Reform und sprühen rechte Propaganda wie z.B. „Rudolf Hess, das war Mord“, malen Hakenkreuze und beteiligen sich an Überfällen auf Linke und Antifaschisten.

Deutsche Zustände angreifen – Männerbünde auflösen!

In diesem Klima aus Sexismus, Rassismus und Gewaltverherrlichung gibt es genug Entfaltungsmöglichkeiten für gewaltbereite Cliquen und ihre Exzesse. Reform steht mittlerweile im Ruf eine NoGo-Area für Linke und Migranten zu sein. Ein sozialer Brennpunkt ist das destruktive Umfeld für frustrierte junge Männer, um sich in Gewalt und „Männlichkeit“ zu flüchten. Immer wieder werden auch unpolitische junge Männer angesprochen, welche durch regelmäßige Gewaltexzesse in Magdeburger Kneipen auffallen. Sie werden aufgefordert, sich an „Aktionen“ zu beteiligen und ihre „Kräfte zu messen“. Die Verknüpfung von idealisierter Männlichkeit und Gewaltpotential, und die bewusste Ausgrenzung von Mädchen und Frauen bilden den Rahmen für die Politisierung der Reformer Jungendlichen. Klar ist, die Aktivitäten im Bereich der „Nachwuchsförderung“ ist erfolgreich. So werden Überfälle auf Linke auch als „Mutprobe“ für die Neumitglieder angesehen, als „Training“, bei dem sie sich beweisen müssen, um akzeptiert zu werden und um das Gewaltpotential weiter auszubauen. Mit aggressiven Gruppenerlebnissen wird auch der Schulterschluss mit regionalen Hooligangruppen vorangetrieben.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die besondere Bedeutung des Magdeburger Stadtteils Reform für die Magdeburger Neonaziszene und die Ignoranz der Sozialarbeiter in der KJH „Banane“ gegen die Politiken und sonstigen Aktivitäten der „Reformer Jungs“ in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken und rufen zur Demo am 22.10.2011 in Magdeburg mit Themenschwerpunkt „Nazis auf die Pelle rücken!“ auf.

Quelle: http://aarmd.blogsport.de/

Magdeburg: Nazis auf die Pelle rücken! Deutsche Zustände angreifen!

3 Staaten Lösung der Weg zu mehr Frieden?

Ohne jetzt mal auf alles mögliche einzugehen, rund um Palästina und Israel hier nur mal so meine Sichtweise auf einen eigenen Palästinenser-Staat:

  • Es würde mich sehr wundern, wenn ein weiterer Palästinenser-Staat mehr Frieden in die Region bringen würde. Vielleicht sogar mehr und härtere Konflikte wie nach dem Abzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifens.
  • Wer die Geschichte der Region kennt, weiß das Jordanien bereits ein Palästinenser-Staat ist. Seine Existenz hat nicht die Ruhe gebracht, die man erwartet hätte.
  • Nationalstaaten können niemals eine Lösung von Konflikten sein. Insbesondere dann, wenn man erwartet, dass in ihnen eine saubere Trennung von Ethnien vollzogen wird..wie ja auch die Bezeichnung „Palästinenser-Staat“ nahelegt.
  • Eine Zwei-Staaten-Lösung legt nahe, dass es bisher nur einen Staat gegeben habe, als auch, dass hier eine einfache Trennung möglich wäre. Wahr ist aber, dass es keine einfache Trennung geben kann.
  • Staat eines eigenen Staates, sollte man zwischenzeitlich vielleicht doch eher die 3-Staaten-Lösung in Erwägung ziehen.
Zum Schluß:  Zu viele Leute (und jetzt ich auch noch) meinen ihren Senf zu dem Konflikt geben zu können und zu müssen. Diese Aufmerksamkeit belastet den Konflikt zusätzlich. Ich denke, dass ohne die vielen auswärtigen Interessen hätte es vor Ort längst eine gute Lösung gegeben.
Ein Staat wie Deutschland, der im Ausland einen Aggressions-Krieg (gegen Afghanistan) führt sollte schweigen, wenn es um Israel geht. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
3 Staaten Lösung der Weg zu mehr Frieden?

Naziaufmarsch in Magdeburg: Die Politik hat versagt

Es sollte ein Zeichen für Demokratie werden. 6000 Menschen hätten sich an Aktionen rund um die „Meile der Demokratie“ beteiligt.

In Wirlichkeit ist dies aber ein Armutszeugnis für Landes- und Lokalpolitiker. Anders als in Dresden hat man den Bürgern den Rücken gekehrt, die sich das einzig richtige tun wollten: Sich den Nazis in den Weg stellen. Denn was die 6000 Magdeburger gemacht haben ist folgendes: Sie haben den Nazis die Straße überlassen. Und so sah diese Vergnügungsmeile (Update: 2010) aus:

Da behauptet der Oberbürgermeister doch ganz dreist, man könne einen erfolgreichen Durchmarsch nicht verhindern. Wieso schickt ihr dann Polizei auf die Straßen, die genau das beweisen wollen, dass in Magdeburg das gleiche möglich sein könnte wie in Dresden:

  • Ein breites Bündnis gegen Nazis in dem auch Blockierer Platz haben!?

Ein Großteil der Magdeburger verschließt seine Augen vor der Realität, vergnügt sich auf einer Meile, zählt die Zuschauer als Demonstranten und meint damit „irgendein“ Zeichen gesetzt zu haben. Das habt ihr vielleicht auch: Das es euch egal ist, wenn ihr die Stadt den Nazis überlasst, die sich doch nur über eure komische Meile totlachen und sich freuen, dass nur 300 Demonstrantinnen versucht haben sie zu stoppen. Mit 6300 wäre das vermutlich kein Problem. Dann dürfte der OB auch sagen, dass sie es verhindert haben – was angeblich unmöglich war. Unmöglich offenbar nur in Städten wie Magdeburg, wo echte Demokraten kriminalisiert werden, während falsche Demokraten sich selbst feiern.

Typisch für die Magdeburger Sichtweise wohl diese Videos und die Kommentare der Filmer:

Oder er hier:

Und sowas kommt dann dabei heraus:

Und wenn die Nazis euren Landtag besetzen wollen, räumt ihr den dann auch? Wäre ja logisch. Dann könnt ihr ja wieder auf eurer Demokratiemeile spielen gehen.

Nix gerlent aus der Geschichte…. Nehmt euch mal ein Beispiel an anderen Städten! Nächstes Jahr! Kritik an dieser Stelle aber auch an der bundesweiten Antifa, die zwar zu Dresden mobilisiert wie nix gutes, aber Magdeburg fast gänzlich unerwähnt lässt. Dazu möchte ich mich selbst von Twittern zitieren:

Korrektur: Füßte->Füße

Naziaufmarsch in Magdeburg: Die Politik hat versagt

Naziaufmarsch in Magdeburg stoppen!

Da es letztes Jahr nicht so erfolgreich war wie in Dresden möchte ich dieses Jahr, wenn ich denn schon nicht selber hinfahre, etwas dazu beitragen, dass dieses Jahr in Magdeburg erfolgreich und effektiv blockiert wird. Dazu bedarf es vor allem auch Masse an Menschen. Magdeburg gilt als WarmUp für die Nazis. Das heisst, dass man in MD schon Zeichen setzen kann. Ich zitiere mal aus dem Blog (www.blockierenmd.tk):

Am 16. Januar jährt sich die Bombardierung Magdeburgs durch Alliierten im 2. Weltkrieg. Wie bereits in den vergangenen Jahren, rufen Neonazis am 15. Januar 2011 zu einem Trauermarsch auf, um ihren Geschichtsrevisionismus zu verbreiten. Dies gilt es zu verhindern! Antifaschistische Zusammenhänge mobilisieren zu verschiedenen Aktionen am 15. Januar nach Magdeburg. Das Ziel ist die Blockade des Naziaufmarsches durch direkte Aktionen und zivilen Ungehorsam.

Es gibt sogar ein Mobi-Video:

Ich sehe das so, dass Dresden recht gut organisiert und medial präsent ist, aber Magdeburg noch gar nicht. Daher möchte ich alle die das lesen aufrufen auch mal was zu dem Naziaufmarsch in Magdeburg zu Bloggen, Twittern, Weitersagen und vielleicht überlegen dort auch oder statt nach Dresden dorthin zu fahren!

NO PASARAN! {1}

Naziaufmarsch in Magdeburg stoppen!

FAZke Sarrazin

Da durfte er noch mal in der FAZ schreiben – und es wurde wieder peinlich:

Die von mir genannten Statistiken und Fakten hat keiner bestritten, mit der von mir zitierten Literatur hat sich, von wenigen Ausnahmen wie etwa dieser Zeitung abgesehen, kaum einer auseinandergesetzt, meine Sprache ist gemäßigt, beleidigt habe ich niemanden.

Zum Wahrheitsgehalt dieser Aussage alleine:

Es ist unwahrscheinlich, dass Sarrazin keine Gegenargumente im Blätterwald mitbekommen hat. Dass KEINER ist somit eine glatte, wissentliche Lüge. In keinem Faktencheck werden Sarrazins Thesen zu hundert Prozent übernommen. Bestenfalls bleibt ein: „kann man so sehen“ bei manchen Punkten.

Dieser Satz alleine reicht aus Sarrazins Ansatz zu klassifizieren: So wie er mit Kritik umgeht , ging er auch mit Statistiken und Fakten um. Er hat gelogen bis sich die Balken bogen. Aber meist hat er einfach nur nicht wirklich die Wahrheit wiedergegeben.

Sarrazin hat einige Thesen und sucht dafür INDIZIEN. Alles was dagegen sprach wurde weggelassen. Das ist nicht nur unwissenschaftlich. Den Anspruch muß er auch gar nicht erfüllen. Aber wenn man gegen Volksgruppen hetzt wie die FAZ und Sarrazin, dann sollten die Fakten wenigsten stimmen. Wenn aber die Fakten, wie bei ihm, nicht stimmen, dann kann auch sein Fazit nicht stimmen.

Und er macht einen entscheidenden Fehler: Er behauptet zwar, niemand hätte seine Fakten bezweifeln, berichtet aber doch davon: „Gleichwohl hat die beispiellose Medienkampagne mit ihren verleumderischen Zügen einen Rufschaden bei einem Teil jener Zeitgenossen produziert, die sich für das Buch und seine Inhalte nicht weiter interessierten.

Seine Behauptung ist also:

  1. Jeder unterstützt seine Fakten
  2. „Die Medien“ haben eine Kampagne gefahren ohne Rücksicht auf die Fakten.

Dabei versucht er zu vertuschen, dass die Kritik sich hauptsächlich gegen seine unhaltbaren Fakten richtete, wie z.B. der Vererbung von Intelligenz oder seinen Aussagen, auch außerhalb des Buches, dass es eine Juden-Gen gäbe.

Für viele wurde deutlich, dass weder seine Fakten stimmen, noch sein Fazit. Es wurde deutlich, dass nur der Name Sarrazin und seine ehemaligen Pöstchen davor bewahrten in einen Topf geworfen zu werden mit einem NPD-Vorsitzenden.

Sarrazin hat provoziert und provoziert nach wie vor. Davon lebt er. Er lebt auch davon, dass Leute wie ich Artikel darüber schreiben. Sein Artikel zum Jahresende wirkt denn auch eher so, dass er noch mal an sich erinnern möchte. Und die FAZ stimmt zu. Sie meint auch, dass wir noch zu wenig Rassismus haben in Deutschland. Das wir dringend mehr Anschläge auf Andersartige brauchen. Und deswegen hofiert sie Sarrazin.

Sarrazin greift in seinem Artikel auch immer wieder nach Goethe-Zitaten. Der kann sich noch weniger wehren, als die von ihm im Buch Diffamierten. Goethe wäre also wie Sarrazin, würde er heute leben. Wer glaubt das schon?

Und dann kann er auch eine handvoll derjenigen aufzählen, die ihm zustimmten auf der Straße, wie:

Der deutsche Taxifahrer, der mich in Duisburg zum Bahnhof fuhr. Er erzählte: „Die meisten Taxikonzessionen in Duisburg gehen mittlerweile an Türken, die bieten die höchsten Preise. Und im Duisburger Taxifunk wünscht man den Taxifahrern mittlerweile alles Gute zum Opferfest, anstatt zu den Weihnachtstagen.“

Ja wirklich schlimm wenn im deutschen Taxifunk auch mal andere Religionen erwähnt werden. Wo wir doch hier eine Staatsreligion haben. Oder was? Gerade diese Zitate beweisen, wen seine Thesen ansprachen und welche dumpfen Vorurteile er genährt hat.

Vergessen wir diesen FAZke.

FAZke Sarrazin

ARD DeutschlandTrend vom 15. Oktober

das ist schon fast lustig wie offensichtlich rassistisch die Fragestellung des ARD-Deutschlandtrends war:

Achtet mal in den Interviews darauf wen sie befragen: Zunächst die „Deustchen“  – das sind für die ARD offenbar Leute mit bestimmten Aussehen – und schon mal nicht Leute die irgendwie „migrantisch/südländisch“ aussehen.

Da haben die dann auch eine ehemalige Tschechoslowakin erwischt. Aber die war ja blond?

Das Problem bei der ganzen Fragestellung ist doch, dass es in Deutschland auf einige Zeit in die Vergangenheit betrachtet kaum Menschen gibt, die nicht zugewandert sind. Man kann das Definitions-Problem nur dadurch lösen, dass man eine willkürliche Grenze zieht.

Lesen wir mal Wikipedia zum Migrationshintergrund:

Migrationshintergrund ist ein Ordnungskriterium der deutschen amtlichen Statistik zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe, die aus seit 1950 eingewanderten Personen und deren Nachkommen besteht.

Dann aber auch :  „Viele ehemalige Ausländer haben sich einbürgern lassen, sind also heute deutsche Staatsangehörige, haben aber, sofern sie nach 1949 eingewandert sind, noch immer einen Migrationshintergrund.

Ich denke diese Definition gibt keinen Sinn. Habe ich einen Migrationshintergrund? Müsste eigentlich so sein. Meine Mutter ist damals aus der Tschechoslowakei ausgesiedelt worde und war damals zunächst staatenlos. Deutsche im Sinne der Staatsangehörigkeit wurde sie erst duch das Bundesvertriebenengesetz 1953.

Aber was sagt das schon aus über Integration und Nicht-Integration? Insbesondere die deutsche Geisteswissenschaft hat sich vor allem im Nationalsozialismus sowie in der Volks- und Kulturbodenforschung bei der Typisierung von Kulturen hervorgetan. Tragende Konzepte waren dabei u.a. die Konzepte der „Volksgruppe“ und „Volksgemeinschaft“, des „Lebensraumes“, des „Kulturraum“, des „Brauchtums“, der „Gesittung“ und der „Überfremdung“. (Wikipedia: zu „Kulturkreis„)

Man kann sowas statistisch erfassen, aber es führt nicht sehr weit, bzw. ist gefährlich und tendenziell rasistisch.

Ich mochte den Begriff „Migrationshintergrund“ noch nie. Er erinnert an „Kriminalitätshintergrund“. Und wer bei Google sucht findet auch oft Sätze wie „Migrantenfamilien mit potentiellen Kriminalitätshintergrund“ oder „Migranten mit Kriminalitätshintergrund„.

Im Grunde ist Migrationshintergrund eine verschlüsselter Code für „Kriminelle Ausländer“, so wie damalsSarah Palins „Hockey Mams“ als Code für den Ausschluss afroamerikanischer Familien aus Palins Definition „echter Amerikaner“ verstanden wurde. Wenn man Fragen stellt muss man sich auch die Frage stellen, warum man sich diese stelt und keine anderen – und ob die Definition, die man anlegt überhaupt greifbar ist.

Wahr ist, dass unter der Prämisse das alle Menschen gleich sind eine erzwungene Trennung der Menschen in Gruppen rein willkürlich sein MUSS. Es fängt bereits damit an, warum zwei 5jährige Kinder, die beide in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, unterschiedliche Rechte haben – und das eine mit seiner Familie abgeschoben werden kann während es bei der anderen Familie ein Verbrechen wäre dies zu tun? Für die jeweiligen Kinder ist es gleich – beide sind gleich integriert – das Kind mit migrantischem Hintegrund vielleicht sogar mehr als das „rein deutsche“. Integriert im Sinne von sozial anerkannt, Freundschaften,…

Es geht hier nämlich gar nicht um Integration – es geht darum, dass man aus rassistischer Motivationen einen Grund sucht um „Ausländer“ zu bestrafen – abzuschieben oder ihnen Maßnahmen aufbrummen zu können. Dabei wird immer von einer Trennung von „WIR“ und „DIE“ ausgegangen. Der Deutsche an der Kasse, der alle Ausländer schlecht behandelt muss dabei nicht mit derartigen Strafen rechnen.

Die Integrationsdebatte säht nur Zwietracht so wie sie verläuft – und somit verhindert sie die Integration. Ergo ist die Integrationsdebatte auch nur ein Platzhalter oder Ventil für dumpfen Rassismus. Den kann man dann in verschiedene Begriffe kleiden oder verschleiern.

Nun zu den Problemen: Ich habe in meinem Leben viel mit Ausländern – oder Deutschen – wie auch immer man es definieren will – zu tun gehabt. Ich denke dass es einige Dinge gibt, die problematisch sind. Ich habe z.B. bei meiner Führerscheinausbildung die ic erst vor wenigen Jahren gemacht habe erfahren, dass Menschen die kein Deutsch sprechen das dreifache Bezahlen müssen für Lehrmaterial. Dann können sie dem Unterricht schlecht folgen. Das Ende ist, dass für jemand aus Arabien der Führerschein meist VIEL teurer wird als für diejenigen, die gut deutsch können. Ich sage jetzt nicht Migranten oder Nicht-Migranten. Denn darum geht es nicht – auch andere Menschen haben Probleme den Führerschein zu machen weil sie schlecht deutsch können – auch wenn ihre Vorfahren seit Jahrhunderten hier leben. Das macht einfach keinen Unterschied.

Es gibt also nur ganz konkrete Probleme von Menschen in Deutschland. Das sich Ausländer leicht zusammenfassen lassen, weil sie oft (aber eben nicht immer!) anders aussehen kann kein Kriterium sein. Es gibt eben Menschen in Deutschland die rein äußerlich nach unseren Vorurteilen ganz eindeutig einen migrantischen Hintergrund hätten-abe rnach allen Definitionen ihn eben nicht haben! (also sagen wir Einwanderung der Eltern erfolgte vor 1949 und der Hintergrund spielt keine Rolle mehr in der Familie als Integrationshemmnis)

Für viele Deutsche spielt es aber gar keine Rolle was die Fakten sind – für ARD-Reporter z.B. die offenbar davon ausgehen das alles was blond ist deutsch ist und alles was „südländisch“ aussieht immer migrantisch ist. Wir reden hier also über Vorurteile. Vorurteile aber sind Haupthindernis für Integration. Also in dem Bemühen über Integration eine Umfrage zu starten und Aufklärung zu erlangen gehen die Auflärer auf die Straße und verhalten sich wie Rassisten – ohne es zu bemerken sage ich jetzt mal. Denn Rassismus ist ganz normal in Deutschland. Er wird sogar in der Schule gelernt, vor allem im Geschichtsunterricht – in dem Wüssen über manchen „Kulturkreise“ ausgeschlossen wird. Wer von euch hat z.B. in der Schule etwas über chinesische oder indischer oder afrikanische Geschichte gelernt – mal abgesehen von: „Alexander der Große war auch mal fast in Indien“?

Nun sagte man mir in der Schule damals, dass das uns ja nicht interessieren würde. Heute aber höre ich wir seien eine globalisierte Welt. D.h. wir können es uns leisten weltweit Waren zu verkaufen – aber unsere Kindern lernen NICHTS über zB. die großartigen Errungenschaften der chinesischen Zivilisation. Zu meiner Zeit spielte Afrika erst eine Rolle als es kolonisiert wurde. Da Afrika die Wiege der Menschheit ist kann man das nur als Ignoranz bezeichnen. Hier im Geschichtsunterricht wurde und wird Rassismus und kulturelle Intoleranz vermittelt – wie in vielen anderen Staaten der Welt. Der Lehrplan orientiert sich da immer noch an klassisch-humanistischen Bildungsideal – die Antike als unser Bezugspunkt. Die Schule lehrt uns das alles was außerhalb unseres Kulturkreises war unwichtig und wertlos ist. Und dann wundert sich die Gesellschaft das aus der Schule Schüler entspringen die einem Afrikaner nicht genug respekt entgegenbringen? Ihr habt sie doch dazu ausgebildet so zu denken!

ARD DeutschlandTrend vom 15. Oktober