Auslandskorrespondenten ein überkommenes System?

Die Grundidee von Auslandskorrespondenten finde ich ja gut. Nur wenn man im Fernsehen hört, was die sagen, so sind das meist Fakten, die sowieso bekannt sind, wozu niemand vor Ort (z.B. aktuell in Griechenland) sein muss. Als Fakten wie, wo welche politischen Gespräche stattfinden und was die griechischen Medien berichten.

Unter dem Strich scheint der Lokalkolorit primär durch auf der Straße gesammelte O-Töne der Bevölkerung zu kommen. Es gab Zeiten ohne Internet und unzuverlässigen Telefonleitungen. Da waren Auslandskorrespondenten wohl unverzichtbar. Unverzichtbar sind sie wohl immer noch, aber gefühlt tun sie nicht das, was sie tun könnten oder sollten. Das wären Berichte, die man nur vor Ort machen kann. Fakten, die man nicht aus den Medien selbst oder durch Pressemitteilungen erfahren kann. Das was wir zu hören bekommen scheint mir eben, außer der O-Töne, jeder halbwegs ausgebildete Journalist von einem Schreibtisch in Deutschland aus recherchieren zu können. Man kann heute sogar das Livebild künstlich jedem Journalisten in den Rücken projizieren.

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