Gentrifizierungsdiskurs äußerst verwirrend

Was die Gentrifizierungs zu fordern scheinen ist, dass im Wohnungsmarkt die Marktgesetze des Kapitalismus ausgesetzt werden.

Zitat Holm in der TAZ:

Eine soziale Wohnungspolitik ist nur gegen die Marktlogik durchzusetzen und müsste zuallererst das Spekulieren auf Mietsteigerungen unterbinden.

Ich würde dabei schon den Begriff der Sozialen Wohnungsbaupolitik hinterfragen. Der Begriff suggeriert, dass es im Kapitalismus Inseln des Sozialen geben könne – sozusagen ein Kapitalismus 2.0 . Ein Kapitalismus ohne die negativen Auswirkungen, die für ihn charakteristisch sind.

Jüngst warnte die Allianz vor der Immobilienblase in Deutschland, die auch für die Steigerung der Mieten verantwortlich sein wird. Das sind die zwei Seiten der gleichen Medaille. Den Kapitalismus in seinem Lauf aufhalten, wird aber nicht eine etwas sozialere Wohnungspolitik, irgendwelche Gaga-Flashmobs, Aufkleber oder Demonstrationen gegen hohe Mieten.

Ganz einfach deshalb, weil es innerhalb der herrschenden Logik gar keine Alternative gibt. Insbesondere ist weit und breit kein wirksamer Widerstand zu erkennen. Die Anti-Gentrifizierungsbewegung sorgt m.E. lediglich dafür, dass sich viele Leute an zeitlich befristeten Symptomen abarbeiten ohne dagegen einen wirksamen Hebel zu haben. Aus meiner Sicht lediglich eine weitere Mode der Linken, die sicher noch ein paar Jahre überleben kann, ohne Erfolge erzielt zu haben.

Gentrifizierungsdiskurs äußerst verwirrend

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