Umverteilung Griechenland

Es ist schon lustig, wie hier argumentiert wird. Die Griechen selbst werden bis zum Umfallen zur Kasse gebeten, gleichzeitig wird was eine Beteiligung an den Schulden behauptet, dass eine Beteiligung von „Privaten“ rein freiwillig bleiben müsse.

Der einzelne Grieche hat wohl kaum eine Wahl. Das ist ja gerade das Problem. Das Risiko der Griechen und nun auch der Rest der Europäer tragen die doppelte Last:

  1. Direkt durch Kürzungen und Entlassungen
  2. Dadurch, dass sie alleine das Risiko tragen und nicht die Verursacher der Krise, die Banken.

Es ist lustig, das immer noch behauptet wird, dass der griechische Staat Hauptverursacher der Krise sei. Hautpverursacher ist natürlich der Kapitalismus und seine Finanziers (die Banken). Die gehen derzeit alles andere als leer aus, sondern verdienen an den Schulden derzeit prächtig und vollkommen ohne Risiko.

Warum man ausgerechnet die Verursacher und diejenigen, die als einzige profitieren von einer Beteiligung ausnehmen will? Das ist der heutige Kapitalismus: Gewinne privatisieren, Risiken und Schulden vergesellschaften. Genau daher kommen die griechischen Schulden. Die ständige Herabstufung Griechenlands wirkt dabei auch noch wie eien selbsterfüllende Prophezeiung. Griechenland – und damit primär die Griechen selbst – udn davon natürlich am ehesten die, die am wenigsten haben, werden am meisten zur Kasse gebeten, während die Profiteure es sich aussuchen können, ob sie helfen oder nicht.

Zur Zeit führt der Kapitalismus einen unerbittlichen Finanzkrieg gegen Griechenland, weil sie sich nicht an die Regeln gehalten haben. Das ist allerdings alles andere als lustig und kostet Menschenleben. Das politische Klima verschiebt sich derzeit massiv nach rechts – und wendet sich zunehmend gegen EinwanderInnen. Die Schuld wird so eben nach unten weitergegeben. Leider erscheinen die Proteste der Griechen derzeit relativ richtungslos und uneffektiv. Es fehlt die nötige Radikalität und Konkretheit von Worten und Taten. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die griechische Militärdiktatur viele kritische soziale Bewegungen unterdrückt hatte. Die Täter sitzen teilweise immer noch in Politik, Militär und Polizei.

Was heute in Griechenland passiert, das passiert ansatzweise jetzt schon in Spanien und Portugal. Auffälligerweise alles Neumitgliedstaaten von 1981 und 1986! Wobei auch Italien und Irland am wackeln sind – udn wer weiß wer noch alles.

Die Politiker versuchen die Krise dadurch zu lösen, dass sie eine stärkere Umverteilung von Vermögen von Unten nach Oben vornehmen. Das kann und darf aber nicht die Lösung sein. Weder wegen des Verursacherprinzips, noch weil man natürlich unten am wenigsten holen darf. Daher müßte es hier einen Einschnitt in der Politik geben. So wie es läuft, kann es nicht weiter gehen!

 

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