Guttenberg: Die Schwarze Null ist nicht weiter teilbar

Der Herr Doktor ist am Ende mit seinem Latein. Es hat sich ausgeguttenbergt! Am Anfang dachte ich ja noch das wäre eine erste coole Aktion – mal was Illegales. Aber auf der anderen Seite ist es echt billig. Es ist auch zu schön zu beobachten, wie die heisse Luft entweicht aus der „Schwarzen Null“ – oder wie andere sagen dem „Plagiator“.

Was ich wenig verstehe ist das Zögern mit einem Urteil seitens vieler Kritiker. Welche gute Erklärung soll es denn für mittlerweile über 80 Stellen geben, die er zitiert hat ohne Quellenangabe? Bei Alkohol am Steuer wartet man ja auch nicht bis man die Erklärungen desjenigen hört. Ja klar, Schuldig ist er erst wirklich ganz am Ende.

Aus meiner Sicht ist klar, dass er untragbar ist. An Politiker in dem Rang muss einem besonders hohen Anspruch standhalten. Mein Gotte wie schwer tun sich einige Leute auf ehrlichem Wege Leistungsnachweise auf Zetteln zu bekommen. Wenn der bleibt wäre das, als wenn man der großen Masse den Finger zeigt und sagt: „So ein Von und Zu darf sich halt als Adliger alles leisten!“.

Klar ist das oft so. Aber wollen wir das Gutheissen? Nö! Nicht zuletzt wenn man sieht wie hart die Bundesregierung sonst gegen Teenager vorgeht, die sich malne neue Bravo-CD aus dem Internet besorgen. Ist jetzt Urheberrecht wichtig oder nicht liebe Bundesregierung?

 

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Guttenberg: Die Schwarze Null ist nicht weiter teilbar

5 Gedanken zu “Guttenberg: Die Schwarze Null ist nicht weiter teilbar

  1. party schreibt:

    Sie kennen dt. Juristen und bes. Rechtsadvokaten nicht, da heißts dann: Schuld ist meine Sekretärin etc.

    G´s Reaktion zeigt nur, daß er kein dt. Jurist ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit, daß er seine „summa cum laude“-Diss.iur. hat schreiben lassen.

    Außerdem gehts nicht ums UrhSchG. Sondern darum daß jeder Doktorand bei Abgabe der Diss. eidesstattlich zu erklären hat, er habe „selbständig“ den Text verfertigt etc., da gibts eine jur. Formel, die dazu da ist, im gavierenden Klaufall den Dr.-Titel wiederabzuerkennen …

    Herr Pfennig – warum äußern (auch) Sie sich öffentlich zu Sachverhalten, von denen Sie höflich gesagt wenig verstehen?

    1. Ich glaube schon das ich etwas davon verstehe. Sie täuschen sich z.B., wenn Sie meinen,dass es nicht ums UrhG ginge. ich verweise auf § 63 Paragraph 1: „(1) Wenn ein Werk oder ein Teil eines Werkes in den Fällen des § 45 Abs. 1, der §§ 45a bis 48, 50, 51, 53 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 und Abs. 3 Nr. 1 sowie der §§ 58 und 59 vervielfältigt wird, ist stets die Quelle deutlich anzugeben. Bei der Vervielfältigung ganzer Sprachwerke oder ganzer Werke der Musik ist neben dem Urheber auch der Verlag anzugeben, in dem das Werk erschienen ist, und außerdem kenntlich zu machen, ob an dem Werk Kürzungen oder andere Änderungen vorgenommen worden sind. Die Verpflichtung zur Quellenangabe entfällt, wenn die Quelle weder auf dem benutzten Werkstück oder bei der benutzten Werkwiedergabe genannt noch dem zur Vervielfältigung Befugten anderweit bekannt ist.2“ Ich denke nciht, dass es sich beim Übernehmen von über 80 Teilen anderer Werke noch um Fair Use handelt. Wieso beschuldigen Sie andere Leute keine Ahnung zu haben, wenn Sie selber keine haben? Oder ist das der Grund?

  2. Party schreibt:

    @Pfennig

    Bitte künftig genau lesen: „wenig verstehen“ schrieb ich, Sie hingegen haun gleich auf mich drauf mit: „keine Ahnung“ … KÜNFTIG BITTE GENAU LESEN, DANN DENKEN, DURCHATMEN UND ERST DANN KOMMENTARE BEANTWORTEN.

    1. Das ist doch jetzt kleinkariert. Sind Sie etwa Jurist? 😉 „Wenig“ oder „Keine“ ist ja aus der Distanz kaum ein Unterschied. Wieviel Ahnung jemand tatsächlich hat, kann man nicht wissen ohne jemanden wirklich gut zu kennen. Insofern betrachte ich „wenig“ als quasi Synonym für „keine“. Mit Fehlerquote. Who cares? Ist ja keine Doktorarbeit hier.

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