FAZke Sarrazin

Da durfte er noch mal in der FAZ schreiben – und es wurde wieder peinlich:

Die von mir genannten Statistiken und Fakten hat keiner bestritten, mit der von mir zitierten Literatur hat sich, von wenigen Ausnahmen wie etwa dieser Zeitung abgesehen, kaum einer auseinandergesetzt, meine Sprache ist gemäßigt, beleidigt habe ich niemanden.

Zum Wahrheitsgehalt dieser Aussage alleine:

Es ist unwahrscheinlich, dass Sarrazin keine Gegenargumente im Blätterwald mitbekommen hat. Dass KEINER ist somit eine glatte, wissentliche Lüge. In keinem Faktencheck werden Sarrazins Thesen zu hundert Prozent übernommen. Bestenfalls bleibt ein: „kann man so sehen“ bei manchen Punkten.

Dieser Satz alleine reicht aus Sarrazins Ansatz zu klassifizieren: So wie er mit Kritik umgeht , ging er auch mit Statistiken und Fakten um. Er hat gelogen bis sich die Balken bogen. Aber meist hat er einfach nur nicht wirklich die Wahrheit wiedergegeben.

Sarrazin hat einige Thesen und sucht dafür INDIZIEN. Alles was dagegen sprach wurde weggelassen. Das ist nicht nur unwissenschaftlich. Den Anspruch muß er auch gar nicht erfüllen. Aber wenn man gegen Volksgruppen hetzt wie die FAZ und Sarrazin, dann sollten die Fakten wenigsten stimmen. Wenn aber die Fakten, wie bei ihm, nicht stimmen, dann kann auch sein Fazit nicht stimmen.

Und er macht einen entscheidenden Fehler: Er behauptet zwar, niemand hätte seine Fakten bezweifeln, berichtet aber doch davon: „Gleichwohl hat die beispiellose Medienkampagne mit ihren verleumderischen Zügen einen Rufschaden bei einem Teil jener Zeitgenossen produziert, die sich für das Buch und seine Inhalte nicht weiter interessierten.

Seine Behauptung ist also:

  1. Jeder unterstützt seine Fakten
  2. „Die Medien“ haben eine Kampagne gefahren ohne Rücksicht auf die Fakten.

Dabei versucht er zu vertuschen, dass die Kritik sich hauptsächlich gegen seine unhaltbaren Fakten richtete, wie z.B. der Vererbung von Intelligenz oder seinen Aussagen, auch außerhalb des Buches, dass es eine Juden-Gen gäbe.

Für viele wurde deutlich, dass weder seine Fakten stimmen, noch sein Fazit. Es wurde deutlich, dass nur der Name Sarrazin und seine ehemaligen Pöstchen davor bewahrten in einen Topf geworfen zu werden mit einem NPD-Vorsitzenden.

Sarrazin hat provoziert und provoziert nach wie vor. Davon lebt er. Er lebt auch davon, dass Leute wie ich Artikel darüber schreiben. Sein Artikel zum Jahresende wirkt denn auch eher so, dass er noch mal an sich erinnern möchte. Und die FAZ stimmt zu. Sie meint auch, dass wir noch zu wenig Rassismus haben in Deutschland. Das wir dringend mehr Anschläge auf Andersartige brauchen. Und deswegen hofiert sie Sarrazin.

Sarrazin greift in seinem Artikel auch immer wieder nach Goethe-Zitaten. Der kann sich noch weniger wehren, als die von ihm im Buch Diffamierten. Goethe wäre also wie Sarrazin, würde er heute leben. Wer glaubt das schon?

Und dann kann er auch eine handvoll derjenigen aufzählen, die ihm zustimmten auf der Straße, wie:

Der deutsche Taxifahrer, der mich in Duisburg zum Bahnhof fuhr. Er erzählte: „Die meisten Taxikonzessionen in Duisburg gehen mittlerweile an Türken, die bieten die höchsten Preise. Und im Duisburger Taxifunk wünscht man den Taxifahrern mittlerweile alles Gute zum Opferfest, anstatt zu den Weihnachtstagen.“

Ja wirklich schlimm wenn im deutschen Taxifunk auch mal andere Religionen erwähnt werden. Wo wir doch hier eine Staatsreligion haben. Oder was? Gerade diese Zitate beweisen, wen seine Thesen ansprachen und welche dumpfen Vorurteile er genährt hat.

Vergessen wir diesen FAZke.

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