Rezensionen kann man auch selber schreiben…

Durch einen Link wurde ich darauf aufmerksam, dass Roberto DeLapuente auch mal ein Buch („Unzugehörig“) geschrieben hat. Bei Amazon fand ich eine Rezension. Der User hieß „abc“ und schrieb nur diese eine Rezension.

Beim Lesen des Textes dachte ich: Das klingt verdammt wie DeLapuente selbst. Dann viel mir das neue FAZ-Werkzeug ein und ich verglich die Rezension mit einem seiner neuen aber ähnlich klingenden Texte. Ergebnis: Die FAZ-Maschine sagt zu beiden Texten das gleiche (wie ich erwartet hatte). In dem Fall wie: „Georg Wilhelm Friedrich Hegel“. Ein Zufall? Vielleicht. Andere Texte führen durchaus zu anderen Ergebnissen. Aber etwas anderes fällt dort auch auf: Es gibt ganze 2 Kommentare – der eine fordert kritisch zur Lektüre des Blogs auf und wurde downgevotet, so dass er nicht angezeigt wird. Der andere fordert zum Kauf des Buches auf und wurde als allgemein hilfreich gevotet.

Weiterhin auffällig ist in der Rezension dieser Satz „Alle Texte wurde für die Buchausgabe nochmals sorgfältigst überarbeitet und ergänzt, so dass sich ein Kauf allemal lohnt.“ Das deutet darauf hin, dass der Rezensent darüber bescheid weiss, wie das Buch vorbereitet wurde. Das können nur der Verlag selbst, der Autor oder Freunde wissen, sofern dieses Faktum nicht vorher veröffentlicht wurde. Auf binsenbrenner.de rezensierte Christian Klotz das Buch inklusive Link zu Amazon und verwies zusätzlich auf eine weitere wohlmeinende Rezension von Frank Benedikt auf spiegelfechter.de (dort sind auch die Kommentare vielsagend). Da ist die Männerclique also mal wieder zusammen – wie es so oft unter Bloggern läuft – man stützt sich gegenseitig – von kritischer Distanz bei den Rezensionen ist weit und breit nichts zu lesen. Ist man im wirklichen Leben noch so bedeutungslos und die eigenen Ergüsse noch so belanglos – hier bestätigen sich Webfreunde gegenseitig wie toll sie sind. Auch Margareth Gorges als Web-Freundin von DeLapuente sekundiert mit einer positiven Rezension im Freitag(Zitat: „Roberto J. de Lapuente mit seinem Blog ad sinistram ist der Aufklärer des neuen Jahrtausend“) . Dann noch Markus Vollack („epikur“) von Zeigeistlos, der hier einen Co-Blogger auf ihrem Blog rezensiert /Zuvor ein Interview in zeitgeistlos mit DeLapuente). Und noch Stefan Sasse, der übrigens auf im Spiegelfechter schreibt(Zitat: „Oftmals spürt man die Anleihen beim Stil großer Autoren wie Camus, Marcuse, Orwell und Sartre.“(die würden sich im Grabe umdrehen!). Über die Motivation der Herren und der Dame sagt dieses Zitat von Benedikt in den Kommentaren so einiges:

So steht es auch bei mir drüben im Blog geschrieben, aber da Jens “Affiliate” ist und für all die Arbeit auch was (sind eh nur Kleinbeträge) verdienen soll, steht hier halt der Amazon-Link drin. Kuck mal, das ist simple Interessenabwägung – Jens muß was verdienen, damit er vor allem auch hier weiter hochqualitative Artikel schreiben kann, Roberto muß was dazu verdienen, damit er weiter so wuchtige Sachen schreiben kann und Jork, der Verleger, muß was verdienen, damit er sich weiter den “Luxus” leisten kann, eigenwillige und non-konforme Autoren verlegen zu können. Das ist das leidige Lied vom Geld, und wenn alle solidarisch spenden würden für derlei Arbeit(!), wären wir nicht gezwungen, gelegentlich auch was zu verkaufen oder Werbung zu schalten.

Wer sich im übrigen die Blogroll der Herren anschaut findet weitere Indizien dafür, dass man von den Rezensionen und Aktivitäten nicht viel kritische Distanz erwarten kann. Es handelt sich dabei wohl eher im eine Meinungs-Seilschaft?

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Rezensionen kann man auch selber schreiben…

21 Gedanken zu “Rezensionen kann man auch selber schreiben…

  1. Herr Thilo Pfennig,
    guten Tag:

    Auch in der ganzdeutschen Netzwelt ist gut gemeint meist das Gegenteil von gut, mehr noch: was ich hier, inzwischen nur noch ab+an und bald noch seltener im Bergerblog („Spiegelfechter“), auch im Binsenbrenner und auf Isis-Welt lese (und was Herr Lapuente ins Netz stellt les ich schon seit Wochen nicht mehr) das erinnert mich bestenfalls an MUCH ADO ABOUT NOTHING („Viel Getuh um nix“). Und um Ihre Kritik an der Rezensionspraxis von Lapuente nur mal aspekthaft handlungswissenschaftlich zu kommentieren: Wärs so, daß L. Autorezensionen ins Netz stellte, zeigte das nur seine netzkommunikative Isolation, vulgo: er muß es sich halt selbst besorgen;-)

    Viel wichtiger als was da im angeblichen oder wirklichen Piraten(netz)werk ums sogenannte „Piratenweib“ (Frau Debus) lief & läuft in Sachen Urheberschaft eines satirischen Netzttextes ist meiner Erfahrung nach was inzwischen international renommierte (Wissenschafts-) Verlage wie Springer (Berlin-N.Y. etc.), Dunker & Humblot (Berlin-N.Y. etc.) und weitere seit Jahren veranstalten: Ich selbst hab´s vorm guten Jahr eher zufällig bemerkt, dann aufwändig nachrecherchiert und dazu als seit Jahrzehnten zweisprachig, dt.-engl. publizierender, Freier Wissenschaftsjournalist und Betroffener/Geschädigter einen Kurzbericht erarbeitet, der Anfang 2010 auf zwei unabhängigen Netzseiten (http://www.forced-labour.de/ und http://eingreifendes-denken.net ) onlinepubliziert wurde und den ich hier (auch weil viele Netzsufer meinen, sie könnten HIV+ werden, wenn sie „fremde“ Seiten anklickten;-) nicht nur verlinke. Sondern als Dokument mit Links angehänge.

    Das halbe Dutzend wissenschaftlicher und Fachzeitschriften, denen mein Text zum Druck vorlagt, reagierte (wie DFG-„forschung“) entweder gar nicht oder hatte wie zwei gewerkschaftliche Verbandszeitschriften schlicht – und vermutlich „aus Gründen“ – ANGST, diesen Text drucken zu lassen, auch meine Interessensorganisation VG WORT, der ich seit Jahrzehnten als Mitglied der GRUPPE III WISSENSCHAFT angehöre, winkte ab. Und der von mir gebetene Hochschullehrer, den ich vertraulich bat, mich gegen den Verlag und dessen doppelte Ausbeutungspraxis rechtlich zu vertreten, verstand freilich alles einschließlich der nachhaltigen (und nicht nur finanziellen Konsequenzen) für den Sozialtyp des hier von mir verkörperten Autors als „unmittelbaren Produzenten“ (Karl Marx), konnte aber, weil auch als Richter ehrenamtlich tätig, das Mandat nicht annehmen …

    Soweit mal und so informativ wie engagiert aus meiner (Autoren-) Perspektive und zum aus meiner Sicht fiktiven Urheberschutz für Freie Autoren und der Schwindelpackung „open access“.

    Freundliche Grüße

    Richard Albrecht, 18. 10. 2010
    eingreifendes.denken@gmx.net
    http://eingreifendes-denken.net
    http://ricalb.files.wordpress.com/2010/10/cv1.pdf

    ANHANG
    (DOKUMENT)

    „Closed Access
    Expropriation (Enteignung) und Exploitation (Ausbeutung) sind immer konkret
    Richard Albrecht

    Seit meinem ersten größeren Aufsatz in einer linksakademischen Zeitschrift (1972) habe ich als historisch arbeitender Sozialwissenschaftler unter meinen Namen bis Ende 2009 etwa zwei Dutzend Bücher sowie einige Broschüren und CD-Roms und, ohne Nachdrucke und/oder Mehrfachverwertungen zu zählen, mindestens 750 weitere Texte veröffentlicht . Ich bin seit Mitte der 1980er Jahre auch einer der (soweit ich weiß derzeit insgesamt 51 Mitglieder umfassenden) Gruppe III: Wissenschaft der VG WORT und im Gegensatz zum geschätzten Meisterdenker G.W.F. Hegel nicht der Auffassung, daß „die Wahrheit immer konkret“ ist, sondern meine vielmehr: Die Wahrheit ist immer banal.

    Es ist so wahr wie banal, daß zwei meiner deutsch(sprachig)en Zeitschriftenaufsätze der Jahre 1989 [und] 1995 aus dem Forschungsfeld: Exil im allgemeinen und Carl Zuckmayer als „Halbemigrant“ im besonderen ohne mein Wissen im Netz für jeweils 40-US-Dollar bei eintägiger Nutzung angeboten wurden – ohne daß ich als Autor und, seit 1990 und 1996, alleiniger Rechteinhaber beider Texte bis heute dazu gefragt wurde. Ich habe bis heute auch weder einen Pfennig noch einen Cent und schon gar keinen US-Dollar erhalten.
    Im übrigen waren meine Carl-Zuckmayer- und Exil-Forschungen zu keinem Zeitpunkt mit öffentlichen Mitteln, also etwa durch US-Dollar, €uro oder DM, geförderte Forschung – im Gegenteil: Als Wissenschafts-, Recherche- und Qualitätsjournalist habe ich als historisch arbeitender Sozialwissenschaftler diese „Strecken“ meiner Forschungsstudien aus eigner Tasche („on me own pocket“) bezahlt und dafür Teile meiner Rundfunkhonorare als „free-lancer“ verwandt. Und gerade weil es, als es verdammpt nötig war, öffentliche Forschungsmittel im Arbeitsfeld ´deutsch(sprachig)e Emigration nach 1933´ zu erhalten, nicht möglich war, auch nur einen DFG-Pfenning zu erhalten, habe ich unterm Titel „EXIL-FORSCHUNG – KONKRET. ODER BLICK ZURÜCK IM ZORN“ im Nachwort zu meinen 1988 auch in Buchform erschienenen „Studien zur deutschsprachigen Emigration nach 1933“ von DM- und US-Dollar-vermittelter wirksamer „Forschungsverhinderung“ gesprochen …

    © Autor (2010)
    Dr. habil. R. Albrecht, PhD.“

    Quelle/Netzlinks
    (Dort alle Belege in Form von Netlinks)

    http://ricalb.files.wordpress.com/2010/02/closed-access1.pdf
    http://www.forced-labour.de/wp-content/uploads/2010/02/richard-albrecht-closed-access.pdf

  2. Hm, interessant recherchiert, aber was willst du uns damit sagen?

    Die aufgezählten Autoren sind alle mit Roberto befreundet (mehr oder weniger, ich persönlich kenne die Verhältnisse nicht richtig) und natürlich erwarte ich dort keine große Zerreiße des Buches. Aber besonders bei Robertos Buch kann man sich vor dem Kauf ja selber ein Bild auf seinem Blog machen, ob es einem gefällt oder nicht. Die Rezesionen können also neugierig auf das Buch machen oder eben nicht.

    Und wenn du eine negative (oder von mir aus objektive) Kritik willst, musst eben du sie schreiben. Oder wie ist dein Fazit?

    Grüße
    Julian vom ZG-Blog

    1. Ich halte nicht viel von Gefälligkeits-Kritiken. Wenn man mir das Buch zuschickt würde ich eine eherliche Kritik schreiben. Sofern es nicht unzumutbar ist es zu lesen. Was ich befürchte, wenn ich DeLapuente seinen Stil so lese. eine Rezension macht ja nur dann Sinn, wenn sie einen anderen Blickwinkel hat. Wenn ich den Eindruck habe, dass es hier nur ums Geld geht oder einem Freund einen Gefallen zutun, dann halte ich das Vorgehen das hier gezeigt wird für unehrenhaft, bzw. betrügerisch.

  3. Meine Rezension ist keine Gefälligkeitskritik, sondern eine Buch-Empfehlung. So wie viele andere, mögen wir Robertos Blog und sein Buch, wo ist dann das Problem eine Buchempfehlung oder meinetwegen eine „positive Kritik“ zu schreiben, um einem Nachwuchsautor ein wenig unter die Arme zu greifen? Und reich wird Roberto mit seinem Buch ganz sicher nicht.

    Wenn Du sein Buch -oder gar ihn persönlich- nicht magst, dann sag es! Ich mag auch nicht jeden.

  4. U. Basfeld schreibt:

    Wer seinen Buchkonsum von Rezensionen abhängig macht, bleibt wohl besser beim Lesen der Bildzeitung, auf dass er seinen Geist nicht überfordere. Jede Rezension, jede Interpretation ist subjektiv und ich fahre doch immer am Besten damit, mir meine eigene Meinung zu bilden. Das habe ich getan und mir gefällt „Unzugehörig“ ausgesprochen gut, gerade aufgrund des Schreibstils des Herrn De Lapuente. Mag sein, dass Ihnen dieser Stil nicht gefällt, es steht Ihnen frei, sich dazu zu äußern, dann aber bitte auch mit der von Ihnen geforderten „kritischer Distanz“.

    Und dazu mal ein Beispiel: Ich habe kürzlich eine Theatervorstellung besucht, die nicht nur mir, sondern auch dem übrigen Publikum sehr gut gefiel, wie ich am nicht enden wollenden Beifall feststellen konnte. Allein dem von der örtlichen Zeitung entsandten Schreiberling gefiel die Inszenierung nicht und das tat er denn auch kund in „seinem“ Käseblatt. Hätte ich zuerst diese „Kritik“ gelesen und mich dann aufgrund jener entschieden, mir das Stück nicht anzusehen, wäre mir in jedem Fall etwas für mich und auch andere Großartiges entgangen.

    mfg

    1. Es soll sogar Premieren geben haben, bei denen die Rezensenten gar nicht anwesend waren, aber dennpoch über die Premiere schrieben. Darum gehts aber gar nicht. Was Bücher angeht – was ist denn die Funktion von Rezensionen? Ich denke dich schon, dass es mir etwas an die Hand geben soll, um zu entscheiden ob es sich lohnt ein Buch zu lesen ider nicht. Natürlich weiss ich es besser, wenn ich das Buch selber lesen. Perlentaucher.de hat das ja zur Kunst erhoben. Ich kann viel mehr Rezensionen lesen als Bücher. Und ich gebe auch keine 11 Euro einfach mal so aus, wenn ich vermute, dass mit die Lektüre gar nichts bringt. Am besten ist natürlich wenn man ein gewisses Vertrauen zum Rezensenten hat. Wenn jemand eine Rezension aus Gefälligkeit schreibt, dann missbraucht er das Vetrauen seiner Leser. Eine Renzension kann ja mehreres bewirken: Sowohl Interesse wecken als auch abschrecken. Im Bereich Film finde ich viele Rezensionen im Nachhinein sehr zutreffend. Allerdings ging es mir auch mal mit dem Lienlingsfirm von Roger Ebert so, dass ich den einfach nur gräßlich fand. Wenn man einen Kritiker einigermaßen kennt, weiß man auch, was er mag und was nicht und kann das bei der eigenen Beurteilung berücksichtigen. Gefälligkeits-Rezensionen sind auf jeden Fall aus meiner Sicht als potentieller Leser total überflüssig. Das iust ähnlich wie das Spannungsfeld zwischen Journalisten und Politikern. Ich erwarte da von Journalisten auch, dass sie Kritik üben wenn es not tut – auch wenn sie da mit einem Politiker befreundet sind.

      1. U. Basfeld schreibt:

        „Was Bücher angeht – was ist denn die Funktion von Rezensionen? Ich denke dich schon, dass es mir etwas an die Hand geben soll, um zu entscheiden ob es sich lohnt ein Buch zu lesen ider nicht […]
        Am besten ist natürlich wenn man ein gewisses Vertrauen zum Rezensenten hat.“
        Dazu mal wieder ein Beispiel:
        Meine Frau und ich lesen nahezu die gleiche Lektüre und tauschen uns auch darüber aus. Dabei stellen wir immer wieder fest, daß wir beide zwar das gleiche Buch gelesen, aber mitunter völlig unterschiedliche Interpretationsansätze bzw. völlig unterschiedliche Eindrücke gewonnen haben. Wir vertrauen einander, dennoch legen wir des öfteren gegenseitig empfohlene Lektüre aus der Hand ohne sie zu Ende zu lesen. Für mich bleibt eine Rezension subjektiv, aber wer sich daran orientieren mag und mitunter etwas Wundervolles verpassen mag, soll das gerne tun.

  5. Angel schreibt:

    #6 Basfeld

    Merkwürdige Sprache – „Schreiberling“, „Käseblatt“ – wurde das früher nicht ähnlich in einer Berliner Hauptstadtzeitung der „Kampfzeit“ ausgedrückt? (deren Titel und Herausgeber hier momentan nicht gegenwärtig sind …)

  6. Die Katze aus dem Sack schreibt:

    Glaubst Du nicht, dass einige Leserschaften, wenn sie sich schon für bestimmte Themen interessieren, solche Versteckspiele durchschauen? Selbst wenn jemand unter falschem Namen etwas Werbung für sich selbst und dem Geschafften macht, ist das doch nicht frevlig, meine ich. Ist diese Werbung dann bei mir angekommen, entscheide ich demnach selbst, wie ich nun vor meinen Mitmenschen da stehen will. Es ist doch im Grunde egal, ob ich von denen oder von euch (gibt es diese Gruppenauftrennung denn?) lächerlich gemacht werde (Konjunktiv?), weil ich für oder gegen etwas oder jemand bin. In solchen Fällen nun Dumm dazu(zu)stehen, bleibt mir selbst also nicht erspart, weder vor denen noch vor den anderen. Was soll’s also?

    Aber darum geht es mir selbst gar nicht. Da ihr euch schon gegenseitig unfair und respektlos zueinander verhaltet, macht ihr euch auch selbst unglaubwürdig, wenn es um eure jeweilig festgestellten gesellschaftlichen Zerwürfnisse geht. Ich zumindest, lasse mich so von niemandem mehr, für eigene Zwecke instrumentalisieren. Hier nicht, von Dir nicht und von niemand anderem – dafür habe ich selbst zuviel mitgemacht. Was soll’s also?

  7. Aber darum geht es mir selbst gar nicht. Da ihr euch schon gegenseitig unfair und respektlos zueinander verhaltet, macht ihr euch auch selbst unglaubwürdig, wenn es um eure jeweilig festgestellten gesellschaftlichen Zerwürfnisse geht. Ich zumindest, lasse mich so von niemandem mehr, für eigene Zwecke instrumentalisieren. Hier nicht, von Dir nicht und von niemand anderem – dafür habe ich selbst zuviel mitgemacht. Was soll’s also?

    Und Du willst jetzt, dass Kritik zwischen Bloggern nicht mehr passiert, aber mit dem gegenseitigen Zuschachern von Lesern und Geld hast Du kein Problem? Wieso nicht etwas kritisieren, was ganz offensichtlich ein verfehltes Verhalten ist? Weil wir alle uns gerne die Taschen vollstopfen würden?
    Mehr Öffentlichkeit hat diese Seilschaft ja durch die Sache mit den Abmahnungen und dem Piratenweib bekommen. Ich habe noch mal recherchiert, was denn der Spiegelfechter zu Tauss Abmahnungen schrieb: Rein gar nichts! Beweisen tut das natürlich auch nix. Jeder kann ja schreiben worüber er will. Aber ich lasse mir nicht verbieten 1+1 zusammenzuzählen und das Ergebnis transparent zu machen. Auch wenn Leute die rechnen können das selber machen können. Es ist oft erstaunlich wie viele Dinge, die offensichtlich sind nicht wahrgenommen werden.

      1. Die Katze aus dem Sack schreibt:

        Nicht „jeder“, ich schrieb „einige“. Damit meine ich eben nicht jede und jeden. Tatsächlich verstehe ich nichts von all dem hier, bemühe mich aber wirklich.

        Was soll mir der Text sagen? Das sich all die vermeintlich Bösen und Unbelehrbaren in diesem Netzwerk unter ihres Gleichen gesellen, sich gegenseitig empfehlen? Vorsicht vor denen, die wollen nur Geld und viele Leser? Wo ist der markante Unterschied zwischen all den anderen Blogs, in denen über Andere hergezogen wird (Kritik?)?

        Wie beschrieben, ich kann keine Unterschiedlichkeiten erkennen.

      2. Du siehst keinen Unterschied darin wenn Leute mit klaren Eigeninteressen Leser hinters Licht führen zu Blogs in denen einfach nur offen kritisiert wird? Ok, vielleicht ist das für Dich ja bereits normal.

  8. bottle-check schreibt:

    Hi T Pfenning

    das seh ich ähnlich wie Sie, das kann auch VERDUMMUNGSINDUSTRIE genannt werden, läuft besonders gut wenn die Verdummten sich für Durchblicker halten wie obige Katze aussm Sack;-)

    Gruß

    B-C

    1. Die Katze aus dem Sack schreibt:

      Ich schrieb: „Tatsächlich verstehe ich nichts von all dem hier, bemühe mich aber wirklich.“ Klingt das für Dich nach Durchblick haben?

    2. Die Katze aus dem Sack schreibt:

      Nein, ‚markante‘ Unterschiede erkenne ich definitiv keine. Wer versichert mir denn, dass ich hier nicht auch hinters Licht geführt werde? Ist denn geschlossene Kritik differenzierter als offene Kritik? Immerhin vermutest Du ja nur, dass sich DeLapuente seine Buchempfehlung unter anderem Namen selbst schrieb, bzw. das Freunde und Bekannte dazu herangezogen wurden.

      Ja, es ist für mich bereits vieles normal geworden und es hat etwas gedauert, diesen Zustand herzustellen. Ganz allein habe ich es jedoch nicht geschafft. Viele Menschen haben mir ja dabei geholfen. Es ist eben schwierig zu erkennen, wer es gut meint und wer nicht.

  9. bottle-check schreibt:

    #17

    Sollte ich Sie falsch zitiert haben: Entschuldige ich mich hiermit bei Ihnen dafür, daß ich Sie fälschlich als Durchblicker wertete.

    Zur Sache sage ich dreierlei: daß (a) das .de-Netz innert letzter zehn Jahre ein Tummelplatz nicht nur der Eitelkeiten, sondern auch der Feigheiten (geworden) ist, (b) daß das .de-Netz inzwischen zur nachhaltigen Verkehrung als Moment der Verdummung beiträgt und daß (c) hier besonders scheinbar herrschafts- und ideologie-kritische Blogs wie der von Herrn Berger betriebene „Spiegelfechter“ mit seiner „Hetzmeute“ (Elias Canetti) eine hervorragende Rolle spielen.

  10. Helm schreibt:

    @ Th. Pfenning

    In Köln wurde jahrzehntelang ein früherer OB so kolportiert: „Mer kenne uss, mer helfe uss“ (Konrad Adenauer), wörtlich: „Wir kennen uns, wir helfen uns“. Gemeint ist natürlich die Kleine Korruption, die bei den alten vorkölschen Römern „manus manem lavet“ und Hochdeutsch „Eine Hand wäscht die andere“ heißt.

    Soll nicht nur im Rheinland recht verbreitet sein. Und auch die wechselseitige Rezensiererei der Seilschaften soll´s schon vor gut 200 Jahren in der Weimarer Klassik gegeben haben;-)

    Gruß

    Helm

  11. […] Thilo Pfennig, als “ritinardo” im Netz unterwegs und stets auf einer Schleimspur, hat mal wieder zugeschlagen: Unter “Eigentümlich Links?” versucht er mal eben wieder, die endlich zusammenfindende Linke zu diskreditieren und den verbrannten Bloggerinnen “Piratenweib” und “Isi” in den Hintersten zu kriechen. Nicht genug damit, versucht der offensichtliche Legastheniker (nichts gegen Behinderungen!), sich auf Kosten “arrivierter” Blogs einen Namen zu verschaffen, indem er haltlos rumpöbelt und großartige Erkenntnisse verbreitet. […]

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