Piratenweib – Frei wie Anne Bonny

Piratenweib musste in den letzten Wochen – naja eigentlich schon Monate zuvor – einen sogenannten Shitstorm über sich ergehen lassen. Der Hauptgrund ist wohl, dass sie eien Frau ist – zumindest sehe ich das so. Andere beziehen ihre Aktionen vor allem auf die letzten Wochen, wo Piratenweib Seiten abgemahnt hat, die einen Text von ihr nicht gemäß der Creative Commons-Lizenzen eingesetzt haben. Sie beschriebt das hier:

Ich bin wahrlich kein Fan von Abmahnungen. Aber Lizenzen, gerade die freien, sollte man schon beachten. Denn die dienen dazu, die Freiheit des Inhalts zu erhalten. Einige Neunmalkluge haben den Sinn freier Lizenzen offenbar nicht verstanden. Wer sich über Piratenweib aufregt dem sei die Lektüre von gpl-violations.org empfohlen. Harald Welte klagt da seit Jahren gegen Firmen, die gegen die GPL verstoßen.

Hier werden Gerichte als Waffe benutzt um Freie Inhalte oder Freie Software zu schützen. Gerade im Umfeld der Piraten sind aber viele zu bräsig um Freie Kultur zu verstehen. Wer denkt dass eine Missachtung von Personen und ihren Werken total ok ist in einer möglichen Freien Kultur, der ist total auf dem Holzweg. Im Gegenteil: Dieser Respekt vor den Inhalten ist Grundvoraussetzung dass Freie Lizenzen funktionieren können.

Eine handvoll Piraten wollen nun den Ausschluss von Piratenweib erkämpfen. Begründet wird das mit einem angeblichen Verstoß gegen die Grundgedanken der Piraten. Und die wären? Verstoß gegen CC-Lizenzbedingungen zu fördern? Frauen zu diskriminieren und zu bedrohen?

Ich finde das mit den Abmahnungen nicht so wichtig. Klar kann man sich darüber streiten wie sinnvoll das ist. Es ist aber vollkommen legitim und gerechtfertigt, Hier verstehen einige nicht, dass man Freie Kultur erstreiten und verteidigen muss.

Und wie gesagt ist meine Analyse, dass es hier vor allem wieder gegen „Frau“ geht, weil die Leute eben offen oder versteckt frauenfeindlich eingestellt sind. Da sind die Abmahnungen nur ein weiterer Anlass. Piratenweib hat ja bereits länger Ärger mit den Piraten und anderen Gruppierungen – lange bevor sie irgend etwas abgemahnt hat. Ergo kann der letzte Schritt von ihr nicht Ursache sein.

Für mich beweist das wieder einmal wie wenig Ahnung Piraten von den Dingen haben, die sie sich auf die Fahnen schreiben. Teile von ihnen sind sogar  bereit Leute auszuschliessen, die für diese Ziele eintreten. Und das zu einem Zeitpunkt wo ein Bodo Thiesen noch immer Teil der Partei ist – und noch einige andere Idioten. Die Piratenpartei ist eine Partei der Dilletanten. Da gab es eine Menge Leute die schnell aufgestiegen sind – und wahnsinnig viele Mitläufer mit teilweise gruseligen Positionen. Und sie stellten sich hin und wollten uns allen erzählen wie es angeblich läuft. Dabei fehlt es vorne und hinten an einem demokratischen Grundverständnis auf der einen und einer Skepsis gegenüber dem Mainstream auf der anderen Seite.

Und daher wieder mal:

Sag Nein zu Piraten! (Austreten jetzt!)

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Piratenweib – Frei wie Anne Bonny

28 Gedanken zu “Piratenweib – Frei wie Anne Bonny

  1. Der Vergleich mit der GPL und dem gplviolations Projekt ist aus meiner Sicht unangebracht, mal ganz davon abgesehen das man die GPL an sich auch durchaus kritisch sehen kann.

    Ich will auf keinen Fall den Shitstorm gegen Piratenweib legitimieren, aber die Art und Weise ihres Vorgehens ist definitiv kritikwürdig.

  2. Der Vergleich hinkt weil die GPL Software offenhalten und jederzeit Zugriff auf den Sourcecode ermöglichen soll. Es geht primär um die Nutzungsmöglichkeiten und die freie Zugänglichkeit des lizensierten Objekts, in diesem Fall der lizensierten Software. Der Verweis auf den ursprünglichen Urheber ist nicht der primäre Sinn der GPL bzw. allgemein von Softwarelizenzen. Da die Softwarelizenzen auf kulturelle Inhalte eben nicht passen entstanden dann die Creative Commons Lizenzen. CC und GPL unterscheiden sich daher signifikant, daher ist der Verweis auf gplviolations in meinen Augen unpassend. Das bedeutet selbstverständlich nicht das CC Lizenzen übergangen werden dürfen, allerdings halte ich das Mittel der Abmahnung im konkreten vorliegenden Fall für unangemessen auch wenn es im juristischen Sinne durchsetzbar sein sollte. Das Mittel ist sehr konfrontativ, lässt normalerweise keine gütliche Einigung mehr zu und sollte eine Art Ultima Ratio sein.

    1. Das ist mir zu difus. Natürlich geht es bei den Freien Lizenzen nicht primär darum den Urheber zu schützen, sondern die freie Nutzung zu erlauben. Sonst bräuchte man ja auch keine Freien Lizenzen. Aber bei Freien Lizenzen kommt es darauf an, dass die Bedingungen der Lizenz eingehalten werden. CC und GPL sind beides Copyleft-Lizenzen. Die von Piratenweib verwendete Lizenz ist dabei auch noch restriktiver, weil sie weder Bearbeitungen noch eine kommerzielle Verwendung erlaubt. Wer das einfach so verwendet hat hat entweder die Lizenz nicht gelesen oder ignoriert. Das können wir nicht tolerieren, weil dadurch die freien Lizenzen ad absurdum geführt würden.

      Die Frage der Abmahnung ist eine andere Frage. Aber gplviolations.org muss diesen Weg wohl auch beschreiten. Soviel ich weiss hat Piratenweib vorher auch andere Wege versucht und wurde abgewimmelt.

      1. Natürlich liegt beiden Lizenzmodellen die gleiche Copyleft-Idee zugrunde, allerdings in einer dem Lizenzobjekt geschuldeten deutlich differenten Ausprägung.

        Freie Lizenzen in dieser Form durch Abmahnungen zu „verteidigen“ ist nicht gerade konstruktiv finde ich. Ganz offensichtlich wurde die CC Lizenz der Petition von Piratenweib nicht böswillig sondern eher aus Unwissenheit oder Unachtsamkeit verletzt. GPL-Violations richtet sich vor allem gegen kommerzielle Firmen, die GPL lizensierte Software unter Verletzung der GPL in ihre Produkte eingebaut hatten und selbst nach deutlichen Hinweisen die Lizenz nicht einhielten, was für mich eine andere Qualität der mutwilligen Lizenzverletzung darstellt.

        Ich behaupte nicht, dass man die Verletzung einer CC Lizenz tolerieren sollte, aber die Wahl der Mittel sollte angemessen sein. Im vorliegenden Fall bin ich nicht der Meinung, dass dies geschehen ist. Einige der Abgemahnten beteuern keine vorherigen Hinweise bekommen zu haben. Man kann beiden Seiten glauben oder nicht, besonders plausibel ist die Annahme, dass Foren oder Blogbetreiber, die meist aus der eher pro-CC eingestellten Netzcommunity stammen, mutwillig die CC Lizenz verletzen und die wahre Urheberschaft des Petitionstextes verschleiern wollen jedenfalls nicht. Ich kann mir daher keine Motivation vorstellen auf eine etwaige Hinweismail von Piratenweib nicht zu reagieren. Allerdings selbst wenn auf eine Hinweismail keine schnelle Reaktion stattgefunden haben sollte, finde ich das Mittel der Abmahnung im vorliegenden Fall nicht angebracht.

      2. Ich denke, dass nach dem was sonst so passiert es duchaus üblich ist, das Alphablogger die Wünsche von Piratenweib einfach ignoriert haben, weil sie sich überlegen gefühlt haben. Wie die oft denken sieht man ja am Spiegelfechter. Denen geht doch die CC-Lizenz oder die Ursprungs-Autorinnen total am Arsch vorbei.

        Abgesehen davon ist die Abmahn-Summe echt lächerlich verglichen damit, was sonst so gefordert wird.

  3. Webkommunist schreibt:

    Sexismus ist immer ne gute Ausrede nicht wahr? Vor allem für FreundInnen des invertierten Sexismus (modernem Feminismus) und anderem Gender-Wahnsinn der die Probleme der Unterdrückung wegen des Geschlechtes nur schlimmer machen…

    Wenn bei den Piraten nur Dilletanten sind war Piratenweib eine der größtInnen davon. Good Riddance!

    Es ist eines gegen Firmen zu klagen welche freie Lizenzen mißbrauchen. Aber Privatpersonen und Initiativen abzumahnen ist zum kotzen.

    1. Blabla, wenn ich schon sowas wie „Gender-Wahnsinn“ lese weiss ich schon dass keine Argumente darauf folgen. Ich denke freie Lizenzen müssen beachtet werden. Wenn das keine Konsequenzen hat und die Leute bei CC immer denken sie könnten immer alles machen was sie wollen, dann entspräche das der Gemeinfreiheit.

      Mir scheint die Mehrheit derjenigen, die sich da so aufregen haben sich nicht einmal ansatzweise mit Freien Lizenzen beschäftigt und schadem dem Gedanken jedenfalls mehr als Piratenweib.

  4. Das ist der größte Unsinn des Tages. Wüsstest du um die Haltung der Piraten zu Abmahnungen, hättest du dir den ganzen Text sparen können. Piratenweibs Verhalten, selbst wenn man Abmahnungen im Notfalle gutheißt, ist ein No-Go. Es verträgt sich nicht den Zielen der Piraten im allgemeinen und nicht im besonderen. Wasser predigen und Wein saufen. Legitimation: Selbstgerechtigkeit. Sie hätte doch nichts Unrechtes getan. Ich kannte nichts von ihren Machenschaften und Streiterein vor ihren Abmahnungen. Wäre ich Pirat, würde ich konsequent ihren Ausschluss fordern oder selber austreten. Abmahnende sind der Abschaum des Internets. Ich verachte sie pauschal mehr als Nazis. Zu behaupten man würde sie als Frau diskriminieren ist absurd. Du springst auf ihren Verfolgunsgwahntrip auf. What goes around, comes around. Was sie jetzt erntet, hat sie verdient. In jeder Hinsicht. Da kann sie heulen oder ihre Tränen mit Coolness verbergen.

    1. „Abmahnende sind der Abschaum des Internets. Ich verachte sie pauschal mehr als Nazis.“

      Das spricht ja für sich selbst. Ich glaube mit Leuten wie Dir möchte ich keinen Diskurs. Du musst den Nazis inhatllich sehr nahe sein.

    1. Das ist eine provokante Überspitzung, um meine Haltung zum Abmahnwesen zu betonen und um bierernste Gutmenschen zu reizen, die das nicht unwidersprochen stehen lassen können. Nichts für ungut. =)

  5. HyKse schreibt:

    Ich halte Abmahner auch für einen ganz üblen Menschenschlag, aber der Nazi-Vergleich geht natürlich zu weit.

    Den Seximus-Vorwurf finde ich aber genauso weit hergeholt. Wenn ein Mann sich so daneben benommen hätte, wäre es zum gleichen Shitstorm gekommen.

    1. Woe schon geschrieben gab es schon Monate vorher einen Shit-Storm. Ich eiss von vielen Bloggerinnen, die Drohungen bekommen in einem Ausmaß das erschreckend ist. Die Drohungen beinhalten dabei oft sexuelle Gewalt. Ich selbst habe sowas nicht erhalten (eigebtlich gar keine Drohungen bisher). Und e sgibt einschlägige Seiten im Internet, wo man auch „bewundern“ kann, wo dieser Frauenhass gepflegt wird. Ich bezweifle das ein Mann ähnliches erfahren hätte, wenn er so verfahren wäre.

  6. KyKse schreibt:

    Okay, ich kann natürlich nur beurteilen wovon ich weiß. Ich habe nur die öffentlichen Reaktionen auf ihre Abmahn-Aktionen mitbekommen und die fand ich allesamt angemessen.

    Ich hoffe sehr das solche Bedrohungen, wie du sie beschreibst, nur Ausnhamen sind. So viele Psycho-Stalker wird es doch wohl auch nicht geben…? Und dagegen kann man ja auch etwas unternehmen. Ich denke aber nicht das das ein verbreitetes gesellschaftliches Problem ist und irgendwas mit Sexismus zu tun hat. Das sind dann einfach gestörte Vollidioten (ich glaube das Frauen deutlich öfter Opfer von sowas sind, aber deswegen hat das noch nichts mit Sexismus zu tun).

  7. Im vorliegendem Fall erkennt man aber schön die Dillettanz beider Seiten und warum die CC-Lizenzen für politische Inhalte im Zweifel nichts taugen.

    Frau Piratenweib hat die Lizenz bei ihrem Pamphlet mindestens einmal gewechselt und mit der einhergehenden Rechtsunsicherheit schon mal einen Bonuslevel für ihre nicht ganz so oft in oberen Instanzen anzutreffe Anwaltskanzlei geschaffen.

    Ob die Abmahnung gerechtfertigt ist, war, oder sein wird und ob die Abgemahnten vorher angemailt wurden – geschenkt. Der Starenkasten an der Straße fragt auch nicht vorher ob man vielleicht vom Gas geht, sondern blitzt gleich. Unwissenheit schützt vor Abmahnung nicht. Diese Betrachtung ist auch eher wenig erhellend.

    Ich fürchte nur, dass hier wenig finanzkräftige Kläger mit daher wenig sachverständigen Anwälten auf wenig vorbereitete Richter treffen und es noch mehr Mumpitz unter den Entscheidungen zu CC-Lizenzen geben wird.

    Die Tatsache, dass Frau Piratenweib diesen Weg wählte, zeigt vielmehr, dass ihr an der eigenen Selbstdarstellung als an einer etwaigen die Piraten einenden Sache oder am verfolgtem politischen Ziel und das ist dummerweise bei vielen bekannten Köpfen der Piratenpartei eine gemeinsame Eigenschaft.

      1. Das relativ einfach, wenn der gutesten die politische Sache wichtig gewesen wäre, würde sie sich über jedes gemeinmachen damit freuen.
        Hier wird sie aber kleinlich, obwohl sie bei ihren Bildzitaten durchaus mal fünfe grade sein lässt. Es ist mir aber mittlerweile Schnups. Ehemänner die Anwalt spielen und Kostennoten zustellen sind irgendwie zu viel für ernsthafte Beschäftigung.

  8. Es wird ja immer lustiger. Die Abmahnung sind anscheinend nicht von einem Reachtsanwalt verschickt worden. Daher dürfte der Anspruch auf Kostenersatz bis auf 55cent in sich zusammenfallen.

  9. KyKse schreibt:

    T Pfennig :
    Du siehst keinen Zusammenhang zwischen Sexismus und Vergewaltigungsandrohungen? Aus meiner Sicht ist das doch sehr naheliegend.

    Nee, sorry, eine Vergewaltigungsandrohung wurzelt einfach in gestörtem Selbstvertrauen und/oder anderen Störungen. Sexismus für die Taten von irgendwelchen Psychos heranzuziehen finde ich nicht nur falsch (jedenfalls in den meisten Fällen, es gibt sicher Ausnahmen), sondern auch nicht besonders sachdienlich, wenn einem daran liegt das Bewusstsein für Geschlechter-Themen zu schärfen. Wenn man ständig bei jedem vermeindlichen Funken „Feuer!“ schreit, interessiert es irgendwann keinen mehr. Das beobachte ich bei anderen, aber auch bei mir selbst. Obwohl ich bei dem Thema recht sensibel bin und es wichtig finde, kann ich die Feminismus-Keule oft nicht mehr nachvollziehen und finde es manchmal auch richtig bescheuert.

    1. Genau so wie die Abwertung von Ausländern gewalttätigen Übergriffen gegen diesen den Weg bereitet bereitet auch die Abwertung den Weg für weitere Taten. Jährlich werden 2- 3 Millionen Frauen wegen ihres Geschlechts getötet. Natürlich ist das das extreme Ergebnis von Sexismus und Frauenfeindlichkeit. Wie kann man das nur in Zweifel stellen. Und Begriff „Feminismus-Keule“ ist wohl von der „Holocaust-Keule“ abgeleitet. Das soll aussagen, dass ja alles gar nicht so schlimm ist und etwas misbraucht wird. Angesichts des Zustands unserer Gesellschaft finde ich das nicht. Da sollte man im Einzelnen Vorwürfe erheben und die dann auch entkräften. Ansonsten würde ich „Feminismus-Keuele“ auch als sexistischen Kampfbegriff werten.

  10. KyKse schreibt:

    Es scheint mir, du gleitest ganz schön vom Thema ab. Mir ging es um den konkreten Fall Piratenweib.

    „Feminismus-Keule“, weil ich hier einfach keinen Sexismus sehe. Jemand hat sich spektakulär daneben benommen und wird dafür zurecht öffentlich zurechtgestutzt (wie gesagt, ich habe keine unsachlichen, oder gar persönlichen Reaktionen oder Anfeindungen gelesen und wenn es das gab, ist es ganz sicher nicht meine Absicht sowas zu verteidigen).

    Solche „Keulen“ sind, in allen Lagern, politischer Alltag und man sollte vorsichtig mit ihnen sein. Sie halten zu oft für andere Absichten her und schaden damit den eigentlichen Zielen. Stichwort Kinderporno.

    1. Titel wie „Piratenweib wird Abmahnluder“ – oder die Ableitung „Weib 2.0“ und die Reduzierung des ganzes Diskurses darauf, dass man Piratenweib als Frau reduziert – inklusive des Breittretens ihres Realnamens (was ich bewusst nicht mache).

      Bei solchen Keulen sehe ich eher die Reaktion als Keule – also die Antifeminismus-Keule. Es wird einfach behauptet dass der Feminismus eine Keule wäre – also eine aggressive Waffe. Dabei ist der Feminismus eine der erfolgreichsten sozialen Bewegungen, der uns viel Demokratie gebracht hat. Die Antifeminismus-Keule bedeutet den Versuch Feminismus zu stoppen oder zu zerstören – und weitergehend die Errungenschaften rückgängig zu machen. Zurück zu einer Gesellschaft und zur Herrschaft der Männer und der Unterdrückung der Frau. Begründet wird das mit der Argumentation, dass Emanzipation angeblich „zu weit“ gegangen sei. Also „zu viel“ Emanzipation. Oder es wird behauptet, das Emanzipation Gleichmacherei sei.
      Eine ähnliche Argumentation kannst Du im übrigen auch bei den Wirtschaftsliberalen sehen: Die argumentieren gegen die Unterstützung der Prekarisierten damit, dass es nun einmal Arm udn Reich geben müsse. Genau so im Kern die Männerrechtler, die meinen auch im Geschlechtsbereich müsse es eben Unterdrückte und Unterdrücker geben. Das wird so nicht öffentlich propagiert. Da wird nur argumentiert, dass man nur Korrekturen vornehmen will – und eine angebliche Unterdrückung der Männer konstruiert. Dabei nutzen sie die selben Muster wie der Feminismus. Nur mit dem Unterschied, dass ihre Ziele eben nicht ehrenhaft sind. Es geht ihnen um WENIGER Gleichberechtigung und nicht um MEHR. Und da stehen eben so Frauen wie Piratenweib im Weg. Selbstbewusste Frauen, die sich nicht alles Gefallen lassen. Da ist dann jedes Mittel recht zur Diffamierung. Da wird auf allen Ebenen gekämpft. Vieles von der radikaleren Kommunikation bleibt meist verborgen. Aber es ist wichtig zu verstehen, dass die Drohungen eben Teil eines von radikalen Inittierten Geschlechterkampfes ist. Es ist dabei auch wichtig zu verstehen dasses dabei überhaupt nicht um Männer gegen Frauen geht, sondern um den Kampf zwischen verschiedenen Gesellschaftsvorstellungen. Auf der einen Seite radikalsexistische Revisionisten – und auf der anderen Seite Menschen, die sich ein emapnzipiertes Miteinander wünschen und keine Machismo-Kultur.

      Es ist auch nicht das erste mal, dass im Internet auf „Frau“ so extrem reagiert wird. Ich erinnere da nur an Lena Simon und die Piratinnen-Initiative. Und ich weise auf die unglaubliche Toleranz hin, die ein Jörg Tauss erfahren hat. Vielen Männern und Piraten ist ein Tauss viel sympathischer als das Piratenweib. Das sagt so Einiges!

  11. Isi schreibt:

    KyKse :

    T Pfennig :
    Du siehst keinen Zusammenhang zwischen Sexismus und Vergewaltigungsandrohungen? Aus meiner Sicht ist das doch sehr naheliegend.

    Nee, sorry, eine Vergewaltigungsandrohung wurzelt einfach in gestörtem Selbstvertrauen und/oder anderen Störungen.

    Ein Vergewaltigungsandrohung veranschaulicht vorallem sehr schön die psychosoziale Verfasstheit des Bedrohers und belegt seinen Sexismus. Wäre der Bedroher kein Sexist, würde er keine Gewalt sexualisieren (müssen), um damit zu drohen.

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