Täter Assange im Wald der Vorwürfe

Es ist wohl unzweifelhaft, dass Assange sich in seinem Privatleben sexuelle Übergriffe herausgenommen hat, die vielleicht noch nicht strafrechtlich relevant sind, aber dennoch aufs schärfste zu verurteilen sind. Dabei ist es irrelevant was gerichtsfest bewiesen ist. Wer sich mit dem Thema Vergewaltigung beschäftigt weiß, dass in den wenigsten Fällen klare Beweise vorliegen – Opfer haben oft Erinnerungslücken, bringen Fälle gar nicht erst zur Anzeige oder ziehen Anklagen zurück, weil die Anzeige selbst ihnen mehr Nachteile bringt als dem Täter.

Es geht dabei auch auf die Prinzipien von Definitionsmacht zu achten. Wir kennen hier in Deutschland ja auch den Fall Kachelmann. Die Behandlung der Betroffenen durch Polizei, Justiz und Öffentlichkeit ist dabei überwiegend geprägt von Mißtrauen. Eine Retraumatisierung dabei keine Seltenheit.

Mehr zu dem Thema Definitionsmacht auch hier.

Es kann ja wohl auch nicht sein, dass ein Kerl, Assange hier den Weltretter via Wikileaks spielt – und die ganzen Geeks dann jedwede Anschuldigung an ihn abwehren weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Da wird lieber Verschwörungstheorien geglaubt, denen man ansonsten so gerne skeptisch gegenüber steht.

Also es geht hier nicht um eine rechtliche Definition – es geht darum, dass es keinen Grund gibt die Aussagen der beiden Frauen anzuzweifeln.

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