GNOME und das Web

Leider  immer noch au dem Holzweg scheint GNOME zu sein, wenn man dem Artikel GNOME soll mit dem Web zusammenwachsen auf Pro-Linux glauben schenkt.

Seit Jahren nun verkündet man uns, dass das Web alles ersetzen wird und Desktops zunehmend an Bedeutung verlieren werden.

Nun ist hier das wesentliche Problem, dass GNOME ein Desktop ist – und außerhalb dessen – bei Webtechnologien – gibt es keine Plattformen mehr im übliche Sinne. Es macht keinen Sinn da wieder an einem GNOME zu basteln.

Die Sichtweise ist von der typischen Scheuklappenmentalität vieler Open Source-Programmierer geprägt, die den ganzen Tag nur iM Web abhängen- und dabei vergessen, dass die Mehrheit der Menschheit nciht einmal eienn Computer hat, geschweige denn von einem „always on“ nur träumen können. Das wachstum im PC-Bereich wird vor allem in China und Indien passieren. Länder mit zwar relativ zu Afrika guter Internetanbindung – aber dann doch auch wieder großer Einschränkungen.

Super ein Computeruser in China, der versucht Dienste zu nutzen die nur im Web laufen – und die Zensur kann alles mitzeichnen, was er abspeichert. Tolle Idee … „Villa gesteht ein, dass es im Web Probleme mit proprietären Anwendungen sowie Datenschutz und Privatsphäre gibt.“ – Nein Luis, wenn Du das so abtust bist Du ein Idiot, sorry.

Das große Thema der Zukunft ist die Datensicherheit – von Industriespionage über den täglichen Umgang mit dem Internet. Es macht sehr wenig Sinn mehr und mehr Daten vom PC ins Internet zu verlagern, solange die Probleme, die wir heute bereits haben nicht einmal ansatzweise gelöst sind.

Jetzt wird technologische wieder die nächste Sau durchs Dorf getrieben. GNOME gibt alles auf, was es bisher ausgemacht hat, will hip und modern sein. Und am Ende steht das Ende von GNOME – als ein Webtoolkit unter vielen. und GNOME will tatsächlich ernsthaft in Konkurrenz treten mit allen bereits etablierten Toolkits und Projekten die seit Jahren ausgesprochene Webentwickler an Bord haben. Und die ganzen Applikationen sollen umgeschrieben werden? Ich lach mich krank.

Als Hintegrund sehe ich eher, dass viele Programmierer in der IT-Industrie arbeiten – und da grassieren gerade diese Ideen – Ziel sind dabei nicht die Mehrheit der User, sondern da wo das Geld verdient wird. Da ist GNOME als weitere Konkurrenzlösung gerne gesehen, insbesondere von Firmen wie Nokia. GNOME lässt sich benutzen und vor den Karren spannen von IT-Großkonzernen und den kleinen Firmen, die hinterherlaufen um auch noch Krümel vom Kuchen abzubekommen.

Dafür dann das ganze Rumgehühner mit den ständigen Updates? Ich will da mal in den kommenden Jahren die Fortschritte sehen. Software as a Service hat sich bisher nicht durchgesetzt – und das aus gutem Grund. GNOME überlässt da gerade Microsoft ein wichtiges Terrain, währen Microsoft in GNOMEs neuem Jagdrevier deutlich besser positioniert ist. Das ist der Anfang vom Ende von GNOME. Ihr werdet sehen.

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