Rechtsaußen-Initiative linkstrend-stoppen.de

Die Initiative Linkstrend Stoppen wurde vom ehemaligen Bundesrichter Friedrich Wilhelm Siebeke gegründet. Es scheint der Versuch sich an die medial teilweise erfolgreiche „Tea Party“-Initiative in den USA anzulehnen. Das sieht man auch an der kruden Zusammenwürfelung der „befreundeten Webseiten“ Unter denen findet man neben einer Tea Party-Seite

auch das berüchtigte Studienzentrum Weikersheim. Aktive Politiker der CDU unterstützen das Manifest gegen den Linkstrend. Dieses Manifest enthält sehr krude Positionen wie z.B. wendet es sich gegen gesetzliche Regelungen gegen Diskriminierung oder es möchte gleichgeschlechtlichen Paaren gleiche Rechte aberkennen. Es schimpft auf „gescheiterte Multi-Kulti-Integrationspolitik“, es fordet ein Festhalten am gegliederten Schulsystem, es betont die Opferrolle des deutschen Volkes, es setzt Abtreibung mit  Mord gleich und es fordert dazu auf das christliche Erben gegenüber dem Islam zu verteidigen.

In meiner Heimatstadt Kiel hat z.B. Herr Thorsten Albrecht (RCDS, CDU) das Manifest unterschrieben, der damit wie auch andere seine rechte Gesinnung unterstreicht. Als Erstunterzeichner z.B. auch Ferdinand Fürst von Bismarck, Rechtsanwalt, CDU-Mitglied, Chef des Hauses Bismarck und Urenkel des „Eisernen Kanzlers“ Otto von Bismarck. Und ganz nebenbei laut Spiegel Online auch einige aktive NPD-Mitglieder. Ist das noch normal?

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Rechtsaußen-Initiative linkstrend-stoppen.de

7 Gedanken zu “Rechtsaußen-Initiative linkstrend-stoppen.de

  1. Wer sollen denn diese „aktiven NPD-Mitglieder“ sein?
    Wie heisst es im Artikel doch am Schluß:
    Sprecher Przybilla verspricht: „Wir gehen die Liste jeden Tag durch und schmeißen solche Leute wieder raus.“

    Bitte vor dem celebrieren erstmal zu Ende lesen 😉

    1. Wie lange die NPD-Mitglieder Mitglied bleiben in der Initiative ist doch scheißegal – es geht doch darum was das für eine Initiative ist, die NPD-Mitglieder wie Fliegen anzieht!? Eine Initiative eben, die inhaltlich auf einer Eben mit der NPD ist!

  2. H. v. Bredow schreibt:

    Die Unterzeichnung durch Herrn Albrecht überrascht nicht. Gerade Anfang des Jahres tauchte er mit Namen und Adresse in der Kundendatenbank des rechtsradikalen Kleidungsherstellers „Thor Steinar“ auf. Zudem fällt jedem der Albrechts Tweets durchliest auf, dass er sich mit Anwandlungen latenter Xenophobie hysterisch vom linken Zeitgeist verfolgt wird, dessen Erstarken er nationalistisch stilsicher als dummes Gutmenschentum verortet.

  3. Nina L. schreibt:

    Wer Albrechts öffentliche Äußerungen anschaut, zumindest im Zeitraum der letzten anderthalb Jahre habe ich im Internet einiges von ihm gefunden, der merkt schnell, dass er sich vor allem sehr differenziert äußert. Ich kann ihre Behauptungen daher nicht bestätigen Herr Pfenning.

    Was sie, Herr Pfenning, schreiben, kommt meist ziemlich schwammig rüber. Nicht nur in diesem Fall sondern auch allgemein. Eine solide und belastbare Argumentation kommt bei ihnen irgendwie garnicht vor. Daran sollten sie arbeiten. Das meiste, was sie in den Raum stellen, sind jedenfalls ausschweifende persönliche Interpretationen von irgendwelchen zusammengewürfelten Indizien.

    Mir scheint, sie bemühen sich hauptsächlich den Namen Albrecht in einer Reihe mit negativen Schlagworten zu nennen, egal ob es einen wirklichen Zusammenhang gibt oder nicht, koste es was es wolle.

    1. Verehrte Frau Nina, Sie wissen gar nicht, was Sie da reden. Herr Albrecht applaudiert auch gerne den zivilen Opfern in Afghanistan. Ich muss nur einen Blick auf seinen Twitter-Feed werfen und weiß, wes Geistes Kind er ist:
      Albrecht, the Splitterbomb . Die Seite Linkstrend-Stoppen und der Aufruf sind ja nun wirklich äußerst rechtsaußen von der CDU. Das werden auch Leute in der CDU so sehen. Wer dort unterschreibt, der verlässt den gesellschaftlichen Konsens und gräbt das Kriegsbeil aus. Jemand der sich öffentlich und explizit so weit aus dem Fenster lehnt wie Herr Albrecht muss sich nicht darüber beschweren, dass ihm Wind entgegenweht.

  4. Nina L. schreibt:

    Die Aktion Linkstrend ist eine Initiative, die von der Basis der Partei ausgeht. Ich finde überhaupt nicht, dass der von ihnen beispielhaft vorgebrachte tweet irgendwas von den im Raum stehenden Behauptungen belegt.

    Den ausufernden Krawallen in Berlin und anderswo kann man durchaus kritisch gegenüberstehen. Aus diesem, zugegeben, ziemlich spitzen kommentar lese ich jedenfalls keinen „Applaus für zivile Opfer“ heraus. Ich hatte sogar eher einen Gegenteiligen Eindruck. Aber so liegen subjektive Empfindungen eben manchmal auseinander.

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