Aaron verlässt das sinkende Piratenschiff

Aaron König, das ungeliebte Vorstandsmitglied der Piratenpartei hat seinen Austritt aus der Partei bekanntgegeben: „Politik im 21. Jahrhundert: Viel Glück, Piraten!

Sinkendes Boot

Seine Begründungen sind dbaie wenig stichhaltig. Im Resümee meint er den Piraten mit auf den weg geben zu müssen, dass sie zu einer besseren FDP werden müssten als Marktlücke. Nur das man bei genauem Hinschauen weiss, dass die GRÜNEN auch bereits eine neue liberale Partei sind.

Dann bringt Aaron die ganze Zeit Begriffe durcheinander. Z.B.:

Als ich im Juni 2009 der Piratenpartei beitrat, hatte ich die Hoffnung, dass sich die Piratenpartei zu einer libertären Partei entwickelt, die aus der Kritik am Überwachungsstaat zu einer grundsätzlichen Skepsis gegenüber dem paternalistischen Staatsapparat kommt.

Was ist denn libertär? Ich verweise dazu noch mal auf meinen Artikel „Piraten können Faschismus nicht buchstabieren“ Darin hatte ich bereits die frage gestellt „Ob Piraten den Unterschied zwischen Libertär, Libertaristisch und Liberal kennen?“

Nur noch mal kurz:

  • Libertär = Anarchismus
  • Libertaristisch = falsch verstandene anarchistische Ideale und daraus entwickelter herzloser Kapitalismus (USA)
  • Liberal = die FDP

Er bemängelt zwar echte Gegenkonzepte, lässt aber offen, wie diese konkret hätten aussehen sollen.

Er schreibt zwar:

Doch nach dem Achtungserfolg der 2% im September hätten sich die Piraten meiner Ansicht nach ernsthaft um die Bearbeitung neuer Themenfelder kümmern müssen, um nachhaltig Erfolg zu haben.

aber dann später:

Der Rückschlag in Nordrhein-Westfalen zeigt, dass die Piraten es nicht geschafft haben, sich auf eine Weise auf neue Themen zu einigen, die die Wähler überzeugt. Die übliche Kritik, dass das Themenspektrum der Piratenpartei zu eng sei, traf in NRW ja nicht zu. Der Landesverband NRW hat – keineswegs zur Begeisterung der „Wir-müssen-bei-den-Kernthemen-bleiben“-Fraktion – bewusst zu einer Vielzahl von Themenpunkten wie Umwelt, Bildung, Gesundheit, Drogen etc. programmatisch Stellung bezogen.

Er schafft es nicht 1+1 zusammenzuzählen: In NRW hat man das versucht, was Aaaron für den richtigen Weg hält und … ist damit gescheitert. Weil die Substanz fehlt für eine breites Programm. Wie man dann dazu kommt diese Erweiterung per se als Goldenen Weg zu propagieren ist schon seltsam.

Nun ja, die Piraten sind jetzt also Aaron los und sie werden mehrheitlich froh darüber sein. Der Artikel von ihm lässt aber schon erahnen, dass es auf dem Bundesparteitag heftig zur Sache gehen wird, wenn es wirklich Piraten gibt, die glauben wenn sie überall zu den Mund aufmachen würden sie eher gewählt. Das ist schon lange das eigentliche Problem – ob nun gegen Antifaschisten oder gegen Frauen – Piraten sind an vielen Stellen laut, wo sie auf dem Papier noch keine Positionen hatten – und haben sich gerade dadruch Feinde gemacht.

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Aaron verlässt das sinkende Piratenschiff

Ein Gedanke zu “Aaron verlässt das sinkende Piratenschiff

  1. Die Grünen stehen für Solar- und Windsubventionen, Kulturdauerabgabe und erhöhte ALG2-Sätze, hinter der Zwangskrankenkasse und auch sonst für den sozial- und steuerinterventionistischen Staat. Libertär oder gar minarchistisch ist was anderes.

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