Was an der Republica nicht stimmt (eine Außenansicht)

Wenn ich so beobachte was bei der Re:publica gestern am ersten Tag abgelaufen ist, fällt mir einiges auf:

  • Es scheint da so einige Stars zu geben, denen die Zuhörer gebannt lauschen
  • Es scheint ein relativ strenges Zeitmanagement zu geben
  • Die Vorträge die ich hörte (Jeff Jarvis und Lorenz Lorenz-Meyer) enthielt gar nichts neues vom Ansatz her. Um nicht zu sagen sie waren tödlich langweilig.

Konkreter betrachtet enthält es offenbar gar keine Unkonferenz-Elemente – es scheint eine klassische Trennung zwischen Vortragendem und Publikum zu geben. Damit ist schon klar, dass da nichts spannendes bei herauskommen kann. Das ist „Konferenz 1.0“-Stil.

Ich bin der festen Überzeugung, dass das mit den Vortänzern nicht funktioniert. Spätestens seit dem Buch „Wisdom of the Crowds“ weiss die Szene um die Intelligenz, die in den Massen ruht. Wie kann man eine Konferenz veranstalten, die so stockkonservativ organisiert ist und glauben das wäre irgendwo wegweisend?

Bei den meisten Vorträgen fühle ich mich 10-15 Jahre zurückversetzt und bin schockiert auf welch niedrigem Niveau da die Spitzenleute argumentieren. Das einzige, was sich da etwas bewegt sind weitere Gedanken darüber wie man im Internet Geld verdienen kann und ein paar Reflexionen darüber was denn nun Twitter bedeutet und wie man es richtig einsetzt.

Die Haltung stimmt nicht. Das Potential der Besucher liegt brach. Diese Veranstaltung scheint nutzlos, ausser dass sich einige Leute besser fühlen, weil man sie anhört, weil sie dort sind und zuhören dürfen oder weil sie das Geld zählen dürfen, dass durch den Kartenverkauf reinkommt. Inhaltlich scheint mir das ganze der große Reinfall zu sein. Zugeben wird das keiner aus der Gruppe, weil das nicht zum eigenen Vorteil wäre.

Der Chaoskongress ist genau so konservativ aber scheint zumindest dennoch inhaltlich immer mal was Neues zu bringen.

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Was an der Republica nicht stimmt (eine Außenansicht)