Für die Antifeministen: Frauen verdienen durchschnittlich ein Viertel weniger als Männer | tagesschau.de

Das wird denen natürlich wieder gar nicht ins Bild passen:

Auch die Quote der Journalistinnen hat stetig abgenommen.

Lasst mich raten/warten liebe Antifeministen/Piraten – irgendwas gefällt euch nicht an den Statistiken? Wisst ihr was? Euch kann man nicht einmal mit Beweisen überzeugen, denn ihr habt eine vorgefertigte Meinung.

Oder kommt wieder das Argument: Selber schuld, ich müsst ja mehr Vollzeit arbeiten? Netter Versuch, ich habe selber im Zivildienst den Druck erlebt den Frauen bekommen in Teilzeit zu wechseln seitens der Arbeitgebers (Flexibilisierung).

Ich habe zum Thema Feminismus vor vielen Jahren auch eine eher gegenteilige Meinung, gebe ich offen zu,aber ich hinterfrage meine Meinung immer wieder – und dann kommt man doch zu manchen Erkenntnissen. Ausser man(n) schaltet auf Stur.

Das Problem eben nicht eine bestimmte Meinung zu haben oder zu vertreten, sondern insbesondere wie man damit umgeht, wie man sich berechtigter Kritik stellt usw.. Niemand ist perfekt, wir alle machen Fehler. Und deswegen müssen wir bereit dazu sein neue Thesen anzuhören. Was die These betrifft: „Frauen sind voll gleichberechtigt im Beruf“, so konnte ich dafür bisher keine haltbaren Fakten finden – vom Gegenteil aber mehr als genug. Was ich ja auch schon mal als Beispiel brachte waren die Stadträte bis 2009 in Kiel zu 100% Männer – wie so oft im Management-Bereich.

Wichtig ist zu erkennen, dass der Kampf der Frauen für mehr Rechte nicht im Gegensatz steht oder stehen kann zu mehr Grundrechten oder mehr Gleichheit im Allgemeinen. Solange Piraten antifeministische Positionen beziehen muss man sie als demokratiefeindlich einstufen, die einen gesellschaftlichen Rückschritt propagieren. Gerade zu einem Zeitpunkt, wo die gesellschaftlichen Fortschritte stagnieren oder aus Sicht der Frauen rückläufig sind.

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Für die Antifeministen: Frauen verdienen durchschnittlich ein Viertel weniger als Männer | tagesschau.de

9 Gedanken zu “Für die Antifeministen: Frauen verdienen durchschnittlich ein Viertel weniger als Männer | tagesschau.de

  1. Ach, DAS ist jetzt die Begründung, warum Männer nicht auf der Mailingliste der Seeräuberinnen mitlesen dürfen sollen? Manche Leute haben echt ein krudes Weltbild.

    1. Ich war dankbar für die Erinnerung, dass die OFFIZIELLE AG Männer seit Monaten einen geschützten Bereich hat und KEINER hat sich aufgeregt. Da wird wieder mal klar wie hier mit zweierlei Maß gemesssen wird. Frauen scheinen in den Augen vieler Piraten offensichtlich weniger Rechte zu haben ( geschlossene Gruppe bilden) als Männer. Die dürfen das sogar bei einer offiziellen Partei-AG.

  2. Olliver schreibt:

    Gebetsmühlenartig überfällt uns die Meldung immer wieder:

    Frauen sind unterbezahlt.

    Sogar mit richtigen Zahlen wird gearbeitet. Gerne wird behauptet: Frauen verdienen ca. 27% weniger als Männer. Oft auch beliebig, hier bei uns. Da sind es „nur“ 23%.

    Wenn das so ist, ist es eine Sauerei. Sofort müssten die Gewerkschaften auf den Plan gerufen werden, um die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern endlich zu unterbinden.
    Aber: Es gibt gar keine getrennten Tarifverträge, die Männer und Frauen unterschiedlich behandeln.

    Wenn die Behauptung der unterschiedlichen Bezahlung Tatsache ist, dürfte es eigentlich keine arbeitslose Frau mehr geben. Welcher Arbeitgeber wäre wohl so doof, einen Arbeitnehmer zu beschäftigen, der bei gleicher Leistung deutlich teurer ist. Er würde nur noch Frauen einstellen.

    Wo kommen dann diese Zahlen her?
    Weil das Einkommen aller Männer mit dem Einkommen aller Frauen verglichen wird. Dabei wird vernachlässigt, wie viel Arbeitszeit und welche Qualifikation die Personen in welche Gruppe einbringen.
    Der „Atlas zur Gleichstellung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hilft da weiter:
    Beschäftigungsquote: Auf 100 beschäftigte Männer kommen in Deutschland 85 beschäftigte Frauen.
    Teilzeitbeschäftigung: Auf 100 Teilzeit beschäftigte Männer kommen 647 Teilzeit beschäftigte Frauen.

    Verdienstunterschiede: zwischen Männern und Frauen: Durchschnitt 23 %.

    Dazu führt der Atlas aus:
    „Der Indikator zeigt die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Verdienst von Frauen und Männern (Gender Pay Gap – GPG). Ursachen hierfür können insbesondere sein:
    I die Unterschiede in der Verteilung von Frauen und Männern auf die Leistungsgruppen;
    I geringere Tariflöhne bzw. Einkommen in frauentypischen Berufen (sog. Zuverdienst-berufe);
    I niedrigere Verdienste in frauentypischen Branchen und Betrieben;
    I un terschiedliche Formen der Beschäftigung (von der Vollzeitbeschäftigung über Teilzeit-beschäftigung etc.);
    I diskontinuierliche Berufsverläufe;
    I geringere Aufstiegschancen (sog . gläserne Decke).“

    Wie wurden die Zahlen erhoben? Aus dem Atlas:
    Methodische Hinweise: In dieser repräsentativen Statistik werden die Anzahl der vollzeit-, teilzeit- oder geringfügig beschäftigten Arbeitnehmerinnen/-nehmer, ihre bezahlten Arbeitsstunden (ohne geringfügig Beschäftigte) und ihre Bruttoverdienstsummen erfasst. Beamtinnen/Beamte werden nicht mit einbezogen. Die Ergebnisse der Statistik geben Einblicke in die Bruttostundenverdienste von Arbeitnehmerinnen/-nehmern im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich.

    Kann mir jemand erklären, warum Beamte nicht mit einbezogen wurden? Gerade die Zahlen sind doch für den Staat leicht zu beschaffen.

    Ergo:

    Würden Frauen im gleichen Umfang wie Männer und in gleich qualifizierten Berufen arbeiten, würden sie auch gleich viel verdienen.

    Nur wer verlangt, dass eine teilzeitbeschäftigte Krankenschwester genau so viel verdienen soll wie ein Vollzeit arbeitender Arzt, darf unterschiedliche Bezahlung beklagen.

    1. > Würden Frauen im gleichen Umfang wie Männer und in gleich qualifizierten Berufen arbeiten, würden sie auch gleich viel verdienen.

      Deine These ist also, dass Frauen nicht benachteiligt sind, weil sie zumeist geringer qualifiziert sind? Würdest Du dann auch sagen dass Kinder aus ärmeren Schichten nicht benachteiligt sind, weil sie ja schlechter gebildet sind? Sorry, aber ich finde das ein wenig absurd. Zudem findest Du im Link zu den Journalistinnen den Hinweis: „…dabei sind seine Kolleginnen im Durchschnitt höher qualifiziert, haben häufiger studiert (76 zu 64 Prozent) und häufiger volontiert.“ D.h. die These das Frauen immer geringer qualifiziert sind stimmt so schon mal nicht. Frauen bekommen ja auch Jobs und sind in manchen Bereichen sogar häufiger anzutreffen als Männer – aber eben oft dort, wo die Arbeit weniger attraktiv ist.

    2. Name (notwendig) schreibt:

      Olliver :
      Würden Frauen im gleichen Umfang wie Männer und in gleich qualifizierten Berufen arbeiten, würden sie auch gleich viel verdienen.

      Das halte ich für eine sehr optimistische Aussage. In wissenschaftlichen Untersuchungen wird bei gleichen Voraussetzungen immerhin noch von einem Lohnunterschied von 12% ausgegangen. Das ist zwar wesentlich weniger dramatisch als der Durchschnitt, aber trotzdem
      Davon mal ab, ist mir unerklärlich, warum ein Teilzeit-Stundenlohn geringer ist als ein Vollzeit-Stundenlohn. In Zeiten knapper Arbeitsplätze werden wir uns mittelfristig auf Arbeitsteilungsmodelle einstellen müssen.

      Strukturell sind Frauen m.E. vor allem von den Folgen diskontinuierlicher Erwerbsbiographien betroffen, woraus sich auch die Benachteiligung bei Beförderungen z.T. erklärt (allerdings nicht nur: http://www.zeit.de/karriere/2009-09/interview-carste-wippermann). Solange nicht alle Erwerbstätigen transparent nach Tarif bezahlt werden und solange Fürsorge und Pflege im familiären Bereich hauptsächlich Frauen obliegt, kann es keine Lohngerechtigkeit geben.

      Olliver :
      Wenn die Behauptung der unterschiedlichen Bezahlung Tatsache ist, dürfte es eigentlich keine arbeitslose Frau mehr geben. Welcher Arbeitgeber wäre wohl so doof, einen Arbeitnehmer zu beschäftigen, der bei gleicher Leistung deutlich teurer ist. Er würde nur noch Frauen einstellen.

      Ja, typisches und lustiges Masku-Argument. Dummerweise bergen weibliche Angestellte für den Arbeitgeber das Risiko der familienbedingten Ausfallzeiten (von Alleinerziehenden mal ganz abgesehen). Hier würde ich mir ein stärkeres Eintreten der Väter für ihre Rechte wünschen. Denn dann würden auch männliche Arbeitnehmer zu einem unkalkulierbaren Risiko, was familienbedingte Ausfallzeiten anbelangt

  3. Ja, aus der Sicht der Wirtschaft und Arbeitgeber sind Frauen schlechte Arbeitnehmerinnen wegen Kinder, Schwangerschaften und so. Klar, man kann das einerseits verstehen. Aber warum werden die Hausarbeit und Kindererziehung so unterschätzt und abgewertet? Frauen, die perfekt ihre Familien managen können, stellen mit sich ein Schatz dar. Sie haben solche Fähigkeiten, welche im Job nur von großem Vorteil sind. Frauen brauchen eben eine Chance und Unterstützung wie z.B. genügend Kitaplätze etc. Wenn das alles gewährleistet ist, kann die Wirtschaft von Frauen und Müttern nur profitieren.

    Liebe Menschen, ihr könnt euch von der Natur nicht verstecken. Familie sowie Job gehören eben dazu und ihr müsst lernen es zu schätzen!

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