Piratenforum zum Existenzrecht Israels

Isi hatte diesen Thread im Piratenforum ja schon aufgegriffen. Ich habe das jetzt ein paar Tage beobachtet und habe gedacht das vielleicht einer der Koordinatoren der AG Außenpolitik der Piraten dazwischenhaut. Aber nichts dergleichen. Daher fasse ich da einige Aussagen mal zusammen, die da getätigt werden. Kritisiert wird dort der bisherige Konsens in der Piratenpartei:

Israel / Palästina
die PIRATEN erkennen das Existenzrecht Israels an
die PIRATEN setzen sich für eine Wiederaufnahme von Verhandlungen ein, fordern aber, dass Hamas u. Hisbollah explizit das Existenzrecht Israels anerkennen.
für eine werturteilsfreie Politik gegenüber beiden Seiten ein

Soweit so gut. Nun die Reaktionen:

  • „Duckt man sich hier vor dem Israelischen Apartheidstaat ?“
  • „Das Existenzrecht Israels ist tatsächlich ein strittiger Punkt.“
  • „Es geht nicht um das Existenzrecht Israels(was ich unter der jetzigen Politik Israels zu 100% ablehne)“
  • „Zionismus beruht auf Völkermord Terrorismus Landvertreibung,Rassismus,vondaher ist es nicht angemessen mit der Anisemitenkeule auf Antizionisten einzuschlagen.
    Zionismus ist kein Judentum im Gegenteil der Zionismus benutzt das Judentum“
  • „Es gibt genügend Palästinenser die einen Israelischen Pass haben und auch in Israel wohnen,das Problem ist,das diese Palästinenser Opfer des Zionistischen Rassimus sind.“
  • „Allerdings legitimierst Du durch Wegsehen dann aber auch die schleichende Ausrottung der palistiensischen, quasi „indigenen“ Bevölkerung des heutigen Israels. Ausrottung durch Kontrolle der Trinkwasserzufuhr oder durch Verdrängung durch Siedlungen. Das ist ungefähr so, als wenn die USA weggesehen hätten, als Nazi-Deutschland in Europa umhertobte (…), was sie anfangs ja auch brav taten. Ich hoffe, dass das Gleichnis klar ist.

Es ist schon klar was hier abläuft: Deutsche vergleichen die Juden mit den Nazis und rechnen das gegen. Das läuft im Forum der AG Außenpolitik in einem der obersten Threads – und niemand aus der AG spricht mal ein Machtwort. Das sind klare antijudaistische/antisemitische Positionen. Ich bin mal gespannt, ob sich das nun dort als neuer Konsens etablieren wird.

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Piratenforum zum Existenzrecht Israels

7 Gedanken zu “Piratenforum zum Existenzrecht Israels

  1. Isi schreibt:

    Mir stehen da regelmäßig die Nackenhaare zu Berge. Ich weiß, dass die Debatte um den Nahostkonflikt oft und fast überall so flach verläuft, man ist entweder Pro Israel oder Pro Palästina und kristallisiert sich beim Gegenüber (was in diesem Fall nicht nur sprichwörtlich gemeint sein muß) eine Position heraus, sind auch die Beschimpfungen vorhersehbar, oft im üblichen Schwarzweißdenkverfahren: wer nicht für mich ist, ist mein Feind. Wir haben vor einiger zusammen mit Wolf Wetzel in Magdeburg versucht, eine qualifizierte Debatte über „Linke Positionen zum Nahostkonflikt“ zu starten und als engagierte, linke Kulturtante möchte ich nicht ohne Stolz sagen, dass nicht nur die Veranstaltung dazu ein Erfolg war, sondern auch die „Magdeburger Verhältnisse“ sich zumindest politisch entspannt habe. Eine qualifizierte Debatte zum Nahostkonflikt lohnt sich, selbst für eine Zwei-prozent-partei, die so wahrscheinlich die internationale Politik mitgestalten werden wie ich.

    😉

  2. Tani schreibt:

    Ich kann von den Aussagen dieser Piraten nichts judenfeindliches herauslesen im Gegenteil die jüdische Religion soll vor deM Mißbrauch zionistischer Kräfte geschützt werden. Piraten sind, wie ich mitbekommen habe Internationalisten dadurch, ist ein nationalistisch religöser Staat anscheinend für einige Piraten ein Problem.
    So langsam erkenne ich,daß ich als Linke in der falschen Partei bin, in der Israelkritik, in den letzten Jahren gnadenlos unterdrückt wird.
    Geht dieses Theater jetzt so weiter und die Piratenpartei bezieht klar Stellung in dem sie nationalistsche Staaten ablehnt ,werde ich die Linke nach 19 Jahren verlassen und mich in der Piratenpartei engagieren.

    1. Mit Deiner Argumentation bist Du ja auch eher rechts und passt damit auch zu so einer rechten Partei. Offenbar glaubst Du, dass Morde deutscher Soldaten besser sind? Wieso zweifelst Du nicht an dem Existenzrecht Deutschlands?

      1. Tani schreibt:

        Seit wann sind den Internationalisten rechts?
        Zionisten sind links und die iraelische Rakach ist rechtsradikal und fromme Juden die den Nationalstaat Isarel ablehnen sind NSDAP/AO Mitglieder?
        Du machst einen sehr verwirrten Eindruck.
        Ich kann auch nirgends erkennen, auch bei mir nicht ,das irgendwo vergleiche zwischen deutschen und israelischen Soldaten gemacht wurden.Jeder Soldat der zum Morden gezwungen wird ist auch ein Opfer und jeder Soldat der Lust am Morden empfindet ist krank, der israelische Soldat genauso wie der Serbische oder Australische.
        Wer Israel anerkennt sollte auch Kritik üben dürfen,aber falls es dir nicht bewust ist Israel wird von rechtsradikalen Rassisten mitgregiert,heißt es nicht Rassisten sind Arschlöcher! überall! Außer israelische Rassisten die dürfen das.

        „““Es geht nicht um das Existenzrecht Israels(was ich unter der jetzigen Politik Israels zu 100% ablehne)”“““

        Mit dieser Aussage hat der Verfasser völlig recht nur du scheinst es gar nicht verstanden zu haben,ich lese daraus das dieser User die von Israel illegal besetzten Landstriche nicht zum Exestinsrecht Israels dazu zählt,genau wie viele Israelis und die Uno auch. Das wäre wie die legaliesierung von Diebstahl.

        „“Zionismus ist kein Judentum im Gegenteil der Zionismus benutzt das Judentum”“““
        Diese Aussage ist völlig korrekt-das Judentum besteht seit Jahrtausenden der Zionismus seit gerade mal etwas über hundert Jahren,wäre Zionismus Judentum müßte davon was in der Tora stehen.

        “ Ausrottung durch Kontrolle der Trinkwasserzufuhr oder durch Verdrängung durch Siedlungen.“
        Ausrottung ist natürlich weit übertrieben die Wasserzufuhr wird von Israel gedrosselt um die dort lebende Bevölkerung zu vertreiben,wenn dies geschafft ist gibt es auch dort wieder genug Wasser für alle israelischen Siedler.

        „“““““
        „Es gibt genügend Palästinenser die einen Israelischen Pass haben und auch in Israel wohnen,das Problem ist,das diese Palästinenser Opfer des Zionistischen Rassimus sind“““

        Dazu mal eine israelische Studie.

        46 Prozent der israelischen Juden sagen, daß sie es einem Araber – auch einem israelischen Staatsbürger – nicht gestatten würden, ihr Haus zu betreten. 41 Prozent der Juden sprachen sich für die Trennung von Juden und Arabern in Freizeiteinrichtungen aus. 63 Prozent der befragten Juden stimmten der Behauptung „Araber sind eine sicherheitstechnische und demographische Bedrohung für den Staat“ zu. 40 Prozent unterstützten sogar die Aussage, daß „der Staat die Auswanderung von arabischen Bürgern unterstützen muß“. Immerhin noch 34 Prozent zeigten sich überzeugt, daß „arabische Kultur gegenüber der israelischen minderwertig ist.“ Die Hälfte der Befragten sagte, sie fühlten sich unwohl, wenn sie Menschen Arabisch sprechen hören. 18 Prozent sagten sogar, sie würden Haß empfinden, wenn sie hören, daß jemand Arabisch spricht. 68 Prozent der befragten jüdischen Israelis, sie würden es ablehnen, mit einem Araber im gleichen Mietshaus zu wohnen. Eine Vertreibung aller Nichtjuden aus Israel und eine effektive Ausgrenzung scheint bei derartigen Ansichten eines so großen Bevölkerungsteils nur ein logischer Schritt zu sein.

      2. Wem versuchst Du hier was zu beweisen und vor allem was? Das Juden schlechtere Menschen sind als Deutsche? In meinen Augen ist das alles rechtsradikale Dünnschiss. Kehre doch mal vor Deiner eigenen Tür bevor Du hier anderswo nach Makeln suchst!

  3. Tani schreibt:

    Ging es bei dem Thema nicht um Aussenpolitik?
    Warum soll dann jemand Israel mit Deutschland vergleichen?
    Nach deiner Argumentation hätten sich in den Zeiten der südafrikanischen Apartheid,Deutsche gar nicht Aussenpolitsch einmischen dürfen,da auch zu dieser Zeit in Deutschland(West)Arfikaner aus rassistischen Motiven erschlagen wurden.
    Der Unterschied besteht darin,das die Apartheid staatlich verordnet war und in Deutschland solche Taten verwirrter Einzeltäter waren und sind.
    Bin ich eine Antisemitin weil ich den Mordanschlag auf Rabin durch einen rechtsradikalen orthodoxen Juden verurteile? Darf ich das oder geht es mich nichts an?
    Israelische Politik kann man mit der deutschen Politik überhaupt nicht vergleichen so wie du es forderst.
    Ich finde es auch unangemessen mir einer Enkelin eines Buchenwald überlebenden Kommunisten,Antisemitismus oder rechtsnationales Gedankengut zu unterstellen.
    Mein Großvater, mein Vorbild.
    Jetzt schluß mit der Diskussion, fahr einfach mal nach Gaza und nicht nach Tel Aviv um dort einen Mocca im Szene-Caffee zu trinken,ich war schon dort ,vielleicht kannst du diese Angelegeheit dann differenzierter betrachten.

    1. Es gibt keine verordneten Tabus wie Du sie skizzierst und es gibt auch kein Blicko aufgrund der eigenen Herkunft. Antisemitin und Jüdin geht zusammen. Die Israel-Diskussion ist absurd. Worum gehts hier eigentlich?

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