Flüssige Demokratie?

Nicht nur bei den Piraten finden sich seit geraumer Zeit Ideen wieder von ‚Liquid Democracy‘. Ich bin da sehr sketpisch, weil es zum Teil wie der Versuch aussieht Demokratie oder Basisdemokratie neu zu erfinden. Und da muss man sehr gut aufpassen, weil dann eventuell wesentliche Dinge verloren gehen.

Im SZ Blog gibts dazu einen Artikel von Johannes Boie. Darin unter anderem dieser Absatz:

Die Ergebnisse jeder Abstimmung sind transparent. Jeder in der Software registrierte Pirat kann genau sehen, wer für oder gegen welchen Antrag gestimmt hat.

Ich finde aber, dass das gar nicht so wünschenswert ist. Wenn Abgeordnete beobachtet werden ist dass das eine – aber wenn jederzeit meine Stimme als Mitglied mit der ganzen Geschichte jederzeit für jeden sichtbar ist, dann ist das zwar eine Transparenz – aber keine wünschenswerte. Denn hier steht das Ganze im Widerspruch zu den Vorteilen geheimer Wahlen oder auch nichtöffentlicher Diskussionen. Das Abstimmungsverhalten des einzelnen Mitglieds sollte meines Erachtens niemals total transparent sein. Denn dieser hat kein Amt und sollte somit keiner Rechtfertigung unterliegen und seine Stimme sollte m.E. auch auf gar keinen Fall  namentlich nachvollziehbar sein!

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