Piratenpartei und Frauen

Da Julia Seeliger in ihrem Blog einige Fragen zum Frauenanteil in der Piratenpartei (und andere) stellte, möchte ich das Ganze noch mal in diesem Blog aufgreifen.

Folgende Phänomene sind für mich interessant:

  • Der Frauenanteil ist bei der PP signifikant geringer als in anderen Parteien
  • Die Partei (also die Mehrhheit der Männer) hatte entschieden, dass es keine “Piratin” gibt, sondern das nur als Neusprech “Pirat” gilt. Es gibt also keine weibliche Form von Pirat.

Ich hatte selbst meine eigenen Erfahrungen gemacht, als ich das Thema Frauen bei den Piraten ansprach. Nun scheint den Piraten ihre bewusst antifeministische Politik auf die Füße zu fallen. Wenn Sie an der 5-Prozent-Hürde scheitern, dann kann man mit Sicherheit diese Dummheit dafür verantwortlich machen.

Zusammenfassend kann man sagen, das die PP den feministischen Diskurs für abgeschlossen hält, Gleichstellung sei erreicht und somit gäbe es keine Probleme mehr und jegliches Eingehen auf Frauen daher unnötig. Dahinter steckt meines Erachtens aber vielmehr einerseits Unwissenheit über die Hintergründe des feministischen Diskurses und andererseits simples Männer/Macho-Gehabe der alten Schule – nur in neuen Kleidern.

Was ich für extrem bedenklich halte ist, das ausgerechnet eine Partei, die gegen die 1984-isierung unserer Gesellschaft angetreten ist mit der Festlegung auf den Neusprech “Pirat” genau das betreibt, was in dem Buch beschrieben wird. Daran sieht man, das dort nicht wirklich verstanden wurde, was an der Welt, die in 1984 beschrieben wird so bedenklich ist.

Sprache ist verräterisch – sie kann sich sowohl positiv wandeln – als auch missbrauch werden um bestimmte Ziele zu verfolgen. Lezteres hat die PP getan.

Bis sich hier und auch frauenpolitisch nichts tut, ist die Partei für mich und viele andere progressiv eingestellten Menschen absolut unwählbar. Ich bin schon länger politisch aktiv als es die Piratenpartei gibt. Die PP denkt, sie können alle vergangenen Diskurse komplett ignorieren und mit einem weissen Papier starten. Fakt ist aber, dass sie auf dem aufbaut, wofür viele Menschen sich seit Jahren und Jahrzehnten einsetzen. Es ist etwas verwirrend auf einmal eine Partei zu sehen, die viele der Themen aufgreift, die man seit längerem beackert – aber die so tut, als hätten sie die Themen erfunden. Und die auf der anderen Seite viele andere Themen komplett negiert. Insgesamt wirkt die Partei dadurch nicht sehr reif. Dies hat sicher auch damit zutun, das einerseits der Altersdurchschnitt jünger ist, als in anderen Parteien und leider auch damit, dass viele junge Männer Feminismus eher als Repression erleben und eben nicht als Befreiungsmethode (auch für sich selbst) entdeckt haben.

Lest auch bei Danilolablog: warum ich keine piratenpartei wählen werde, aber im herzen eine piratin bin

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Piratenpartei und Frauen

187 Gedanken zu “Piratenpartei und Frauen

  1. Michael schreibt:

    Hallo Thilo!

    Du schreibst zu Positiver Diskriminierung:”Kriege, Unterdrückungen, vergangene Ungerechtigkeiten sollen damit etwas ausgeglichen werden”

    – Scheint ja ein wahres Wundermittel zu sein, diese Positive Diskriminierung. Und Frauenquoten, Frauenförderung, Mädchenförderung und die Unterlassung solcher Maßnahmen für das männliche Geschlecht gleichen also Kriege, Unterdrückungen, vergangene Ungerechtigkeiten aus? – gewagte Behauptung!

    – Und Du scheinst davon auszugehen, daß z.B. im Krieg nur Frauen Leid erfahren haben. – Was ist mit den unzähligen Männern, die im Krieg an die vorderste Front geschickt wurden, unsägliches Leid und millionenfachen Tod erfahren haben?

    Gruß,

    Michael

    1. Herrgott, es geht doch nicht um Leid im Tod, sondern darum, dass (nicht nur durch Krieg) die Gesellschaft Ungerechtigkeiten reproduziert – und das in Folge dabei Frauen stärker diskriminiert werden. Kriege befördern z.B. männliche Stereotype und führen zu einer Entmenschlichung der Gesellschaft. S.a. Guantanamo, Kriege im Irak/Afghanistan. Einige Männer lieben ja den Krieg und lassen sich als Söldner hier und da einsetzen, weil dies ihrem Bild eines Mannes entspricht – die Freiheit neu töten, zu vergewaltigen und sich zu nehmen, was sie wollen. Das ist ein fatales Menschenbild, das wir nicht wollen können.

      1. Michael schreibt:

        Hallo Thilo!

        Die genannten kriegsliebenden Männer halte ich für absolute Ausnahmen, und von ihnen auf das ganze männliche Geschlecht zu schliessen, etwa so legitim, zu behaupten, nur weil es schwarze nigerianische Drogenhändler gibt, sind alle Schwarzen notorische Drogenhändler. Also nichts anderes als Rassismus.

        Und haben die Frauen 1933 ihr neu gewonnenes Wahlrecht dazu genutzt, Hitler zu verhindern? -Nein, sie haben für Hitler gestimmt, ihm fanatisch zugejubelt, “verherrlicht”, genau wie die Männer. Meine Urgroßmutter hat, als ich klein war, immer für Hitler geschwärmt, das sei doch ein “richtiger Mann” gewesen.

        Auch für der Irakkrieg gab es laut einer Umfrage unter den Frauen mindestens genausoviel Zustimmung wie von Männern.

        Frau Merkel hat sich damals bei der USA angebiedert, Gerhardt Schröder nicht.

        Frau Thatcher befahl den Falkland -Krieg.

        Der Unterschied ist nur, Frauen müssen nicht an die Front, die Männer schon. Dies kann man durchaus als Privileg betrachten.

        – Wie meinst Du es also, wenn du sagst, durch die Folgen des Krieges werden Frauen stärker diskriminiert?

        – Die Frauen sind übrigens auch in der Bundeswehr unterepräsentiert, bist Du auch hier der Meinung, dies ist als Diskriminierung der Frauen zu interpretieren?

        Gruß,

        Michael

  2. Michael schreibt:

    Hallo Thilo!

    Dann hätte ja der folgende Satz genau die gleiche Daseinsberechtigung: “Wer eine menschliche Gesellschaft will, darf eine weibliche nicht zulassen”, weil das impliziert, daß Männer überwiegend diskriminiert und unterdrückt werden.

    Steht aber nicht im Programm.

    Und wo haben wir denn eine rein männliche Gesellschaft! Hier leben 52% Frauen. Oder meintest Du, die Frauen tun nur das, was die Männer wollen?

    Für mich tut keine Frau, was ich von ihr will, und ich wünsche dies auch nicht.

    Wohl tun viele Männer etwas für Frauen. Sie haben sogar Männer, die ihnen abnehmen, für den Feminismus zu kämpfen, so wie Du es tust. Ob sie nun danach gefragt haben oder nicht. Die Ideologie der Radikalfeministinnen hat sich schon verselbstständigt.

    Hier noch ein aktuelles Beispiel, was Feministinnen meinen, welche brutalen patriachalen Unterdrückungsmechanismen es zu bekämpfen gilt:

    http://www.spiegel.de/video/video-1019217.html

    Also, über solche Probleme möchte ich auch mal (mit Steuergeldern bezahlt) aufregen können, dafür würde ich sogar meine Männersorgen noch freiwillig hergeben.

    Gruß,

    Michael

    1. Michael, wir haben aber keine überwiegend weiblich dominierte Gesellschaft. Es ist schon lustig wie viele Männer vor etwas Angst haben, offenbar weil sie denken Frauen würden alles nur auf den Kopf stellen. Ich denke auch nicht, dass es im Feminismus nur darum geht ausschliesslich die Frauen zu fördern. Das Geschlechterverständnis ist ja heute bei weitem komplexer geworden. Ich verstehe modernen Feminismus primär so, dass es darum geht Rollenbilder und Herrschaftsstrukturen, die über das Geschlecht laufen zu bekämpfen, weil sie in erster Linie Frauen schaden – aber nicht nur. Viele Männer reden und tun Dinge, weil sie glauben, dass Männer das so tun müssen. Weil sie an veralteten Männeridealen festhalten. Dies hat in der Vergangenheit ALLE Menschen negativ getroffen, tut es heute auch noch und wird es auch bis auf weiteres weiter tun.

      Ich will mit Dir hier aber keine öffentliche Endlosdiskussion führen – wir drehen uns im Kreis und dies ist kein Forum.

      1. Chris schreibt:

        Thilo Said: “Michael, wir haben aber keine überwiegend weiblich dominierte Gesellschaft.”

        Ich muss dir da jetzt doch einfach noch mal was antworten, Thilo. Schalt doch einfach mal das Radio oder TV an, und dann hör mal einen Tag lang zu, wie oft die Berechtigung irgendwelcher politischer o.ä. Massnahmen damit begründet wird, dass sie besonders für Frauen gut sind. Und dann kannst du ja mal ein Jahr lang darauf warten, bis du hörst, dass irgendetwas deshalb wichtig und gut ist, weil es besonders Männern nützt. Wenn du es überhaupt jemals hören wirst.

        Von der Stimmung her und dem Wert, der Menschen zugebilligt wird, haben wir schon längst eine zutiefst matriarchalische Gesellschaft.

  3. Alison schreibt:

    Ich bin eine Frau. Und ich möchte deswegen weder irgendeinen ungerechten Vorteil, noch einen Nachteil haben. Ich will die selben Rechte und die selben Pflichten. Genauso wie Nico von den Galaxy Rangers. :) Es gibt zudem keinen richtigen Beleg dafür, dass mehr Männer Piraten sind als Frauen (obwohl es natürlich nahe liegt…), denn auf dem Anmeldeschein zu den Piraten wird nicht nach dem Geschlecht gefragt (das heißt nicht, dass ich mich schon angemeldet habe, ich meine ja nur… :). Die ‘Frauenquote’ bei den Piraten ist also eigentlich eine Dunkelziffer. Frauenquoten sind keine Gleichberechtigung.

      1. Michael schreibt:

        Da behauptet ein Mann, sich für die Anerkennung von Frauen einzusetzen, und kanzelt die Ansicht einer Frau mit den Worten: “Es ist echt unwesentlich, was Du gerne würdest” ab.

        Das zeigt eimmal mehr, welche Rolle die Frauen in dieser Denke wirklich spielen: Was sie wirklich wollen und denken, dürfen sie nur äussern, wenn es das Schema passt, daß die Frauen die Opfer sind.

        Als solche haben sie dann nur noch die Funktion, daß der Herr Ritter seine Retterrolle mit den entsprechenden Statistinnen ausstatten kann und sich in seiner vermeintlich ach so edlen Gesinnung sonnen kann.

        Gruß,

        Michael

      2. Du verstehst es einfach nicht. Wenn mir ein Afrodeutscher sagt, das es es ok findet, dass man ihn “Neger” nennt, dann würde ich auch nicht dazu übergehen diesen Begriff zu verwenden. Es geht hier um Grundrechte und nicht um Elkes oder Marinas oder whoevers Rechte. Es geht nicht darum, ob es EINE oder MEHRERE Frauen gibt, die die Verletzung ihrer Grundrechte als selbstverständlich annehmen, sondern es geht darum, ob dieses Grundrechtsverletzung existiert.

        Oder nimm das Beispiel eines Arbeiters: Es gibt Leute, die arbeiten für 3 € pro Stunde. Das ist unter aller Kanone und eine Ausnutzung ihrer Arbeitskraft – selbst dann, wenn die Arbeiter sagen, das Sie sich gerne versklaven lassen.

        Von mir aus kann jede Frau ihre Grundrechte aufgeben. Das ändert aber nichts an den Fakten. Es geht hier nicht um persönliche Befindlichkeiten. das die Mehrheit der Piratinnen damit kein Problem hat ist klar. Genau so wei die Mehrheit der CDU-Frauen sicher kein Problem damit haben, das es in der CDU-Bundestagsfraktion keine Frauenquote gibt. Wer das wesentlich findet, wird halt kein CDU-Mitglied. D.h. die Piraten werden niemals Frauen und Männer gewinnen, denen Frauengrundrechte am Herzen liegen. Sie kriegen nur “mehr von der gleichen Sorte” – eine Gruppe politisierter Menschen, denen entweder Frauenrechte am A… vorbei gehen oder Antifeministen sind – und die es ausreichend finden nur für Grundrechte im Internet einzutreten.

        Andere, wie ich, denken das Grundrechte unteilbar sein müssen. Und ich denke wer anfängt daran rumzusägen, der steht auf der falschen Seite. Hier geht es ja nicht darum einzelne Maßnahmen zu diskutieren. Hier wurde ja nicht einfach angezweifelt, ob denn eien Frauenquote ein wirksames Mittel ist – sondern es wurden Jahrhunderte Geschichte der Frauenbewegung, die viele Opfer gefordert hat als nutzlos und selbstverständlich weggewischt. Ich bin sicher einige der Frauen, die so hart für ihre und die heutiger Frauen Rechte gekämpft haben würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen und hören könnten, wie Frauen ihre eigenen Rechte so wenig zu achten wissen.

        Man kann das auch auf andere Grundrechte übertragen. Wer Grundrechte als “einfach selbstverständlich” ansieht, weiss nichts von Geschichte und hat null Ahnung von Demokratie und Politik. Demokratie wurde uns nicht von den Königen und Kaisern gegeben, damit wir mitreden dürfen. Demokratie wurde zum Teil sehr blutig erstritten. Diese Verachtung für Bürgerrechte ist das Gegenteil, was ich von den Piraten erwartet hätte. Und muss sie somit als politische Gegner betrachten.

  4. Michael schreibt:

    Antwort auf den Beitrag von:

    Henningninneh, September 7, 2009 um 9:44

    Hallo Henningninneh,

    Dein Beispiel mit den Menschen mit ausländisch klingendem Vornamen, die sich auf eine Arbeitsstelle / auf eine Wohnung bewerben und nur aufgrund ihres Vornamens eingeschränkte Chancen haben, und die deshalb, genau wie die Frauen, eine Förderung bekommen sollten, hinkt ganz wesentlich: Denn diesen Menschen wird gar keine Quote zugebilligt, im Gegensatz zu den Frauen.

    Auch, um mich dem Thema wieder anzunähern, gibt es in den Parteien und überhaupt in dieser Gesellschaft, ausgenommen für die Frauen, keine Quote!

    – Außer für z.B. Behinderte, und dies ist nachvollziehbar, sie können nichts für ihre eingeschränkte Leistungsfähigkeit und es ist ein Gebot der Menschlichkeit, zu versuchen, dies etwas auszugleichen.

    Frauen aber sind nicht behindert, und viele wollen auch explizit nicht so behandelt werden, wie ja auch die eindeutigen Statements auf dieser Seite zeigen.

    Und nach Deiner Logik müsste es doch auch Förderung / Quoten für benachteiligte Männer geben, oder ist Mannsein ein absolutes Ausschlusskriterium für Benachteiligtsein?

    Z.B. Förderung für Männer bei Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Förderung von Teilzeitarbeit für Männer? Beratungsstellen für Männer, die fälschlicherweise des Mißbrauches / Vergewaltigung ihrer eigenen Kinder beschuldigt werden? Gelder für Männerforschung? Ein Männergesundheitsbericht? Jungenförderung in der Schule?

    Und die Männer- Witze sind, da hast Du Recht, sind schlechte Witze. Und noch schlechter, wenn man bedenkt, wer sie in die Welt gesetzt hat: Das Sprachrohr des Feminismus in Deutschland schlechthin, das mit angeblich hohem moralischem Anspruch angetreten ist, um Werte wie Gleichberechtigung, Respekt und freie Lebensentfaltung zu transportieren. Das aber, nicht nur in diesen Witzen, offenbart, daß diese wohl nur für das weibliche Geschlecht gelten soll.

    Noch ein wenig schlechter wird einem, wenn man sich vergegenwärtigt, daß es in dieser Gesellschaft möglich ist, trotz solcher und ähnlicher Kampagnen auch noch zweifach mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet zu werden.

    Gruss,

    Michael

    1. Frauen machen rund die Hälfte der Bevölkerung aus. Aber wenn es um Einkommen geht oder bestimmte Position, so sind sie nicht zur Hälfte beteiligt. Dies liegt nicht an der Qualifikation, sondern an diskriminierenden Bedingungen. Warum suchst Du wie wild nach der Nadel im Heuhaufen um irgendwo einen benachteiligten Mann zu finden?

      Ich sehe Deine Sichtweise verkürzt so: Das Frauen pauschal diskriminiert werden, was statistisch vielerorts sichtbar ist, ist vollkommen ok – was aber GAR NICHT geht, sind Gegenmaßnahmen – da fängst DU an Dich aufzuregen. Bei Dir hakts am Verständnis für die bestehenden Diskriminierungen – Du siehst nur die Reaktion – nur das, was die Männer betrifft. Smit muss sich für Dich das falsche Bild ergeben.

  5. Tom schreibt:

    Wie schon Deine Kollegin schrieb: “Den Piraten sind Frauen egal.”.

    Das stimmt. In einer ganz bestimmten Lesart: Zumindest die mir bekannten Piraten betrachten Frauen (wie Männer) in erster Linie als MENSCH und nicht als Frau.

    Ich unterstütze ausdrücklich die Sprachregelung, eine Bezeichnungsform (“Pirat”) zu wählen. Eine geschlechtsneutrale wäre vielleicht ideal, existiert aber nicht und müßte als Wort neu geschaffen werden, was dann zu Verständnisproblemen führt. In meinem Betrieb habe ich zur Einführung des AGG als Betriebsratsvorsitzender eine ähnliche Vereinbarung mit der Geschäftsleitung ebenfalls unterstützt. Auf GL-Seite übrigens von einer Frau vorgeschlagen.

    Warum? Weil das PiratInnen eine reine Semantik ist und der weiblichen Form in den Augen auch vieler Frauen und einiger FeministInnen :-) gerade keine Gleichberechtigung gibt. Im Übrigen hat niemand etwas von sprachlicher Gleichbehandlung, auf die tatsächliche kommt es an.

    Und zu: “dass es einem scheissegal ist, wenn die Hälfte der Bevölkerung die eigenen Partei aus themenfremden Gründen ablehnt.” kann ich nur sagen, daß Du das Prinzip der Themenpartei berücksichtigen mußt. Die PP hat auch zur Arbeitsstättenverordnung, zum Asylrecht, zum Länderfinanzausgleich und hundert anderen Themen explizit keine Meinung.

    Wem das nicht gefällt, der kann gerne eine Partei wählen, die zu allem ‘ne Meinung und zu nix die Kompetenz hat. :-)

    1. Oh das scheint ja der neue Trend zu sein – die armen verfolgten Männer. Das einzige, wo ich glaube echter Handlunsgbedarf ist, ist bei den Jungen in der Schule. Ich sehe das ganze ganz neutral . Ich bin hier sehr für eine Förderung der Jungen. Ich denke z.B. auch, das es Sinn macht entweder in einigen Jahrgängen Mädchen und Jungen in getrennten Klassen zu erziehen oder da bei Lehrkräften und insgesamt auf eine Geschlechtergerechtigkeit zu achten. Ich weiss nicht, ob da derzeit was passiert. Aber an dem Beispiel wird vielleicht noch deutlicher, welchen Einfluss eine Diskriminierung hat.

      Eine Männerdiskriminierung im allgemeinen, gibt es aber nicht. Ich denke das negative Diskriminierung immer zu Lastend er gesamten gesellschaft geht, da hier das Prinzip der Egalität verletzt wird. Es macht immer Sinn für einen Ausgleich zu sorgen.

  6. Die Piraten-Partei ist frauenfeindlich, hat keine Stammwähler, hat kein Konzept und ist sowieso bloß eine Raubkopierervereinigung…

    Das und vieles mehr habe ich die letzten Tage und Wochen immer wieder gelesen… und fand es teilweise auch recht amüsant^^ besonders die Kommentare, eine Seite gegen die Andere *lol* es geht doch nix über ein einfaches Weltbild….

    1. Was ist einfacher als zu sagen “wir sind nichts von alledem” – man entzieht sich allen Kategorien per Deklaration und darüberhinaus als grundsätzlich überlegen in den meisten Fragen. So kommt es dann, das Piraten zensieren und gleichzeitig Zensur ablehnen und den Widerspruch nicht erkennen.

      1. Ob sich Piraten grundsätzlich Überlegen fühlen hmm weiß ich nich’… glaub ich nich’ so recht, zumindest nich’ die Meisten, aber es gibt da immer solche und solche Menschen, das hängt nich’ von der Partei ab würd’ ich sagen… naja wie gesagt, bin ja kein Pirat.

        Aber den Ballast des letzten Jahrhunderts über Bord zu werfen – hach gutes Bild^^ – und in die Zukunft setzen, da seh’ ich Prinzipiell erstmal nix schlechtes, solange man aus der Vergangenheit lernt und nix verleugnet.

        Das die Piraten zensieren ist mir bis jetzt aber noch nich’ untergekommen – ehrlich jetzt – vielleicht hab ich’s nur nich’ mitbekommen, bin ja nich’ so der große Blogleser. Bitte um Quellen zur politischen Bildung^^.

        Aber allen im allen seh’ ich’s so, dass ich den Piraten eine gewisse Zeit zugestehe. Sollen sie sich die nächsten vier Jahre erstmal ordentlich Positionieren und Flagge zeigen und seh’n dann bei der nächsten Bundestagswahl 2013, ob die Piraten wirklich das Zeug haben die “neuen Grünen” zu werden wie es zur so schön proklamiert wird, oder ob sie für immer ‘ne Randpartei bleiben wie die Tierschutzpartei oder so^^.

  7. Hallo, aber bei den Piraten tut sich was zum Thema Frauen. Es gibt eine politische Arbeitsgemeinschaft Frauen, ein Forum Frauen, eine Arbeitsgemeinschaft für Öffentlichkeitsarbeit, um Frauen anzusprechen.
    Wenn die Piraten nix für Frauen wären, wäre ich nicht dabei. Aber ich bin dabei, und werde dafür eintreten, dass sich an der Situation – die du sehr schön beschrieben hast – etwas ändert.
    LG Piratenweib

  8. Siebenschläfer schreibt:

    Sorry aber wer in einer Diskussion meint Frauen werden in Deutschland in irgend einer Weise diskrimmiert, den kann man von vorneherein schon nicht mehr ernst nehmen. Alleine die Wehrpflicht und die Tatsache, dass Männer ca 6-8 Jahre früher den Löffel abgeben, sollte einem zu denken geben wer in diesem Staat WIRKLICH diskrimminiert wird, und das von ganz Oben, per Gesetz.

    1. Im gegensatz zu Ihnen habe ich das Buch verstanden: NAtürlich gibt es weibliche Lehrer – also sagt man Lehrerin. Die PIraten behauten nun aber sprachlich gibt es nur männliche Piraten. DAS ist Neusprech. Die weiblichen Berufsbezeichnungen folgen doch lediglich der Tatsache, dass es Frauen gibt, was die Sprache oft vorher negiert hat.

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