Der ‚Kobraeffekt‘ und die Autos

Die Welt schildert in einem Artikel mit dem Titel „Die wahren Kosten des Abwrackbooms“ kurz die Geschichte hinter dem Begriff „Kobraeffekt“ und dann die Kosten, die nun die Steuerzahler zu bezahlen haben bei der Abwrackprämie. Vieles bei Steuern und Wirtschaft ist am Ende ein Nullsummenspiel.

Nach dem die Große Koalition und Frau Merkel monatelang gezaudert hatten, was Maßnahmenpakete für die Bevölkerung angeht, war man hier beim Verschenken von Geld an die Autoindustrie sehr schnell und unbedacht.

Die „Mitnahmeeffekte“ sind groß. 75% derjenigen, die sich ein Auto JETZT kauften, hätten es auch ohne Abwrackprämie getan. Dafür durften sich jetzt auch die Leute eine Prämie holen, die im Geld baden können – jeder hatte Anspruch – auch für den Kauf eines Maseratis hätte man diese bekommen (unwahrscheinlich vielleicht). Es ging also nicht im geringsten um eine Stützung der einkommensschwachen Schichten. Ähnlich wie beim Kindergeld wurde hier breit gestreut – bedürftig oder nicht.

Zudem wurden nun auch Autos gekauft, die eben nicht abgasarm sind. Daher kommt es zu einer erhöhten Belastung für die Umwelt, Krankheiten, etc. .

Alles in allem ist es eine große Umverteilung von unten nach oben – und auch Geld von denen, die auf das Auto für die Umwelt verzichtet haben hin zu denen, die sagen „scheissegal“. Das es Leute gibt, die ihr Auto brauchen ist schon klar, aber viele eben auch nicht – und diese Prämie galt auch für ein Dritt- oder Viertauto.

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