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Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

FDP lebt in der Vergangenheit

Wie stark die FDP in der Vergangenheit lebt, zeigt ein aktueller Onlineartikel mit dem Titel Transfergesellschaften sind Geldverschwendung. Zitat:

Zum anderen halten einige Arbeitsmarktforscher solche Lösungen schlicht für Geldverschwendung: Was Transfergesellschaften machen sollen, könne die Bundesanstalt für Arbeit mindestens ebenso gut (so gelesen am 29.3. 19:05 Uhr)

Bei einer so expliziten Positionierung hat es die FDP nicht einmal hinbekommen es zu realisieren, dass es seit 2004 “Bundesagentur für Arbeit” heißt. Wie kompetent kann eine Partei sein, die nicht einmal die korrekten Namen der Institutionen kennt, von denen sie schreibt?

“Tyrannei der Massen”- Meisterrhetoriker Döring schlägt zu

Wow, der designierte FDP-Generalsekretär hat sich noch vor Amtsantritt als vollkommen inkompetent erwiesen. Nur weil die Masse die FDP nicht mehr liebhaben wollen, mag jetzt die FDP die WählerInnen nicht mehr:

“Tyrannei der Massen” als Synonym für “Diktatur des Proletariats”? Damit stellt sich Döring in eine rechtsradikale Tradition des Bürgertums von 1848  (Quelle).

Das Personaltableaut der FDP scheint echt dünn zu sein.

Übrigens scheint der Patrick auch ein Verkehrsrowdy zu sein:

Im Mittelpunkt der Presse stand Döring auch wegen eines Verkehrsdeliktes, was zeitgleich mit seiner Ernennung zum Generalsekretär der FDP in der Öffentlichkeit bekannt wurde. Die Justiz ermittelte gegen ihn wegen Verkehrsunfallflucht. Mitte November 2011 beschädigte Döring in der Nähe seines Hauses mit seinem Privat-PKW den Außenspiegel eines anderen Verkehrsteilnehmers und fuhr anschließend weiter. Das Verfahren wurde gegen Zahlung eines Bußgeldes durch Döring in Höhe von 1500 € eingestellt. (Quelle: Wikipedia)

Da sollte er mal wegen der Anonymität der Massen nicht mit Steinen werfen, wenn er selber Unfallflucht begeht.

ver.di im Kurs gegen die Arbeitenden!

Solche Aussagen muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

Berlin (dapd-hes). Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, droht dem Flughafen Frankfurt mit Konsequenzen, falls die streikenden Mitarbeiter der Flugsicherung sich mit ihren Lohnforderungen durchsetzen sollten. “Je nachdem, was da rauskommt in den Verhandlungen und am Ende dieses Tarifkonfliktes, wird das Konsequenzen haben für das Gefüge der Löhne am Flughafen”, sagte Bsirske in der ARD-Sendung “Bericht aus Berlin” am Sonntagabend. Er selbst wolle “keinen Zweifel dran lassen: wenn sich nur in annähernder Größenordnung diese Gruppe durchsetzen sollte, dann wird das entsprechende Forderungen auch für die anderen beschäftigten Gruppen an diesem Flughafen geben”.

Was heißt das übersetzt? Bsirskes Stellungnahme ist alles als die geschickte Einleitung eines eigenen Arbeitskampfes. Es ist im Kern der Versuch Lohnerhöhungen für GdF-Mitglieder zu verhindern. Ähnlich wie die EVG oft Stellung gegen die GDL bezogen hat. Man muss sich das mal vorstellen: Ein Repräsentant einer Gewerkschaft möchte mit all seinen Mitteln verhindern, dass Arbeitende bessere Löhne bekommen. Und das nur, weil sich ver.di den Arbeitgebern viel verpflichteter fühlt und somit seit Jahren nicht mehr gegnerfrei ist. Nur wenn ver.di befiehlt soll marschiert werden. Wehe denen, die meinen es ginge um höhere Löhne oder bessere Arbeitsbedingungen. Nein, es geht nur um die Macht der Zentralgewerkschaften und um die Macht der mit ihr marschierenden FunktionärInnen. Im Zweifelsfall gegen die eigene Klasse heißt ihr offensichtlich immer mehr das Motto? Brecht die Macht der Zentralgewerkschaften! Besser gestern als heute!

Hier das Interview

Nie wieder Ebooks? (Bookzilla)

Februar 7, 2012 4 Kommentare

Schon öfters habe ich PDFs gekauft, z.B. bei der TAZ oder anderswo. Nun bin ich auf eine ganz neue Art von Betrug gestoßen: Es werden PDFs angeboten, die keine PDFs sind, sondern per DRM (Digital Rights Management) gesichert.

Wie z.B. dieses Angebot von Bookzilla. Im Kleingedruckten sieht man dann dort:

Dieses eBook können Sie auf allen Geräten lesen, die pdf- und DRM-fähig sind. z.B. auf dem Acer LumiRead & Sony Reader - nicht auf dem Kindle.

(aber im FAQ zu PDF kommt man nur auf eine leere Seite , 7.2.12, 11.30 Uhr)

Wenn man so ein Buch kauft, kann man bei Bookzilla im Download-Bereich eine Datei herunterladen, die “URLLink.acsm” heisst. An dem Punkt habe ich dann gemerkt, dass der Kauf dieses Buches nicht so normal funktioniert, wie ich es erwartet habe.

Seit Jahrzehnten nutze ich PDFs. PDFs sind eigentlich immer lesbar und selten geschützt. Ein “pdf eBook” ist also unzweifelhaft etwas, dass ich schon millionen male geöffnet habe? Weit gefehlt. Auch die Beschreibung,  dass so wie ich es gelesen habe das PDF auf allen Geräten lesbar ist, das auch PDFs lesen kann war nicht korrekt. Dort stand auch nicht: Dieses eBook läuft nur auf Windows,… und NICHT auf Linux. Fakt ist aber, dass Bookzilla, die sich selbst als große Förderer von Freier Sotware darstellen, mich auf einmal zwingen wollen, unfreie Software zu installieren, nur um ein BUCH zu lesen. Und das nicht aufgrund zwingender technischer Voraussetzungen, sondern weil Bookzilla mir misstraut.

Warum aber sollte ich, sollten wir Bookzilla und den Herstellern von eBooks vertrauen, wenn diese uns nicht vertrauen?

Ich widersrpach also dem Vertrag und wurde per Email darauf hingewiesen:

Sehr geehrter Herr Pfennig,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Bitte beachten Sie, das Downloads nicht unter das normale Widerrufsrecht fallen: § 1 Widerrufsrecht …“Das Widerrufsrecht gilt ferner nicht für Downloads von Audio-Dateien, eBooks und / oder Software, da diese aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht zur Rücksendung geeignet sind“. Der Hinweis auf DRM-Verschlüsselung ist in der Artikelbeschreibung deutlich erkennbar. Sollten technische Probleme vorliegen, die eine Stornierung auf Kulanzbasis rechtfertigen, so schildern Sie uns diese bitte möglichst detailliert. Alle wichtigen Informationen zum Thema Widerrufsrecht & Rücksendungen finden Sie unter: http://www.bookzilla.de/shop/action/magazine/5039/widerrufsrecht.html?aUrl=90006951 Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gern jederzeit zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen Ihr Team vom Bookzilla.de-Kundenservice

Sollte es tatsächlich so sein, dass eBooks nichts anderes sind als der Versuch dem Konsumenten fundamentale Rechte gänzlich abzusprechen? Insbesondere möchte ich öffentlich darauf verweisen, dass das Wort “DRM” zwar in der Artikelbeschreibung vorkommt, aber nicht, dass Bookzilla keine Kunden mehr haben möchte, die Linux benutzen. DRM ist das eine – sofern es eine Technologie ist, die jeder benutzen kann. Schlimm genug. Etwas anderes ist es, wenn bestimmte Kunden willlkürlich vom Gebrauch einer Ware ausgeschlossen werden. Es ist kein Mangel, den ich zu verschulden habe, dass Bookzilla eine Technologie verwendet, die auf meinem Rechner nicht funktioniert. Gerade der Ausschluss des Widerrufrechtes ist ja ein so schwerer Haken, dass ein Verkäufer doppelt und dreifach darauf hinweisen müsste, dass im Gegensatz zum Papierbuch der Widerruf nicht möglich ist.

Vielleicht lohnt es sich hier an der Stelle mal einen Präzendenzfall zu schaffen? Anwälte, die da ihren Spaß dran hätten und auch gute Chance sehen, dürfen sich bei mir melden. Auch Gleichgesinnte. Ich werde an dieser Stelle darüber informieren, wie dieser Fall weitergeht.

Was sagt eigentlich der FSFE zu dem Fall, der ja Partner von Bookzilla ist?

Plädoyer für ein konstruktives Streiten

In vielen Zusammenhängen gelten Streit und offene Konflikte als unfein. Harmonie und uneingeschränkte Solidarität dagegen als MUSS.

Ich möchte, insbesondere in linksradikalen Zusammenhängen, dafür plädieren mehr zu streiten. Streit muss nicht immer so enden, dass Menschen hinterher nicht miteinander reden. Im Gegenteil. Ohne Streit kann es meines Erachtens keine echte Annäherung geben.

Streit hat einen schlechten Ruf. Gerne wird jede Position als legitim so stehen gelassen wie sie geäußert wird. Das ist äußerst höflich, führt uns aber oft nicht weiter. “Ich-Botschaften” senden ist IN. Daraus ergibt sich eine Kultur des Vermeidens Ungereimtheiten und Meinungsverschiedenheiten auszutragen. Über alles wird die wohlige Decke des gegenseitigen Verstehens ausgebreitet. Aber hinterher hat es auch jeder leichter bei seiner Position zu bleiben.

Wichtig bleibt dabei, dass man stets versucht, den gegenüber inhaltlich zu verstehen. Es kann dabei aber auch helfen ihm oder ihr etwas zu unterstellen oder zumindest eine Frage zu stellen, die als solche aufgefasst werden kann.

Es scheint gerade in Deutschland in der politischen Diskussion oft nur zwei Zustände zu geben:

  1. Man diskutiert konstruktiv miteinander im gegenseitigen Respekt – und erklärt beiderseits auf der gleichen Seite zu sein
  2. Ab einem bestimmten Punkt brechen Missverständnisse durch und der Gegenüber wird zum politischen Gegner.

Unmöglich scheint dabei der konstruktive Streit, bei dem man ggf. stunden- tage oder wochenlang Argumente austauscht und aufeinander eingeht. Und das wichtigste: Bereit ist, die Position des Anderen zu übernehmen.

Die Psychologie der Ich-Botschaften schätzt das Individuum so über alles, dass es gar nicht den Wert erkennt gemeinsame Positionen erarbeitet oder erstritten zu haben. Es sieht nur die negativen Folgen schlechter Stimmung durch Missverständnisse.

Ich erlebe es leider immer wieder, dass bei geäußerter Kritik die Schotten dicht gemacht werden. Für mich bedeutet dieses kommunikative Verhalten dann allerdings auch etwas – nämlich das der Gegenüber leider nicht zu einem reifen Dialog fähig ist. M.E. kommt niemand da um diesen Lernprozess drumherum.

Wichtiger Aspekt ist dabei auch der Humor – oder auch der Spaß am Konflikt. Oder auch die Neugier auf den Gegenüber und dessen Position. Einer auf Kompromiss gebürstet Kommunikation fehlt häufig die Neugier und das Verstehen-Wollen des Gegenübers.  Dabei drückt sich gerade im Unterschied der Respekt für einen Gegenüber aus – mehr noch als darin ihn in seiner Andersartigkeit nicht zulassen zu wollen und stattdessen ihn in einen Kompromiss und damit Negation seiner eigenen Positionen zu zwingen.

Viele Diskussionen enden im Nichts, in Sackgassen. Alle gehen zufrieden nach Hause und niemand hat etwas dazu gelernt. Oder man hat einen Haufen von Leuten oder Gruppen, die sich nicht wirklich nah sind. Aber man meidet die Konfrontation, weil die die Gefahr birgt, dass man sich nicht einig sein könnte. Das innere Konflikte aufbrechen könnte. Am Ende stehen dann weichgewaschene Positionen bei dem sogar akzeptiert wird, dass Gruppen teilhaben, die das Gegenteil von dem wollen, was man selber für richtig hält. Wenn man dann aber bereit ist das Gegenteil dessen mitzutragen, was einem am Herzen liegt, stellt sich verstärkt die Frage, warum man meint auf der gleichen Seite zu stehen.

Ich glaube diese Frage, ob man wirklich am gleichen Strang zieht, wird viel zu selten gestellt. Und deswegen sind viele Aktivitäten so bedeutungslos und unattraktiv. Die klare Alternative fehlt. Aber der Kompromiss ersetzt keine Position.

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Und wer beobachtet Friedrich, Schröder & Uhl

Es ist erbärmlich anzusehen, wie die rechtsradikalsten Spitzenpolitiker sich vor die Kameras stellen und sich als Moralapostel und Entscheider dastehen sowohl für die Verfolgung von Rechtsradikalismus als auch für die “Beobachtung” der Linkspartei.

Wer beoachtet denn die Politiker, die seit Jahren an den Menschenrechten herummachen – die dann irgendwelchen Gruppen oder Einzelpersonen ein gespaltenes Verhältnis zur FDGO (Freiheitlich Demokratischen Grundordnung) vorwerfen.

Was glauben die eigentlich, wer sie sind? Sie hatten doch was die NSU angeht die Steigbügel gehalten und sich stattdessen auf harmlosen Linksradikale gestürzt und Initiativen zur Bekämpfung des Rechtsradikalismus das Leben schwer gemacht (bis heute!). Die Denke hat abgewirtschaftet. Und das Aufdecken der Beobachtung der Bundestagsabgeordneten ist dabei nur die Spitze des Eisbergs!

Der Verfassungsschutz bekämpft und verletzt Menschenrechte am laufenden Band und bezahlt gewaltbereite Rechtsradikale. Und die CDU schaut zu und applaudiert – und tut jetzt so, als wenn das alles ganz normal wäre und sie so weitermachen könnten wie bisher. Business as usual?

 

Stuttgart 21: What to make of it?

November 28, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Was macht man nun aus dem Ergebnis der Volksabstimmung?

  1. Eine Minderheit der Baden-Württemberger hat an der Abstimmung teilgenommen.
  2. Eine Mehrheit der Baden-Württemberger hat, die teilgenommen hat, hat dem Ausstiegsgesetz NICHT zugestimmt.

Zum einen hat die Fragestellung im Vorfeld schon große Verwirrung ausgelöst. Man musste mit JA abstimmen, wenn man GEGEN Stuttgart 21 war.

Selbst in Stuttgart gab es keine Mehrheit GEGEN das Austiegsgesetz. Allerdings lehnten viele Gegner die Abstimmung als Mittel der Wahrheitsfindung ab. Die Argumente gegen S21  sind ja jetzt keine anderen als vor der Abstimmung.

Diese durchgeführte Volksabstimmung zeigt die Grenzen dieses Mittels auf. Eine Minderheit der Landesbevölkerung nimmt teil, unmittelbar betroffen sind weniger Leute. Was ist relevant? Wieviele der Gegner wollten diese Art Abstimmung? Der eigentliche Widerstand dreht sich nie um eine Mehrheitsentscheidung, sondern darum, dass der Bau katastrophale Folgen hat. Man kann nicht per Volksentscheid ändern, was Folge sein wird. Solche Entscheidungen können nicht per Mehrheit gelöst werden, sondern müssen sachlich gelöst werden. Und der Widerstand kann nicht via Wahlurne erfolgen, sondern nur über Direkte Aktionen.

FDP

September 20, 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Ja was soll man noch dazu sagen? Das ein Abschiessen Westerwelles nicht das Kernproblem der FDP lösen würde – nämlich das ihre Inhalte nicht stimmen, war vielen klar – offenbar der FDP nicht.

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Creating an ordered list with sed for HTML

I am no sed (streaming editor) crack – and  use it only a few times a year. But as I liked to reform an ordered list from text to HTML I had the wish to use it again. The ordered list was formatted in this way:

1.

2.

3.

To reformat I saved the data to a file named “old” and then opened a terminal. With a little old knowledge and some try and error I first tried with a dry run how sed would reformat:

sed s/^[0-9].\./\<li\>/g raw

And the result was:

<li>

<li>

<li>

For starters it is important that you should not write sed output to the input file, but rather to a new file:

sed s/^[0-9].\./\<li\>/g raw  > new

I wont go into detail into what all those so-called regular expressions mean. And you can read a lot about how sed works n the internet. My point was only to give one practical example of a powerful but small tool. If one uses sed in shell scripts it is even more powerful. You can for instance use something like a command line :

for i in *.txt; do sed s/^[0-9].\./\/g $i  > $i.new; done

to go through all files ending with “.txt” in a specific directory and fill the variable “$i”. And then each file which has been worked on gets a second one which is reformatted and ends with “.txt.new”. You then can copy or move these files to the old locations if you are satisfied with the results with another for loop.

I got never to the point to perfect my regular expression skills. I am still mostly play around with it. Which is really easy with sed. But be aware, that regular expressions differ in many programs

“Heimat” – Die Konstruktion eines Gefühls

Am 9.6.11 lief auf Deutschlandradio Kultur im Radiofeuilleton  eine Diskussion (mit Höreranfragen) zum Heimatbegriff: “Gemischte Gefühle – Was und wo ist Heimat?

Mit allen möglichen Verdrehung versuchte man dort den Heimatbegriff weiterzuspinnen.

Zu Gast waren Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba, Ethnologe, und Verena Schmitt-Roschmann, Journalistin und Autorin.

Ob von dem Panel oder den Hörern – es war eine gruselige Sendung.

Zunächst muss man ja mal konstatieren, dass es nur in Deutschland den Heimat-Begriff in dem populären Sinne gibt. Da wurde von Identitäten gesprochen. Widersprüche die aufzeigten, wie entfremdet so mancher in seinem eigenen Land oder Stadt sind, wurden einfach so übergangen, damit an der Mär weitergestrickt werden konnte, dass Heimatgefühl nichts weiteres ist, als ein weiteres (natürliches) Gefühl, wie Wut oder Freude.

Anstatt den Begriff zu zerlegen und klarzumachen, dass jeder Mensch gerne Orte hat, an denen er sich sicher und irgendwie zuhause führt hat man einen  verklärenden und unwissenschaftlichen Blick gewagt. Eine Autorin, die mit dem Begriff Geld verdient und ein verwirrter Kulturwissenschaftler. Dazu noch einige wehmütige AnruferInnen. Und schon ist der Mythos perfekt.

Wer genauer hinschaut weiß doch aber: Heimat gibt es nicht. Es gibt genug Menschen, die mehr als nur eine “Heimat” haben. Oder die sich eben nicht an irgendeine Heimatidentität gebunden fühlen.

Ich gehe aus der Tür und kenne mich aus. ich weiß wo ich was einkaufen kann. Die Umgebung ist mir vertraut. Das gibt ein sicheres Gefühl. Aber hat das wirklich eine Bedeutung? Meines Erachtens nur dann, wenn es ums Ausgrenzen geht: Wenn es darum geht wer hier hergehört oder wer nicht. Dazu gehört dann auch die Vorstellung das Moscheen nicht hier her gehören würden.

“Heimat” ist und bleibt ein stark konstruiertes Gefühl. Es ist mit Ideologie aufgeladen und es kann töten. Das Deutschlandradio ist damit extrem fahrlässig umgegangen.

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