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Immer noch: Antisemitische Bildsprache bei der Piratenpartei

Die Kritik ist seit Monaten bekannt. Doch die Piratenpartei  beharrt darauf eine eindeutig antisemitische Bildsprache in ihrer Stopp-Acta-Kampagne zurückzuziehen. Das hat ihr nun die “Ehre” eingebracht auch vom NPD-Blog thematisiert zu werden. Lernen die es nie?

Zu den Kommentaren auf der Seite und der Hinweis auf andere Verwendung: Nachhaltigen Einfluß auf die Geschichte der Propaganda hatte aber eben nun mal die der Nazis. Warum verwenden die Piraten nicht auch den Begriff der “Propaganda”. Im englischsprachigen Sprachraum wandte man sich nach dem 2. Weltkrieg von dem Begriff mit negativer Konnotation ab und nahm stattdessen “Public Relations” – bei uns “Werbung”. Wird die PP demnächst auch das Hakenkreuz verwenden, nur weil es älter ist, als die NSDAP?

Zu dem Verweis auf den Kommunismus: Es ist allgemein bekannt, dass dem Kommunismus, v.a. in den USA die gleichen Vorurteile entgegengebracht wurden, wie den Juden. Dies wurde insbesondere in der Mc-Carthy-Ära deutlich, wo zumeist jüdische Künstler sich dem Vorwurf “unamerikanischer Umtriebe” stellen mussten – eigentlich ging es aber natürlich um sie als jüdische Einwanderer. Dazu gibts auch eine gute Fernsehdokumentation. Jedenfalls ist es zu kurz gegriffen, wenn man einem Symbol oder Wort, dass einen eindeutigen Bezug in der Geschichte hat zunächsten diesen Bezug abspricht, um es dann ohne Bedacht zu verwenden. Die Geschichte verschwindet nicht dadurch, dass man ihr den Rücken kehrt!

  1. Juli 5, 2010 um 7:22 vormittags

    Ja stimmt, aus der Geschichte KANN man lernen.
    Tut der Mensch aber leider nicht.
    Die Holocaust-Forschung zeigt wieder Tendenzen, dass das “Gedankengut” irgendwie “eingepflanzt” sein muss. Denn es werden wieder die selben Argumente wie 1933 gebracht.
    Das Beste ist z.Z. dass über 45 % der Europäer meinen, die Juden sind mal wieder Schuld an der momentanen wirtschaftlichen Krise.
    Erschrecken!

  2. Juli 8, 2010 um 12:21 nachmittags

    Von einer Eindeutigkeit kann man nicht sprechen, den die verwendeten Symbol – Erdball und Krake – sind weder für sich noch in Kombination typische Symbole der Nationalsozialisten gewesen. Übrigens hat die NSDAP auch Drachen, Bergleute, LKWs, Besen, Kirchenkreuze, Familien, fliegende Adler und Bauern in “ihrer” Bildsprache verwendet. Wollen wir diese unscharfen Symbole aus unser visuellen Kommunikation verbannen? Ist ihre Verwendung etwa nicht politisch korrekt?
    Mitnichten, denn gleich wie Worte lassen auch Bilder mehrere Interpretationen zu. Der Wort Pirat ist exemplarisch. Das Bild der Krake – in dem Fall der Datenkrake – ist ebenfalls exemplarisch.

    Statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der ACTA-Kampagne reden Sie hier nur um den heißen Brei herum. Die klassischen Medien tun es nicht anders. Bei ACTA geht es um nichts geringeres als die Zukunft unserer bürgerlichen Freiheitsrechte. Wem an dieser Stelle Tierbilder an die Vergangenheit erinnern, möge sich später einmal daran erinnern.

    • Juli 8, 2010 um 12:26 nachmittags

      Es war eines der gerne benutzten Symbole und gehörte zur Bildersprache der Nazis. Wer es unrefflektiert verwendet ist entweder unwissend, dämlich oder benutzt es ganz bewusst. Such Dir aus, was davon auf die Piraten zutreffen soll.

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