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Der Medien Dresden-Dilemma
Nun wurde der Marsch der Nazis verhindert. Aber nicht nur Gebete oder Händchenhalten (Menschenketten) an Orten an denen gar keine Nazis waren, sondern konkret vor Ort im Widerstand von eher linken Gruppen und Sympathisanten. Die Tagesschau schafft es nicht es realistisch darzustellen.
Man hatte sich in Dresden entschlossen den Weg der Provokation einzuschlagen in dem man die Route der Nazis durch den eher linksalternativen Stadtteil Neustadt leitete. Nun hätte man zugeben müssen, das weder Polizei noch die bürgerliche Mitte die Nazis aufhalten wollten und konnten, sondern dass dies nur durch die Bewegung gelang die vorher so stark kriminalisiert wurde. Die jetzige Berichterstattung hat fast demagogische Qualitäten. Von Journalismus überhaupt keine Spur.
Das Dresden-Dilemma bezeichne ich als das: Man will sich gerne als Politik und Gesellschaft die Verhinderung des Nazi-Aufmarsches auf die Fahnen schreiben, aber man kann nicht die Wahrheit sagen. Denn das hieße ja, dass man sich geirrt hätte. Wie toll wäre das mal, wenn die Tagesschau zur Blockade aufrufen würde. Dann kämen vielleicht auch mal 100.000 Gegendemonstranten?
Na egal, hat ja auch so geklappt. Nur das wir leider immer wieder erleben, dass sobald Nazis auflaufen eine Schönfärberei besonderen Ausmaßes zu hören und zu sehen ist. Genau wie 2005 hier in Kiel.

