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Archiv für Juni 2009

Was ist die Netzcommunity?

Juni 30, 2009 1 Kommentar

Manche Normalbürger fragen sich ja: Was ist die Netzcommunity? Sascha Lobo meint DIE Community gäbe es gar nicht. Das stimmt auch zum Teil. Die Netzcommunity ist sehr divers und auch unterschiedlich alt.

Die Wurzeln der Netzcommunity wie sie sich derzeit auch bei den Piraten tummelt liegen m.E. im Kern in den 80ern. Zu den Zeiten der Mailboxen. Als die Hackerkultur am aufblühen war.

Mit einem Modem konnte jeder mit Computer und über das Telefonnetz eine Verbindung zu anderen Rechnern aufbauen, die sozusagen “Server” waren, vergleichbar zu den heutigen Webservern. Dort haben wir vieles von dem gemacht, was heute auch gemacht wird: Gechattet, in Foren geschrieben, Emails geschrieben, Musik und Bilder heruntergeladen. Jedoch hat man zu Anfang immer nur die Inhalte herunterladen können, die in der Mailbox selbst vorhanden waren, oder via Newsgruppen hereinkamen. Die Newsgruppen stellten meist die einzige Verbindung zwischen den Mailboxen her. Systeme wie UUCP erlaubten Inhalte Offline auszutauschen und war auf Unixsysteme vorinstalliert. Als Linux als freies Unix verbreiteter wurde war allerdings auch schon die große Zeit der Mailboxen vorbei. 1995 begann bereits die Zeit des modernen Internets (mit dem graphischen Browser Mosaic).

Aber zurück zu den Anfängen: Was man in Mailboxen und Newsgruppen tat, war oftmals primär sich auszutauschen, zu streiten (Flamewars), Daten auszutauschen (also zu teilen), und auch sich im realen Leben zu treffen. Wir haben zu der Zeit gelernt, ich habe gelernt. Natürlich haben die Erfahrung diejenigen nicht gemacht, die entweder zu alt oder zu jung waren in den 80ern am Computer dabei zu sein. Aber es entstand eine gewisse Kultur mit eigener Sprache und eigenen Regeln – diese Kultur hat sich auf jüngere Leute vererbt. Ich denke im Grunde waren auch wir Jugendlichen der 80er schon beeinflusst von den wenigeren Älteren, die weit früher schon z.B. Unix erfunden hatten, oder die das WWW erfand (Berners Lee) oder von Alan Kay (Objektorientierte Programmierung/Smalltalk).

Halten wir mal fest, was das Ergebnis dieser Kultur war:

  • Unix mit TCP/IP (Basis des Internets)
  • WWW / HTML
  • Linux, BSDs  / Freie Software Bewegung
  • Freie Inhalte, Creative Commons (Lawrence Lessig)
  • Chat und Instant Messaging
  • Grafische Benutzeroberflächen
  • Objektorientierte Programmierung
  • uvm.

Es geht nicht um das Detail – es geht hier darum das hier Ideen weitergetragen wurden. Zu einem großen Teil wurden diese Ideen auch einfach kommerzialisiert (Windows, Java, AIM,…). Aber der Kern der Ideen wurde nicht kommerzialisiert und die Netz-Kultur schuf ständig neue Ideen.

Heute ist die Netz-Kultur aus verschiedenen Gründen am nächsten am Puls der Zeit. Der wesentliche Grund ist, das die Gesellschaft sich technologisch unserer Kultur angenähert hat, weil sie auch schnell kommunizieren wollte – und weltweit. Der Siegeszug des Internets fand trotz massiver Blockaden der damaligen Onlinedienste statt. Der Sieg des Internets war die schwerste Niederlage für Compuserve, Microsoft, AOL, T-Online & Co..

Ermöglicht wurde das nicht zuletzte dadurch das die digitalen Technologien zum Teil aus Selbstlosigkeit einfach geteilt wurden (GNU, Linux, WWW) anstatt sie patentieren zu lassen. Ohne Freie Software kein Internet. Simple as that. Aber das hat die Gesellschaft damals wie heute nie verstanden. Stattdessen hat man das kostenlose Teilen immer mehr als Bedrohung des kapitalistischen Ethos verstanden.

Und im Grunde wird derzeit der Kulturkampf weitergetragen. Die Idee von Creative Commons explodiert förmlich. Nun werden massive Fragen gegenüber dem bisherigen Urheberrecht laut. Die dominierende Kultur möchte das Internet wieder eindämmen durch Zensur oder die Aufhebung der Netzneutralität. Man hat zwar Freie Software und Internet gerne als Geschenk genommen, meint nun aber, das man es doch besser alles wieder partitionieren und kontrollieren sollte.

Inzwischen hat sich aber die Netz-Kultur weiterentwickelt – und aus Linux-Usern, Tauschbörsennutzern, “Websurfern”, Kreativen,… sind politisch denkende Menschen geworden.  Zum einen sind viele von uns älter geworden – und wir sehen mehr als nur den Spass und die Technologie, sondern wir sehen den Versuch die Uhr zurückzudrehen, bzw. das zu etablieren, wovor uns z.B. 1984 zu warnen versuchte. Ein Großteil der Netz-Community versteht die Motivation der Schäubles und von der Leyens. Man ist zwar alltagspolitisch oftmals noch naiv und weit weniger ideologisch gebildet als viele Linke (Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten,…), aber auf der anderen Seite gibt es eine viel größere Offenheit bestehende Themen einfach anzuschauen und Lösungen auszuarbeiten in einer kooperativen Weise, wie man es halt schon seit Jahrzehnten macht beim Patchen von Software. Fehler finden und beheben. Und das ist neu für die Politik. Politik wird heute doch meist mit einem großen Apparat erledigt, wobei die Steuerung von Wenigen erfolgt und niemand weiss so recht was passiert.

Oder anders: Wer die Linux-Entwicklung verwalten kann, für den stellt ein Staat an Komplexität kein Hinernis dar. Hindernisse bestehen in der Politik eher durch bestehende Strukturen, Intransparenz, Korruption und unlogischen Denkmustern.

Hier gibt es einen fundamentalen Clash zwischen der alten Politikerdenke, die zum einen bestimmte Zielvorgaben definiert, im höchsten Maße manipulierbar ist durch Lobbys – und andererseits aber wenig an der Realität ausgerichtet ist. Auf der anderen Seite wird von Seiten des Netzes versucht für reale Probleme die beste Lösung zu finden. Das größte Defizit ist dabei derzeit die mangelnde Transparenz. Das heisst es sich nicht alle Informationen verfügbar, die man benötigen würde.

Die Netzcommunity wie z.B. die Piraten nutzt dabei aber aktiv Werkzeuge wie Wikis um miteinander zu kooperieren und Informationen offenzulegen. Ich beobachte hierbei zur Zeit folgendes:

  • Unheimlich schnelle Lernprozesse
  • immenses Wachstum an Mitgliedern der Piraten und Aktiven insgesamt
  • Niemand weiss so richtig, was als nächstes passiert
  • Verschiedene Projekte und Aktive beeinflussen sich gegenseitig, regen sich an und kooperieren, teilweise ohne zentrale Strukturen zu nutzen
  • Es gibt noch große Lücken und Unklarheiten bei verschiedenen Themen, dann aber auch spontan entstehende Konsense

Diese Entwicklung, von der die Piratenpartei nur ein Ausfluss einer langen Entwicklung ist passiert nach meinem Gefühl halt seit ungefähr 30 Jahren. Zur Zeit verdichtet sich vieles mehr und mehr – Leute finden zueinander und bewegen sich abseits ihres Berufes und sonstigen Aktivitäten plötzlich politisch. Dabei ist diese Bewegung vollkommen unabhängig von Sozialdemokratie, sozialistischen Idealen oder rechter Gesinnung. Ja man ist sogar bestrebt sich von allem fern zu halten. Und gerade das macht die Piraten so attraktiv auch für viele Wähler. Viele mögen einfach die klassischen Parteien nicht mehr sehen – von CSU über GRÜNE bis Linkspartei – keiner bietet neue Lösungen an. die GRÜNEN waren zum Anfang auch ähnlich hoffnungsfroh und wurden dann von Realos gestoppt. Aber die Piraten bewegen sich nicht in klassischen Mustern. Setzten sich GRÜNE noch aus verschiedenen politischen Strömungen zusammen, so sind die Piraten primär geprägt von bisher apolitisch denkenden Menschen, die jetzt nur sagen: Es Reicht! Das heisst natürlich auch, das wir alle nicht wissen wo es hingehen wird – aber wenn ich etwas prophezeien darf, so dass sich die Art wie man Politik macht radikal ändern wird.

Wer einmal gesehen hat wie man in einem Rathaus arbeitet und wie ich aus der IT kommt, der weiss: So kann Verwaltung nicht funktionieren. und so ist es im gesamten politischen Apparat: Alles ist aufgeblasen, ineffizient, ungerecht, monolithisch.

In den kommenden Monaten wird sich zeigen wie es sich weiternentwickeln wird. Meine Prognose ist, das die Piraten zumindest an den 5 % zur Bundestagswahl schrammen werden, wenn nicht sogar überspringen. Es ist faszinierend zu beobachten welchen Aufschwung sie gerade nehmen und wie sie nun in jedem Bundesland (das letzte was noch fehlte war Sachsen-Anhalt) aktiv sind. Ich hoffe sehr, das das alles sich in eine positive Richtung entwickelt, genug Zeit bleibt das eigene Handeln selbstkritisch zu beleuchten. Die geringe politische Erfahrung ist hierbei sowohl vor- als auch Nachteil. Ich hoffe das die Piraten nicht von irgendwelchen Idioten unterwandert werden und das sie einen hohen demokratischen Standard im Umgang miteinander pflegen werden. Dann sehe ich durchaus erhebliches Potential für die Piraten, die in der Lage wären viel mehr Bürger in Beteiligung einzubinden, als alle anderen Parteien zusammen. Noch ist es nicht Zeit, das man Erwartung dämpfen sollte. Bisher läuft das alles ganz positiv ab.

Fazit: Was wir hier sehen ist also keine neue Partei, sondern eine sehr alte Tradition (vielleicht in ihren Ursprüngen weit älter als die GRÜNEN), die sich ihren Weg in die Parteienlandschaft gebahnt hat.

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Zusammenfassung von Fehlern in der Berichterstattung über “Killerspiele”

Juni 29, 2009 1 Kommentar

Ein Tip aus dem Piraten-ChatZusammenfassung von Fehlern in der Berichterstattung über “Killerspiele” von hartaberfair, Frontal21, Kontraste und Panorama.” . Mehr dazu auch auf stigma-videospiele.de. Schön gemacht. Mal wichtig aufzuklären was da so alles falsch berichtet wird.

Noch einer:

Und:

ZDF fährt Anti-Piraten-Kampagne

Juni 28, 2009 6 Kommentare

Das ZDF lud am 28.6.09  bei Berlin direkt u.a. ein offizielles Mitglied des SPD-Onlinebeirates ein, ohne diese Tätigkeit anzusprechen und Sascha Lobo als DEM ONLINEEXPERTEN die Chance zu geben das Urteil über die Piratenpartei zu sprechen.

Wenn man schon einen eindeutigen politischen Gegner der Piraten befragt, so soltle man diesen bitte nicht als neutralen Experten bezeichnen. Wieso die SPD dann in dem verlinkten Beitrag zweimal zu Wort kommen darf (Lobo, Ulrich Kleber) ist auch nicht ersichtlich (Wahlhilfe für die Bundestagswahl).

Liebes ZDF, eure Anti-Piratenkampagne die dazu führen soll, das die SPD mehr Stimmen bekommen ist von der Netzcommunity durchschaut worden. Der offensichtliche Versuch in einem pseudoneutralen Bericht neben einigen Piraten ausschliesslich die politischen Gegner zu Wort kommen zu lassen und keinen einzigen Befürworter der Positionen der Piraten (wie z.B. des öfteren im Elektrischen Reporter zu finden waren). Genau: Fragt doch mal Mario Sixtus, der arbeitet ja sogar zeitweise für euch! Das ist jemand, der die Positionen die AUCH bei den Piraten vertreten werden versteht. Lobo versteht die Argumentation gar nicht. Im anschliessenden Chat hat er auch gesagt, das er die Piraten deswegen nicht ernst nehmen würde, weil sie so heftig auf ihn reagiert hätten. Da verwechselt er aber zum einen Ursache und Wirkung und zudem erwarte ich bei dem Argument: Unwählbarkeit mehr als die persönliche Fehde gegen eine Splitterpartei!

Ich kann diesen Lobo nicht mehr sehen. Holt uns ein paar anständige Medien- oder Politikwissenschaftler und erspart uns diese oberflächlichen Pseudofreaks. Lasst Argumente sprechen! Feuer frei!

PS: Nein, ich bin kein Parteimitglied, sondern jemand der viele Punkte der Piraten seit Jahren ebenso argumentiert und daher die Piraten unterstützt und gegen unfaire Angriffe verteidigt.

Zum Kommentar in der FAZ zu Michael Jacksons Tot

Das ist schon lustig gedacht:

Es war, als hörte man noch einmal die fernen Echos rassistischer Unterdrückung, gegen die schon Ray Charles und Nina Simone angesungen hatten. In dieser Hinsicht hatte seine an sich strikt unpolitisch gehaltene, oft aber von einem infantilen Weltverbesserungsdrang beseelte Musik vielleicht nicht weniger Emanzipations- und sogar Utopiepotential als die der großen Soulsänger der fünfziger und sechziger Jahre.

Zum einen ist es wahnwitzig in der totalen Anpassung Michael Jacksons in einer rassistischen Gesellschaft, sein totaler Drang nach Anerkennung über alle Grenzen hinaus, gerade als emanzipatorischen Akt und als utopischen Akt zu interpretieren. War es doch gerade das Gegenteil von dem Genannten. Zum anderen wirft dies ein komisches Schlaglicht auf Künstler wie Marvin Gaye oder Nina Simone.

Das muss wahre Mythenbildung sein, wenn man die Zerstörung der eigenen Merkmale hin zu einem “kaukasischen” Typ nicht etwa als Verleugnung der eigenen Identität sieht, sondern als das Gegenteil.

Michael Jackson war sowohl großer Künstler als auch tragische Gestalt. Mit zunehmenden Alter immer tragischer und bedenklicher in seinen Verhandlungsweisen. Und so hatte sein Gesicht am Ende nach unzähligen Operationen auch nichts menschliches mehr.

Wie ich in dem FAZ-Artikel folgenden Absatz interpretieren soll, ist mir auch nicht ganz klar:

ichael Jackson war kein Rocker, aber er sah sich, wie Elvis, damit konfrontiert, dass das spezifisch Triebhafte der Popmusik seit deren Anfängen mit der schwarzen Hautfarbe in Verbindung gebracht wird.

Schwarze Musik wurde von Afroamerikanern in die USA gebracht, ja. Die Popularität verdackte sie vielleicht der Tatsache, das die Musik der Weissen zu dem Zeitpunkt mit einigen Ausnahmen doch oft eher blutleer und langweilig wirkte. Popmusik ist die vermarktete Variante, die hautfarbenagnostisch ist, was im wesentlichen heisst, das sie “gebleicht” wurde. Triebhaftigkeit hat man von Weissen gerne immer wieder Schwarzen in rassistischer Manier unterstellt. Dies ist weder ein musikalischer noch ein wirtschaftlicher Begriff. vWenn damit gewisse sexuelle Anspielungen gemeint sind, so sind die alles andere als spezifisch für Popmusik, sondern ein freierer Umgang mit sexuellen Motiven gehört sei jeher zur afrikanischen Kultur. In der Popmusik wurde das zu einem reinen “sex sells”. Erklären tut dieser Absatz nichts, ausser das er selbst rassistische Andeutung beinhaltet. Weisse wussten ja auch schon immer am besten, was Schwarze Musiker waren. Vor allem nach dem Tod. Man erinnere sich da auch nur an manche unwürdigen Nachrufe zu Miles Davis.

Kategorien:Medien, Rassismus Schlagworte: , ,

Re: Rechtsfreier Raum

Juni 26, 2009 1 Kommentar

Da sich im SPIEGEL in der Szene nun viele über die Mär vom “Rechtsfreien Raum” aufregen möchte ich an dieser Stelle zur Klarstellung darauf hinweisen, dass die Popularität dieses Begriffes auch durch die Verwendung in unseren Kreisen gekommen ist.

In den 90er Jahren vertrieb der FoeBud Aufkleber mit dem Aufdruck “GLOBALES DORF – Rechtsfreie Raum”:

Globales Dorf - Rechtsfreier Raum

Aufkleber: Globales Dorf - Rechtsfreier Raum

Wir können uns also nicht darüber aufregen, wenn andere den Begriff aufgreifen. Die Zeit in den 90ern war auch ein wenig anders: “Global Village” war eine Gedankenspielerei mit multikulturellem Pathos. Wir waren alle fasziniert davon, wie die Internet-Community wuchs. Spam war noch kein Problem – und das einzige was störte waren schon damals Politiker, die diese neuen Räume “verrechtlichen” wollten. Insofern kann man den Begriff von damals nicht auf die Goldwaage legen. Niemand meinte damit: Verbrechen für alle! Vielmehr war damit gemeint: Das Internet ist harmlos. Und das war es damals auch. Das hielt aber schon damals die Politik nicht davon ab, es kontrollieren und kriminalisieren zu wollen.

Mein Eindruck sagt mir, das die Politik im Grunde nur darauf gewartet hat, dass das Internet endlich auch ein “kriminalisierter Raum” geworden ist, damit sie jetzt besser die Kontrollen einführen kann für die es damals noch keine Grundlage gab. Und hier kommen wir an den Kern der ganzen Sache: Der Politik ist es nämlich gleichgültig mit welchen Argumente, sie das Internet kontrollieren kann. Hauptsache es wirkt. Das Thema KiPo gab es schon damals, nur in geringerem Ausmass. “Das Internet” war immer auch etwas bedrohliches, mysteriöses. Politiker hassen es, es sei denn es bringt neue Wählerinnen. Insofern ist die Frage ob nicht Twitter wirksamer gegen Zensur ist, als jede Petition. Die Wirkweisen von Twitter&Co sind nicht absehbar – aber klar ist auch, dass wer für Zensur ist, auch immer gegen Demokratie ist. Und sich gegen seine Wähler richtet. Es ist eine immanent totalitäre Ausrichtung: Kontrolle statt Solidarität und Vertrauen, Angst statt Freiheit. Verdummung statt Bildung. Klingt platt, ist aber so.

Ich finde die Forderung nach einem “Rechtsfreien Raum” auf der Meta-Ebene immer noch gerechtfertigt. Wir wollten damals damit ja auch sagen, dass es viele Rechtssprechungen weltweit gibt – und das es keine Rechtssprechung geben darf, die über allen anderen steht. Das Internet fordert ein eigenes Recht ein – sinnvoll ist es anders nicht erklärbar. Wer für Zensur ist, ist auch für Zensur im Iran und China. Man kann Zensur nur prinzipiell ablehnen, genau so wie Folter. Es gibt kein “ein bißchen Schwanger”. Es ist ein fundamental falsches Prinzip. Genau so wie Folter zu falschen Ergebnissen führt, führt auch Zensur zu falschen Ergebnissen. Es entsteht eine Scheinrealität. Wie in 1984. Wir belügen uns selbst, man macht sich etwas vor und man verletzt dabei wesentlichste Grundrechte. Erschreckend ist, wie solche Grundrechte von Leuten, die sich Demokraten schimpfen einfach mal so weggeworfen werden, während sie anderswo engagiert für irgendwelche Klauseln in Gesetzen kämpfen.

“Rechtsfrei” bedeutet insofern auch “international” und “vorurteilsfrei”, “pragmatisch”. Im Gegensatz dazu steht die mythisch aufgeladene Politik der Symbole. Als ich das erste mal davon hörte, das Ursel Stopp-Schilder im Internet aufstellen wollte, habe ich mich gekrümmt vor Lachen. Ich dachte an Schilda (vom Wortklang). Titanic dachte wohl ähnlich. In einem Land, das Grün mit “Rasen betreten verboten”-Schildern schützen will, ist das vielleicht auch eine naheliegende Idee.

Wohlmeinende Stimmen versuchten Ursel zu sagen “Lustige idee, funktioniert aber nicht”. Doch darum ging es Ursel nie – ist doch scheissegal – auf den Rasen treten ja auch alle rum. In Deutschland stellt man ja auch gerne da Schilder auf, wo sie unnütz sind. Dafür gibts dann eigens Vereine wie den ADAC, die dann wieder rumlaufen und die Abholzung selbiger fordern. In Deutschland korrellieren Gesetze und Realität am allerwenigsten von allen Ländern der Welt, nicht zuletzt weil es so viele Regeln, Schilder und Gesetze gibt. Erstanlicher weise glaubt man diesem Regelwust nur mit einer Flut neuer Regeln Herr werden zu können. Ob dabei die Regeln das Gegenteil bewirken vn ihrem Zweck scheint dabei oft niemanden zu interessieren. Es macht offenbar viel Spaß neue Gesetze zu verabschieden und Beschlüsse zu fassen. Wer ein Gesetz verfasst an dass sich alle halten müssen, der zeigt seine Macht. Und Ursel stellt höchstselbst Stopp-Schilder im Internet auf. Damit müssen alle Internet-User sie beachten. So ein Stopp-Schild zu umfahren gilt dann als höchstunanständig. Rechtsbruch! Da ist dann aber auch die Gesetzeslücke – denn bisher dürfen wir ja jeden beliebigen DNS unseres Vertrauens nutzen. Die Novelle wird kommen und nur noch registrierte DNS dürfen betrieben werden. Das nicht zu tun wäre ja inkonsequent. Eben die Nutzlosigkeit des Gesetzes eröffnet neue Pforten. Nur WEIL das Gesetz überflüssig und unwirksam ist wurde es beschlossen. Daher macht es auch gar keinen Sinn Politikern zu erklären, dass es nicht wirkt! Darum geht es ja! Weil es nicht wirkt müssen dann immer weitere Maßnahmen folgen. Am Ende wird die Umkehr des Prinzips stehen müssen: Nur genehmigte Inhalte dürfen ins Netz und angefragt werden. Also eine Whitelist und keine Blacklist mehr. Jede Datenverbindung muss genehmigt und zertifiziert sein. Damit will man dann auch jeden Hackerangriff unterbinden. Natürlich funktioniert das nicht – aber es geht eben nur darum die Totalkontrolle und Totalüberwachung einzuführen – alle Argumente und Diskussionen sollen nur von diesem Ziel ablenken!

Noch kann ich diese Zeilen schreiben. In ein paar Jahren nicht mehr. Das ist meine feste Überzeugung.

Scholzens Argumente (Teil IV)

Juni 24, 2009 1 Kommentar

Fortsetzung von Teil III.

Minute 1 “Kein Unterschied zwischen Urheberrecht, Patentrecht,…”

Das disqualifiziert Herrn Scholz erheblich. Wer das alles in einen Topf wirft und behauptet es würde immer nur um den Schutz Geistigen Eigentums gehen, der kein gültiger Rechtsbegriff ist, der hat gar nichts verstanden. Hillbrecht sagte dazu “das ist richtig” – Fehler!

Dann schägt Minhoff die Zeit tot in dem er Scholz die Chance gibt ein wenig zu definieren, was das Internet ist.

Minute 4.42 “Herr Tauss”

Das peinlichste Kapitel von Herrn Minhoff. Süffisante Fragestellung die irgendetwas nahelegen sollte. Unverschämt!

So das wars. Hier der Ausschnitt:

Scholzens Argumente (Teil III)

Juni 24, 2009 2 Kommentare

Fortsetzung von Teil II:

Minute 1 “Postkutsche und Eisenbahn” (Hillbrecht)

One time too many! Sorry Hillbrecht, das  war ein Eigentor.

Minute 3.13 “Warum ist der ein der Depp, der bezahlen soll?”

Es gibt ja diverse Bands wie Nine Inch Nails und auch kleine Künstler, die das zum Prinzip gemacht haben. Hier wäre ein Umdenken erforderlich. Hier ist nicht der Platz das zu diskutieren.

Minute 6.50 “Buch nur heruntergeladen im Gegensatz zum Buchladen” (Scholz)

Herr Scholz kauft also blind Bücher. Ich dagegen lese Rezensionen oder lese im Buchladen Probe. Das Herunterladen ist auch nur eine Art des Probelesens. Bei Amazon und anderen Online-Buchhändlern kann man  Bücher auch zurückschicken. Man kauft doch nur Bücher, weil man schon was über sie weiss.

Minute 7.40 “Patente, Geistiges Eigentum” (Minhoff)

Es gibt im Gesetz kein “Geistiges Eigentum”. Das ist ein von der Content-Industrie erfundener Begriff. Die stetige Ausweitung der Definition und Schutzrechte ist definitiv eines unserer Kernprobleme.

Hier der Ausschnitt:

Mehr im Teil IV.

Scholzens Argumente (Teil II)

Juni 24, 2009 2 Kommentare

Fortsetzung von Teil I

Minute 0 “Mordaufruf Gegen Sie!” (Scholz)

Hier wechselt Scholz die Ebene, in dem er eben nicht bei der Verbreitung von KiPo bleibt. Damit verdeutlicht er, was als nächstes geplant ist. Zudem schockt er Hillbrecht mit dem Beispiel eines Mordaufrufs an ihm. Unnötig und offenbar eine gezielte Provokation. Ein absurdes Beispiel. Im Falle Rushdie 1989 wo es so eine Fatwa gab, gab es noch kein Internet in der heutigen Form. Hätte in dem Falle eine Internetsperre die Fatwa effektiv behindert? Letztlich haben die ja sogar “unsere” Nachrichten verbreitet. Man solle die Internetsperren schon anhand des eigentlichen Gegenstands diskutieren.

Minute 1 “Es gibt kein Gesetz, das man nicht irgendwie umgehen kann” (Scholz)

Eine Binsenweisheit. Scholz reagierte damit darauf, das Hillbrecht meinte, man kann jedes STOPP-Schild umfahren. Man muss sich aber auch fragen, ob man nun ein Gesetz macht, das nur gut aussieht, oder will man tatsächlich etwas bewirken. Wir können auch beschliessen, dass die Erde eine Scheibe ist. So what?

Minute 1.35 “Eine Riesenindustrie, Banden” (Minhoff)

Es ist ja inzwischen bekannt, das es für eine Riesenindustrie bei KiPo keine Belege gibt.

Minute 2.15 “Killerspiele verbieten” (Minhoff)

Ich kritisiere schon mal den Begriff “Killerspiele”. Hillbrecht hat hier seinen größten Schnitzer, in dem er sich auf diese Diskussion einlässt und auch noch davon spricht, das er Killerspiele spielt. Hier hat er einige Probleme sich aus den Graben wieder selbst herauszuwühlen. Er hätte hier nur erwähnen sollen, dass diese Debatte eine weitere ist, die aufgemacht wird als Beleg dafür, das es unendlich viele Vorschläge gibt, die Zensur zu erweitern. Die Debatte um solche Spiele braucht einen eigenen Raum.

Minute 2.50 “Killerspiele im Falle von Kindern hochgefährlich” (Scholz)

Es gibt da in der Tat Indizien dafür. Allerdings ändert daran eine Zensur überhaupt nichts. Da sollten erst einmal konkrete Vorschläge auf den Tisch Vollständiges Verbot? Warum dann nicht z.B. Bundeswehr verbieten (Ausbildung an der Waffe, realer Krieg)? Worum gehts?

Minute 6.40 “Wenn das Internet rein national wäre… keine Grenzen” (Scholz)

Da hatte sich Scholz im Grunde selber die Gegenargumente geliefert: Die Zensur im Scholzen Sinne würde halt nur funktionieren, wenn das Internet rein national wäre – und selbst dann wäre die Frage, warum die offensichtlichen Straftaten nicht angegangen würden. International gibt es so viele Möglichkeiten Sperren zu umgehen und Dateien abzulegen, das Sperren überhaupt nichts nützen. das einzige, was man machen kann ist zu versuchen an die Verursacher/Täter heranzukommen. Warum weigert sich Scholz dies zu tun?

Minute 7.27 “Geistiges Eigentum, Urheberrecht” (Scholz)

Hier fragt Minhoff das einzige mal Scholz kurz kritisch nach! Auch das ist ein großes neues Fass. Hier verpasst es Hillbrecht wieder darauf hinzuweisen, das offenbar auch die Verletzung des Urheberrechtes Ziel von Sperren sein soll, obwohl es eigentlich angeblich nur immer um KiPo ging. Die Frage stellt sich: Gibt es noch irgendwelche Grenzen für Zensur? Warum wurde das nicht vor dem Gesetz von allen Seiten deutlich gesagt?

Und hier der Ausschnitt:

Weiter in Teil III

Scholzens Argumente (Teil I)

Da ich selber kritisiert habe, dass zu wenig gegen Scholzens Argumente vorgebracht wurde, weil ich damit beschäftigt war die Kritik an Hillbrecht zu widerlegen komme ich leider erst jetzt dazu auf Scholzens und Minhoffs Argumente selber einzugehen. Ich habe mir nochmal die Youtube-Videos vorgenommen und gehe nun auf die einzelnen Argumente im Teil 2/5, wo die Diskussion beginnt ein:

“Miese Verhaltensweisen, die im Internet ausgeübt werden”

Das ist schon lächerlich: Anstatt den Missbrauch von Kindern zu kritisieren spricht Scholz nur von “miesen Verhaltensweisen”. Mag sein, dass er sich da sprachlich vertan hat, aber wenn das die Eröffnung ist – und er sich NICHT gegen den Missbrauch von Kindern wendet, sondern nur bestimmte Verhaltensweisen im Internet so verwechselt er schlicht Ursache und Wirkung. Hillbrecht geht auf diese Schwäche, wie bei den meisten Punkten, nicht ein.

Minute 2.00 “Piraten plädieren für Völlige Freiheit” (Minhoff)

Das ist großer Unsinn, auch hier wehrt sich Hillbrecht nicht: Natürlich sind Piraten nicht für die völlige Freiheit. Sowas darf nicht unwidersprochen bleiben! Nur weil man nicht für jede Art von Zensur ist, heisst das nicht, dass man für jede Kriminalität ist.

Minute 4.00 “Kriminalitätsfreier Raum ermöglichen”

Auch hier hat sich Scholz ganz offenbar sprachlich vertan. Natürlich wäre ein “kriminalitätsfreier Raum” erwünscht – Er wollte wohl “rechtsfreier Raum” sagen. Auch hier korrigiert ihn Hillbrecht nicht und geht statt auf das Gesagte auf das ein, was er meint das Scholz sagen wollte. Bei einer solchen Diskussion kann man sich nicht den Luxus leisten die Schwächen des Gegners nicht auszunutzen. Es geht hier schliesslich um die Einführung der Netzzensur!

Minute  6.40 “Internet total anonym, Internationale Anonymität” (Scholz)

“Internationale Anonymität” suggeriert, das Anonymität etwas schlimmes ist. Das Internet ist größtenteils anonym stimmt. Doch bei der Entfernung von Kinderpornografie geht es nicht um die Anonymität eines Täters, sondern um die Identifizierbarkeit eines Servers. Scholz plädiert dafür Kinderpornos im Netz zu lassen. Das muss man mal so klar und deutlich sagen – denn das verabschiedete Gesetzt enthält keine einzige Maßnahme zur Entfernung von Inhalten!

Minute 7.20 “Weil es anonym ist, muss nationale Gesetzgebung am Empfänger ansetzen” (Scholz)

Also die chinesische Variante. Scholz plädiert also für das Recht jeden Staates, die Inhalte zu filtern, die nach nationaler Gesetzgebung unerwünscht sind. Wenn das ein allgemeiner Handlungsgrundsatz sein soll, so öffnet das für JEDE Art staatlicher Zensur Tür und Tor. Das einzig sinnvolle ist aber eigentlich gemeinsame Standards zu finden und Ursachen statt Symptome zu bekämpfen. Warum gibt es denn nachwievor Kinderpornos auf deutschen Servern, ohne das die deutschen Behörden aktiv wurden?

Minute 7.40 “Mit Ihrer (Hillbrechts) Haltung machen Sie Tür auf für eine Kriminalität, die wir überhaupt nicht mehr packen können” (Scholz)

Zunächst einmal vertritt Scholz und nicht Hillbrecht einen neuen Ansatz. Scholz plädiert gegen eine Strafverfolgung der Täter, während Hillbrecht dafür spricht. Wenn man aber Täter nicht verfolgt, so wird man weder den Missbrauch noch die Ursachen bekämpfen.

Minute 8.30  “Und wenn die Provider die KiPos nicht löschen wollen” (Scholz)

Zunächst einmal bleibt festzuhalten, das überall auf der Welt (Ausnahmen bisher nicht bekannt) KiPo auf die eine oder andere Weise verboten sind. Ein Provider, der nicht zur Kooperation bereit ist, verstößt also in seinem Land gegen geltende Gesetze und muss bei entsprechenden Hinweise befürchten, das sein Laden dicht gemacht wird. Scholz plädiert dafür Hinweise nicht nachzugehen, weil dies eventuell nicht zum Erfolg führen würde. Dagegen plädiert er FÜR die Einführung einer Internetsperre, obwohl man WEISS, das diese nicht zum Erfolg führen wird. Auf der einen Seite werden Internetsperren als “wenigstens ein Anfang” bezeichnet, während Bemühungen der Löschung als eventuell nicht ausreichend bezeichnet werden. Die Fakten belegen aber, das diese Hinweise in den meisten Fällen ausreichen, während andererseits bekannt ist, das die Sperre in keinem Falle ausreichend ist. Selbst wenn man in Deutschland erfolgreich sperrt, sind die KiPo in anderen Ländern abrufbar und können somit weiterverbreitet werden z.B. auch ausserhalb des Internets.

Minute 9.30 “Internationales Straftrecht” (Scholz)

Ein Off-Topic. Bei den Hinweisen geht es noch nicht um eine internationale Zusammenarbeit. Thema verfehlt. Setzen. Und selbst wenn man diesen Weg gehen will, für die wenigen Provider, wo ein Hinweis nicht reicht, wäre es dann nicht eventuell Wünschenswert dort eine Verbesserung zu erreichen. Wie steht es da um die Bemühungen der Politik?

Es bleibt der Eindruck, das man die KiPo lieber erhalten möchte um sie als Rechtfertigung für Sperrmassnahmen zu haben.

hier der Videoausschnitt:

mehr in Teil II

Schlechtreden ist auch dumm.

Juni 23, 2009 5 Kommentare

Nachdem im Netz so viel zu der Sendung mit Hillbrecht geschrieben wurde und ich auch meinen Senf dazu gab möchte ich auch mal auf eines hinweisen:

Jeder der die Sendung sah hatte seine Kritik. Das Hillbrecht nicht brillierte war deutlich. Doch nun mal zu euch Kritikern, die Hillbrecht in Grund und Boden kritisieren (“vorgeführt”, “zerlegt”, “de Opponenten nicht gewachsen”). Ich gestehe euch jede sachliche Kritik zu – aber wisst ihr was: Solltet ihr nur ein wenig gegen Zensur sein, solltet ihr euch bewusst sein, das das dümmste, was man machen kann ist, den Leuten, die für euch in den Ring steigen in den Rücken zu fallen und eben mehr zu tun als nur konstruktiv zu kritisieren, sondern im Grunde den Vorsitzenden inklusive der Partei und der ganzen Bewegung als unfähig darzustellen. Will sagen: Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr. Wer das Anliegen von Hillbrecht und den piraten unterstützt wäre gut beraten gewesen gewisse Fundamentalkritik eher als priavte Mail an ihn zu senden. Die Kritik, wie sie kam hat natürlich einen selbstverstärkenden Effekt. D.h. weitere Multiplikatoren in Form von Blogs oder Medien rezipieren die Reaktionen von euch und ransportieren diese in die Öffentlichkeit. Daraufhin wird die Piratenpartei als total unfähig und der Vorsitzende als dumm und naiv im öffentlichen Bild etabliert.

Ich bitte euch: Wenn ihr Hillbrecht wegen Unprofessionalität kritisiert bei seinem ERSTEN großen Talkshowauftritt, dann solltet ihr Super-Medienexperten jetzt mal wissen, dass das, was ihr gerade tut mega-unporfessionell ist. An Stelle von Hillbrecht würde ich bei solchen Reaktionen aus den “eigenen” Reihen zurücktreten. Wieso soll er sich denn nicht nur den Angriffen des Gegners, sondern auch noch der ÖFFENTLICHEN Kritik in seinem Rücken aussetzen. Im Grunde ist jetzt sein Ansehen so beschädigt, dass jeder weitere öfentliche Auftritt nur zu einer Belastung wird. Wohlgemerkt: Ich bin eigentlich der Meinung, dass er das relativ gut gemacht hat und zum Teil sogar mächtg gepunktet. Komischerweise haben das manche gar nicht gesehen. Ich wende mich nicht gegen öffentliche Kritik von Piraten an ihren eigenen Leuten. Das ist gut und richtig. Aber die Art zund Weise wie hier öffentlich kein gutes Haar an ihm gelassen wurde – da kamen Scholz und Minhoff in den meisten Blogbeiträgen die ich gelesen habe besser weg. Deren fiese Tricks und billige Argumente wurden als “professionell” gelobt, auch wenn man ihnen ein wenig Unfairness vorwarf.

Das heisst in vielen Beiträgen fehlt mir eine grundsätzliche Solidarität mit Hillbrecht und den Piraten. Da fehlt offenbar noch ein gewisses Gemeinschaftsgefühl – und jeder denkt in dem er Hillbrechts Auftreten in Grund und Boden kritisiert der Sache unheimlich zu nutzen. Ich denke das nicht. Entweder Hillbrecht setzt sich jetzt gegen diese Angriffe zur Wehr oder er tritt zurück. Nicht seine Schuld diese Situation, sondern die unzähliger Blogger die über ihn herfielen, nachdem dies bereits Minhof und Scholz taten.

Sorry, aber das war sehr, sehr dumm !  Die CDU wird sich über eure Unterstützung sehr freuen! Hillbrecht ist nicht die SPD!

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