Wenn man es genau betrachtet, so geht es in Hessen nicht um Ypsilanti, Abweichler, etc., sondern um nicht weniger ob eine Koalition von SPD+Linke im Westen Deutschlands denkbar wird oder durchgeführt wird. Daraus ergibt sich bereits das die Kritiker einer solche Koalition fundamental glauben das der Osten Deutschlands kein Teil Deutschlands ist. Denn dort gibt es bereits auf Landesebene solche Koalitionen. Interessant auch wie sehr sich Koch darum Sorgen macht das die SPD ihre Glaubwürdigkeit verloren hat:
Der SPD-Führung in Berlin warf Koch vor, die angestrebte Zusammenarbeit der Landespartei mit der Linken in Hessen tatenlos hingenommen zu haben. Diese Passivität habe die Glaubwürdigkeit der SPD „entscheidend zerstört“.
Also wenn der eigentliche politische Gegner ein solches Interesse hat das diese Kooperation unmöglich wird und das angeblich aus einer Anteilnahme an deren Schicksal der SPD heraus – da stellt sich ja die Frage auf welcher Seite jemand steht der Kochs Position vertritt. Ich denke im Wesentlichen geht es darum, ob die SPD überhaupt eine Option links hat, die jenseits dessen besteht was die GRÜNEN als Koalitionspartner an Stimmen mitbringen. Die einzige realistische Alternative für die SPD wäre ewiger Juniorpartner der CDU zu bleiben.