Die GEZ-Lösung

Nachdem die GEZ was die Gebühren für PCs eine schwere Niederlage einstecken musste hier meine Vorschläge:

  1. GEZ abschaffen
  2. Die Kosten für die Sender werden stattdessen durch Steuern finanziert. Von mir aus auch mit einer neuen Steuer oder Steuererhöhung, so das die Lasten auf alle verteilt werden
  3. Zusätzlich oder alternativ könnten bestimmte Programme verschlüsselt werden. Weltweit schauen hunderte Millionen Zuschauer kostenlos Fernsehen während gleichzeitig die GEZ Rentnern und Hartz-IV-Empfängern auf die Pelle rückt. Warum wird nicht sauber verschlüsselt wenn die Programme so wertvoll sind?

Es ist ganz einfach Wahnsinn das zwar kein Bundesbürger verpflichtet es Gebühren zu zahlen – gleichzeitig wird aber jedem unterstellt er hätte ein Empfangsgerät und steht somit unter Generalverdacht. Selbst Gebührenzahler sind vor Nachtellungen der Rundfunkgesellschaften nicht sicher. Es könnte da ja noch irgendwo ein Gerät sein, was nicht angemeldet ist. Ich denke die Verfügbarkeit von Radio- und Fernsehen wird in Deutschland so selbstverständlich betrachtet wie Straßen und saubere Luft. Wenn dem so ist, macht es keinen Sinn eine Mengenlehre zu betreiben die niemanden einschliesst und dann doch alle. Dieser ganze Gebühreneinzug könnte überflüssig gemacht werden. Der Psychoterror der GEZ samt nervender Werbung ala „Gebührenzahlen ist cool“ könnte ein Ende haben. Lasst uns die GEZ einfach begraben. Es ist Relikt aus den 50er Jahren. man ist zwar wild hinter jedem Empfangsgerät hinterher, stört sich aber nicht daran das Milliarden Chinesen ZDF kostenlos sehen können.  Warum nicht? Weil ZDF eben auch Prestige bedeutet – man will zwar Geld sehen, aber nicht jeder Zuschauer ist gleich. Sobald man die deutsche Grenze überschreitet kann man mit so vielen Empfangsgeräten wie man will Schwarzsehen, zumindest Deutsches Fernsehen  – in Österreich gibt es den selben Wahnsinn – nur umgekehrt- die Österreicher interessiert es auch nicht wieviele Deutsche ORF umsonst sehen können – nur die Österreicher interessieren. Das entspricht genau der Seltsamkeit das Wetterkarten im Fernsehen nachwievor so gezeichnet sind, das Wolken vor Grenzen halt machen. Als ich ein Jahr in Österreich lebte viel es mir auf – vorher nicht. Die Ausnahme besteht da nur beim Wintersportwetter. Da ists dann aber so das Deutsche offenbar nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz Winterurlaub machen – Frankreich ist bereits jenseits des denkbaren. Wer mal CNN schaut sieht einen deutlichen Unterschied: Dort wird für jeden Kontinent Wetter angezeigt. Ganz so muss es nicht laufen – aber in einer derart globalen Welt erscheint die Deutsche und auch die österreischische Gebühren-, Funk- und Fernsehwelt doch arg provinziell – so als hätten wir noch 1840 und das Auto wäre noch nicht erfunden worden.

Ich habe gar nichts gegen ein wenig Staatsfernsehen als Alternative zu den Kommerziellen – darum geht es nicht. Es geht aber nicht an, das sseit Jahrzehnten jeder Deutscher schon quasi bei seiner Geburt kriminalisiert wird und sobald er Gebührenpflichtig wird auch terrorisiert. Macht einen Plan die GEZ in 3-5 Jahren abzuschaffen und schaut zu wie das funktionieren kann. Punkt.

Veröffentlicht in: on November 27, 2008 at 11:30 Kommentar schreiben
Tags: , , , ,

Rechtsrutsch bei Readers Edition

Offenbar haben sich einige Rechtsradikale zusammengerottet um gemeinsam für einen Rechtsrutsch in dem Online-Blog „Readers Edition“ zu sorgen. Unter der Tarnung eines Interviews veröffentlichte Martin Böcker z.B. einen Artikel „Rechts der CDU – Nitzsche und “Arbeit, Familie, Vaterland”„.

In diesem Interview mit einem Herrn Henry Nitzsche wird keine einzige kritische Frage gestellt zu der neuen Partei „Arbeit, Familie, Vaterland“, sondern es werden distanzlos Stichworte geliefert, die es Herrn Nitzsche erlauben seine eigene Partei und sich selbst darzustellen. Ein Auszug:

Was möchten Sie besser machen, um nicht wie die Republikaner oder die DSU in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden?
Ob mich das gleiche Schicksal wie die Republikaner oder die DSU ereilen wird, kann ich nicht sagen. Ich werde mich aber bemühen, nicht die gleichen Fehler machen….

Die Strategie der Neuen Rechten ist dahingegend neue Territorien in der Publizistik zu erobern – stehs  bemüht das noch mehr gesagt werden darf was Antisemitismus, Rassismus und andere Widerwertigkeiten betrifft. Dabei wird auf dem aufgebaut was etablierte Politiker in die „Volksmeinung“ eingebracht haben um es der Politik zu erleichtern das Volk zu unterdrücken. Dazu meint man das es gut sei (auch seitens der SPD und CDU), wenn das Volk patriotisch sei. Das Patriotismus noch kein einziges Problem gelöst hat, interessiert dabei nicht.

Dabei wird genre eine stumpfe Deutschtümelei, verbunden mit einer seltsamen, romantischen Opferlyrik verwendet. Auffällig dabei ist, das die Neue Rechte (in den Kommentaren zum o.g. Artikel z.B.) dabei selten offen Stellung nimmt zu einem Thema – stets beschränkt sie sich darauf zu provozieren und sich sofort schildkrötenartig in die Opferrolle zurückzuziehen, sobald eine Antwort erfolgt. Es ist bei einem Diskurs mit den Neorechten nie wirklich möglich ein Thema zu diskutieren, weil sie dazu gar nicht bereit sind. Sie wollen einfach nur ihre  Provokationen ablassen und ihre Marken in der Öffentlichkeit hinterlassen. Sie haben keine Antworten und sie wollen auch nicht wirklich ihre eigene Position infrage stellen. Bezeichnend ist darüber hinaus für solche Diskurse, das sie ständig das Thema wechseln und jedes noch so absurde Zitat hervorkramen um zu begründen das die Erde eine Scheibe und Krieg das gleiche ist wie Frieden. Dabei bleiben sie selbst auffällig indifferent – behaupten sie in einem Satz noch das eine, widersprechen sie sich selbst bereits im Nächsten.

Der Wahlspruch „Arbeit, Familie, Vaterland“ ist laut Wikipedia der selbe wie auch im faschistischen Vichy-Regime. Dass das kein Zufall ist, ist unzweifelhaft.

Solchen Leuten darf ein Medium wie die „Readers Edition“ kein Forum bieten! Es ist schlimm genug, das man deren Ausdünstungen hier und dort im Internet findet – mit kritischen Artikeln oder gar Journalismus hat das alles nichts mehr zu tun. Es ist schockierend zu sehen, welche Art Artikel der Readers Edition-Redaktion oftmals durchschlüpfen. Es ist auch klar, das das auch der Neuen Rechten nicht entgeht und sie jede Möglichkeit nutzen ein neutrales und populäres Medium umzudrehen und für ihre Zwecke zu nutzen. Erstaunlich aber auch, wie wenig öffentlichen Widerpruch das bis heute erhielt.

Manipulationen am Kieler Wikipedia-Eintrag

Update: Aufgrund der Daten, die der Wikiscanner liefert viel mir im Juli diesen Jahres auf, das aus dem IP-Adressbereich der Firma FairControl GmbH Details des Lemma „Kiel“ so verändert wurden, das verschiedene Punkte von Kiel kleiner dargestellt wurden. So ergänzte diese Firma den Satz mit “nationaler Flugplatz” mit dem Wörtchen “kleiner”: http://de.wikipedia.org/w/index.php?diff=prev&oldid=30091792 und einiges mehr zu finden via http://wikiscanner.virgil.gr/f_DE.php?ip1=62.245.239.122 . Der Schluss lag aus meiner Sicht nahe das die Firma im Auftrage eines Kunden den Wikipedia-Artikel gezielt verändert hatte. Da die Kieler Nachrichten auf Mitteilung nicht antwortet entschloss ich mich vier Monate später meine Erkenntisse sowohl auf der Diskussionsseite zum Kieler Artikel als auch in diesem Blog zu veröffentlichen. Kurz darauf erhielt ich via XING vom Geschäftsführer der FairControl GmbH eine Mitteilung mit der Bitte um Aufklärung, die ich kurz beantwortete und wenig später ebenfalls via XING eine Nachricht eines ehemaligen Mitarbeiters der Firma Sportnex, die im selben Hause ansässig ist und den selben IP-Bereich nutzt. Er gab zu die Änderungen gemacht zu haben, behauptet aber das diese sachlich korrekt und nicht in der Absicht einer Manipulation erfolgt wären. Weitere Editiierungen, von der selben IP-Adresse, die Werbelinks für Sportnex in die Wikipedia eintrugen stammten nach seinem eigenen Bekunden nicht von ihm. Diesen Blogeintrag habe ich aufgrund dessen entschärft, weil niemand die Motivation eines Menschen beweisen kann.
Die Geschichte zeigt aber exemplarisch die Vielzahl an Problemen, mit denen die Wikipedia konfrontiert ist: Eine stetige Zunahme an Artikel und an Bearbeitungen. Die Meisten Bearbeitungen erfolgen in einem anonymen Rahmen – und dazu zähle ich auch die Bearbeitungen von Registrierten Nutzern – denn diese sind oftmals persönich auch niemanden bekannt und es gibt in den meisten Fällen auch keinen persönlichen Kontakt zwischen den Autoren.

Wie auch im Falle Lutz Heilmann zeigt sich hier, das zwichen Quellenlage, Motivation und Nachprüfbarkeit viele Fragen offen bleiben. Für mich bleibt es unverständlich warum jemand aus eigener Motivation während der Arbeitszeit einen Stadt-Artikel so verändern möchte, das eine Stadt schlechter dasteht. Das Wikipedia-Support-Team selbst teilte mir mit, das solche Dinge tatsächlich so oft vorkommen, das sie in diesem Falle nichts besonderes erkennen können. Das ist vielleicht für die, die nach der letzten Wahrheit suchen unbefriedigend, aber dennoch realistischer als aus dünner Faktenlage einen echten Skandal machen zu wollen. Das war auch nie man Ziel. Wenn ich Auffälligkeiten erkenne gehe ich ihnen nach bis zu dem Punkt wie es für mich als Blogger sinnvoll erscheint.

Weitere Schlüsse zu ziehen überlasse ich hiermit jeder Leserin selbst.

Veröffentlicht in: on November 23, 2008 at 5:25 Kommentar schreiben
Tags: , , ,

Zugriff auf Obamas Vorratsdaten

Sind nach den hiesigen Telekomskandalen immer noch Leute der Meinung das Vorratsdatenspeicherung unbedinklich ist, insbesondere weil sie ja bei Privatunternehmen erfolgt? Dann lest auch das: (gulli) Mobilfunk-Mitarbeiter hatte Zugriff auf Obamas Handy-Account .

Digitale Daten zu schützen ist eigentlich eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Das in Deutschland und Europa gerade das Gegenteil betrieben wird und man den Gläsernen Bürger haben will ist zynisch. Warum ist Datenschutz so wichtig?

  1. Daten können missbraucht werden. Daher müssen insbesondere persönliche Daten den höchsten Schutz bekommen.
  2. Missbrauch bedeutet z.B. Diebstahl, Stalking, Anschläge/Terrorismus, Überwachung von Bürgern durch inner und äußere Geheimdienste.
  3. Daten kommen nicht nur in die Hände derjenigen, die per Gesetz dazu befugt sind. Datenzugriffe werden von Menschen vorgenommen. Menschen machen Fehler. Menschen sind bestechlich Fehler können im Falle eines Terrorverdachts zum Tode des VErdächtigen führen, wie bei dieser Verfolgung vor ein paar Jahren in der Londoner U-Bahn.
  4. Vorratsdatenspeicherung (VDS) macht JEDEN verwundbarer.
  5. VDS verhindert selbst keinen Terrorismus. Es dient eher der Aufklärung begangener Anschläge.
  6. VDS ist ein Generalverdacht gegen jeden Bürger, jedes Kind, jeden Greis.
  7. Manche Sicherheitspolitiker glauben MEHR Daten bedeutet immer MEHR Sicherheit. Es mag zwar sein, das wenn man weder Bedrohung kennt noch mögliche Attentäter, das dann die Verhinderung und Aufklärung erschwert ist – der Umkehrschluss bedürfte aber des Beweises. Insbesondere darauf in Bezug auf die gesammelten Daten und in Relation zu dem Schaden gegenüber der Privatsphäre.

Im Falle von möglichen Terrorismusopfern wie Obama wäre es möglich, wenn Angestellte eines Telekommunikationsunternehmens die Vorratsdaten an Terroristen weiterverkaufen. Diese erstellen dann ein Profil und planen damit einen Anschlag. Das heisst hier gefährdet VDS also gleichzeitig auch die Sicherheit. E sist also nicht, wie immer behauptet, nur eine Abwägung zwischen Sicherheit und Privatsphäre. Terroristen können über Umwege  auf die selben Daten zugereifen wie der Staat. Ob es für sie schwerer oder leichter ist, ist die Frage. Terroristen müssen keinen Dienstweg einhalten – sie können einfach jemandem Geld in die Hand drücken und derjenige liefert. Angestellte, die auf sensible Daten Zugriff haben sind auch dazu verleitet diese meistbietend zu verkaufen.

Daher ist meine Theorie auch die, das es bei VDS weniger um mehr Sicherheit geht – sondern um Kontrolle und Überwachung. Bei VDS geht es darum das sich Bürger im Kleinen wohlverhalten. Es geht darum die Presse einzuschränken, Ärzte zu kontrollieren und die Geheimhaltung zwischen Anwalt und Mandant aufzuheben. Es geht bei diesem Projekt also um nicht weniger als die Aushebelung bzw. Aufweichung unserer Demokratie.

Wenn es um mehr Sicherheit gegangen wäre hätte man ja für mehr Datenschutz eintreten müssen. Eine Vervielfachung der Daten und Quellen bedeutet immer eine Gefahr. Insbesondere ist es lächerlich wenn zum einen in Diskussionen um die Linken immer wieder auf die Stasi verwiesen wird – man selbst aber mehr Daten sammelt als die Stasi jemals tat – und zwar von JEDEM.

Piratensalat

Piraten!

Piraten!, Quelle: http://flickr.com/photos/dunechaser/125929149/, Bestimmte Rechte vorbehalten

Warum können große Frachter sich nicht selbst besser schützen? Und warum soll der Schutz vor Piraten von Fregatten geleistet werden? Zwei Millionen Barrel Öl haben einen Wert von rd. 100 Millionen Euro. Die Frage die sich stellt ist, warum diese Riesentanker weit weniger geschützt sind als jede kleiner Sparkasse auf einem Dorf? Man hat seitens der Reeder wohl bisher so kalkuliert das man die Kosten so eingeschätzt hat, das es günstiger ist ein Lösegeld zu zahlen als sämtliche Tanker mit Sicherheitstechniken und Waffen bzw. Sicherheitsleuten auszustatten. Man hat aber nicht gesagt das die Staaten nicht dort gegen Piraten aktiv werden sollen. Soviel ich weiss sind die Marineeinheiten Am Gold von Aden aber relativ zu den Aktivitäten der Piraten eher erfolglos. In 2008 haben sich trotzt der Militärpräsenz dne Angriffe der Piraten verdreifacht (Quelle: UNOSAT). Wahr ist einfach das keine Militärtechnologie auf eine Kriegsführung gegen sehr kleine Boote ausgerichtet ist.  Das ist im Grunde eher typische Polizeiarbeit, die mit ebenfalls kleinen, schnellen Schiffen die Sicherung der Küstenwege übernehmen könnten und taktisch ganz anders vorgehen als das Militär, das eher von einer militärischen Dominanz und Abschreckung ausgeht. Die Einsätze der Marine in dem dortigen Gebiet sind daher ähnlich wie vor der Küste Jordaniens nur Prestigefahrten, die zwar wahnsinnig viel kosten. Die Fregatte Karlsruhe als Beispiel. Deren Hauptstärke ist die U-Boot-Bekämpfung – das fällt schon mal weg. Weiterhin kann sie Flugkörper und Flugzeuge bekämpfen- ebenfalls uninteressant in dem Zusammenhang. Der Verbrauch liegt vermutlich bei  Vollat bei 90 Liter Diesel pro Minute. In einer Stunde wären das 5400 Liter. Bedenken wir mal nicht den Verbrauch rundherum, sondern gehen wir mal nur von den Kosten für eine Stunde Vollast pro Einsatz gegen Piraten aus. Weiterhin gehen ich mal davon aus das der Schiffsdiesel den selben Preis hat wie Diesel für das Auto (rd. 1,40 EUR) – dann wären das rund 7560 EUR für eine Stunde vollen Einsatz. Kosten wohlgemerkt nur für den Diesel und angenommen an dem Tag wird sonst nichts weiter gefahren. Zusätzlich kommen dann wohl meist die Kosten für den Einsatz eines Hubschraubers dazu sagen wir rd. 4000 EUR ist günstig gerechnet. Dann kämen wird vielleicht auf rund 12.000 EUR für einen Einsatz. Dabei werden mit Sicherheit die Einsatzkosten pro Ernstfall geringer sein im Vergleich zu Hin- und Rückfahrt sowie dem täglichen Normaleinsatz. Aber dennoch stellt sich hier die Frage was der Einsatz bringt.

Ist es nicht eger so, das hier mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird – und dann nicht mal ordentlich getroffen wird? Warum muss der Steuerzahler Geld ausgeben, damit Marinesoldaten für Ölgesellschaften, denen die Sicherheit ihrer Besatzung und Ware nichts wert ist, die Kohlen aus dem Feuer holen? Gilt es hier nicht eine überteuerte und ungeeignete Technik zu verteidigen? Wahr ist wohl am ehesten das die gesamte Flotte vermutlich für die heutigen Konflikte völlig unnütz ist. Davon abgesehen das man den Sinn und Zweck von Militär als Ganzes  natürlich immer grundsätzlich hinterfragen kann stellt sich hier aber auch konkret die Frage nach der Rechtfertigung. Insbesondere nachdem es offenbar keine abschreckende Wirkung gegeben hat. Die Gewinne bei gezahltem Lösegeld sind gigantisch. Von dem erpressten Geld haben sich somalische Piraten neue Waffen und bessere Schiffe geleistet und es hat NATÜRLICH auch mehr Piraten angelockt.

Hier stellt sich auch die Frage ob nicht die Tankerfrage als solches neu diskutiert werden müsste – sprich Sicherheit, Umweltstandards, Anforderungen an die Eigensicherung von Tankern. Es ist jetzt schon klar, das kein Militär der Welt Piraten aufhhalten wird. Das bedeutet immer nur Dieselruss umsonst in die Luft zu pusten, selbst wenn hier und da ein „Achtungserfolg“ zu vermelden war. Wahr ist, das dies kein klassischer Krieg ist und das hier vor allem die Reeder selbst gefragt sind und es das dümmste ist darauf zu setzen das bei erhöhten Anreizen Piraten abgeschreckt würden. Nein, natürlich muss sich da etwas grundsätzlich ändern – aber nicht mit noch mehr Fregatten und noch mehr unsinnigen Prestigeeinsätzen!

Unser Blauer Planet

unserblauerplanet

Veröffentlicht in: on November 20, 2008 at 11:23 Kommentar schreiben
Tags: , ,

Wikipedia-Nachlese

Was an dem Lutz Heilmann-Artikel auch nachdenklich stimmt ist, neben natürlich seiner dummen Reaktion, das dort offenbar viele Kriterien ausser Kraft gesetzt wurden, die sonst immer gelten.  Warum z.B. wird in dem Artikel unter „Leben und Beruf“ keine einzige Quelle angegeben? Mir sind schon eine Menge neuer Artikel gelöscht worden, wegen angeblichen Verstoß gegen irgendwelche Kriterien wie Relevanz. Z.B. wurde der Artikel Foresight Linux mehrfach gelöscht, weil dieses Linux irrelevant wäre. Wie man sieht existiert der Artikel inzwischen wieder. Wie auch viele andere. Die Grundprinzipien der Wikipedia sind ein Witz. Was z.B. sichergestellt werden müsste wäre folgendes:

  • Gleichheit (Jeder Artikel und jeder Inhalt muss gleichbehandelt werden) – bisher kein Grundprinzip

Das würde bedeuten, das man darauf achtet das man nicht an einer Stelle stark auf Quellenangaben dringt und einen Artikel löscht – und auf der anderen Seite bei einem Artikel wo es um das Leben einer lebenden Person geht ganz auf Quellen verzichtet und das noch nicht einmal erwähnt.

Ich kann mich nur immer wiederholen das die Kriterien der Wikipedia ein Witz sind, Der größte Brocken an Unsinn ist der: Wikipedia ist eine Enzyklopädie - auch nicht mit Quellen belegbar. Was an der Wikipedia eine Enzyklopädie sein soll ist mir bis heute schleierhaft. Ich weiss das dies die Ursprungsidee war und nachwievor als eines der Ziele gilt. Aber nichts an der Wikipedia scheint an eine klassische Enzyklopädie zu erinnern. Der wesentliche Zweifel den man hier anbringen muss ist der, das zwar einer der Grundgedanken einer allgemeinen Enzylopädie der ist das Wissen der Menschheit abzubilden – aber das klassische Enzyklopädien auch immer stark politische Relevanzkriterien besetzten und auch das Wissen aus einer majorisierten Meinung darstellten, zum anderen hat die Wikipedia genau das auch verfolgt und damit aber dem Ziel das Wissen umfassend zu erfassen entgegengewirkt. Es ist unmöglich gleichzeitig das ganze Wissen abbilden zu wollen und dabei dennpch Relevanzkriterien und majorisierte Überzeugungen als Maßstab anzulegen.

Das Wissen in einer postmodernen Welt ist eben nicht mehr so gradlinig zu organisieren wie vielleicht noch bis ins 18. Jahrhundert hinein. Wer es dennoch versucht manipuliert und verfälscht Wissen – und wirkt somit auch einer Neutralität entgegen und somit einem weiteren Grundprinzip der Wikipedia. Neutralität kann eben nicht nur auf einzelne Beiträge angewendet werden, sondern muss universell gelten. Also auch darin, das Beiträge neutral gewertet werden – und nicht aus einer voreingenommenen, wertenden Sicht. Kein Zeifel das die Wikipedia einen großen Wert hat – trotz all ihrer Widersprüchlichkeit. Doch ist sie derart wissenskonservativ das einem schlecht werden kann.

Veröffentlicht in: on November 19, 2008 at 11:10 Kommentare (1)
Tags: , , , , ,

„Fall Hessen“ letzter Kampf vor „Dammbruch“?

Wenn man es genau  betrachtet, so geht es in Hessen nicht um Ypsilanti, Abweichler, etc., sondern um  nicht weniger ob eine Koalition von SPD+Linke im Westen Deutschlands denkbar wird oder durchgeführt wird. Daraus ergibt sich bereits das die Kritiker einer solche Koalition fundamental glauben das der Osten Deutschlands kein Teil Deutschlands ist. Denn dort gibt es bereits auf Landesebene solche Koalitionen. Interessant auch wie sehr sich Koch darum Sorgen macht das die SPD ihre Glaubwürdigkeit verloren hat:

Der SPD-Führung in Berlin warf Koch vor, die angestrebte Zusammenarbeit der Landespartei mit der Linken in Hessen tatenlos hingenommen zu haben. Diese Passivität habe die Glaubwürdigkeit der SPD „entscheidend zerstört“.

Also wenn der eigentliche politische Gegner ein solches Interesse hat das diese Kooperation unmöglich wird und das angeblich aus einer Anteilnahme an deren Schicksal der SPD heraus – da stellt sich ja die Frage auf welcher Seite jemand steht der Kochs Position vertritt. Ich denke im Wesentlichen geht es darum, ob die SPD überhaupt eine Option links hat, die jenseits dessen besteht was die GRÜNEN als Koalitionspartner an Stimmen mitbringen. Die einzige realistische Alternative für die SPD wäre ewiger Juniorpartner der CDU zu bleiben.

Veröffentlicht in: on November 10, 2008 at 9:54 Kommentar schreiben
Tags: , , , ,

SPIEGEL dreht Wirklichkeit auf den Kopf

Anstatt das sich die SPD auf ihre 95 Prozent Zustimmung zu dem damals eingeschlagenen Weg hätte verlassen sollen, fordert der SPIEGEL, das sich die SPD der Kritik von Frau Everts stellt, einer der Abweichlerinnen in der SPD. Demokratie ist also wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt, wenn also vier Figuren bestimmen wie der Rest der Partei agiert. Der SPD in Hessen wird vorgeworfen nicht auf diese gehört zu haben – auf Abgeordnete, die bei einer Probeabstimmung mit JA stimmten. Es gibt viele gute Gründe nicht die Linke zu wählen – seltsam aber wie hier versucht wird seitens der Medien wie des Spiegels die Handlunsgfreiheit der SPD einzuschränken. Nur Kritik von Links-Gegnern solle man ernst nehmen – die Mehrheit der Befürworter der Kooperation hingegen soll man negieren? Demokratie ist also wenn Wenige die Vielen bestimmen? Wahrheaft eine Minderheitsregierung.

Veröffentlicht in: on November 8, 2008 at 7:50 Kommentare (2)
Tags: , , , , ,

Die SPD-Ritter, die niemals Nie sagen.

Nun muss ich doch einiges kritisieren – wie soll das gehen – nicht mehr Spitzenkandidatin aber dann Partei- und Fraktionschefin bleiben – und dann einen Spitzekandidat nach Ypsilantis Gnaden. Nein, jetzt muss der gesamte hessische Parteivorstand zurücktreten und alles auf Null gesetzt werden. Jetzt muss die Basis entscheiden. Mein Gott was für  ein Hühnerhaufen – man kann doch nicht alles hinwerfen und dann weitermachen? Zuviel Münte/Steinmeier -Stil in meinen Augen,

Der neue Spitzenkandidat heisst Thorsten Schäfer-Gümbel und er hat auch schon einen Klassiker losgelassen: „Wir halten es dabei wie James Bond: ,Sag niemals nie“ – damit liefert er Material für den kommenden CDU-Bundestagswahlkampf.

Dazu fallen mir die Ritter ein, dieimmer  Nie sagen ein von Monty Python. Frage ist nur wer ein Gebüsch bringt?

„Die Ritter, die immer Nie sagen, fordern von euch ein Opfer!“ – „Ritter vom Knie, wir sind ganz simple Reisende, wir suchen nach dem Zauberer, der hinter diesen Wäldern haust.“ – „Nie! Nie! Nie! Nie….!“ – „Hört das denn nie auf?“ – „Wir werden nie aufhören, Nie zu euch zu sagen, wenn ihr uns nicht beschlichtigt!“ – „Was ist euer Begehr ?“ – „Wir wollen… ein schönes Gebüsch!“